Dienstag 26. April 2011, 11:28 Uhr

Vor den Toren Wiens [0]

Die GolfRanges ziehen einen schlauen Gürtel um die Bundeshauptstadt und nehmen uns damit alle Ausreden, warum unser Golf nicht besser werden sollte.

GolfRanges Wien

Ob frühmorgens, während der Mittagspause oder zum Afterwork-Practicing: Wer sich 2 Stunden vom Tag abzwacken kann, findet auf den GolfRanges feine „Partner“, sein Golf zu verbessern.

Die Erfolgsgeschichte der GolfRanges, die im aktuellen Endausbau Wien umzingeln, nahm in Achau, südlich der Bundeshauptstadt 1993 ihren Ausgang: Neun Loch, allesamt berühmten Spielbahnen von Golfkursen in den USA und Großbritannien nachempfunden, und vor allem eine üppige Range mit Platz für über 100 GolferInnen gleichzeitig setzten neue Maßstäbe in der Abteilung „City-Golf“. Und noch ehe das neuartige Konzept in ­unseren Breiten richtig Fuß fassen konnte, hat der Initiator, Dr. Georg Reutter, die Idee auch in Deutschland umgesetzt.

Heute bedienen zehn ­Anlagen dieser Art acht deutsche Großstädte. In Österreich beschränken sich die GolfRanges auf den Großraum Wien, wo rund ein Jahrzehnt nach der Premiere in Achau die bislang letzte GolfRange in Schwechat ihrer Bestimmung, und damit uns Golfern übergeben wurde. Dazwischen liegt noch Tuttendörfl, wo man der Anlage zusätzlich zu den üblichen neun Loch noch einen besonders anfängerfreundlichen 9-Loch-Kurzplatz dazu spendierte. Ohne Driving-Range und personalmäßig nur zart bestückt. Quasi das Pilotprojekt zum nächsten Schritt der findigen GolfRangers, zu dem wir aber später noch kommen.

Üben, fitten, shoppen Die GolfRanges haben sich breit aufgestellt im Bereich Schlägerfitting, sind kraft ihres Namens rangemäßig ohnedies eine Macht, und das Schöne daran: Es gibt kaum eine Ecke in Wien, von der man länger als 30 Minuten zur Range seines Vertrauens braucht.

 

Was den GolfRanges neben dem golferischen Grundkonzept eigen ist? Durch die schlaue Auswahl der Grundstücke hat man sich verkehrstechnisch ideal platziert: Achau liegt nur wenige Minuten von der A2, Tuttendörfl einen Hupfer von der A22 und Schwechat schließlich im neuen Autobahnkreuz zwischen A4 und S1. In Summe spielt diesen Anlagen, die sich vorrangig an Golfeinsteiger, aber auch an trainingswütige Golfer richtet – die größte Golfschule Österreichs mit insgesamt 17 Pros in den drei Clubs unterstreicht diese Ausrichtung – der Faktor Zeit in die Hand.

Das weiß auch Christoph Schifter, Präsident und Standortleiter in Achau: „Bei uns kann man auch in kurzer Zeit 18 Loch spielen oder zwischendurch eine gute Trainingssession einlegen. Ob vor oder nach dem Büro oder sogar während der Mittagspause.“ Und trainieren ist hier übrigens nicht nur tagsüber möglich. Flutlichtanlagen sind der Retter für Golfhungrige, wenn der Tag im Büro einmal länger dauert. Zudem bieten die kreisförmig angelegten Driving-Ranges in den drei Anlagen bis zu 100 Personen gleichzeitig Platz. Somit geht’s auch zu Stoßzeiten niemals beengt zu. Großzügige Putting-Greens, Chipping- und Pitching-Areale und die neuesten Technologien im Bereich Schlägerfitting komplettieren das allumfassende Programm.

Ein Bag-Check kann einem die Augen öffnen. Man geht mit der Information wieder weg, ob zwei Schläger redundant, also deckungsgleich, sind. Auch bekommt man einen guten Überblick, wie weit man sein Werkzeug schlägt.

 

18 Loch, demnächst. Mit dem Projekt in Bockfließ wagt sich die GolfRange erstmals über einen 18-Loch-Platz und will etwas in Österreich Einzigartiges schaffen. Wieder einmal. Denn auch mit dem neuen Standort im Norden Wiens, bei Deutsch-Wagram, verfolgt man ein neues Konzept. Nach bestandener Umweltverträglichkeitsprüfung soll dort ein 18-Loch-Kurs (Par 71) entstehen, für den Startzeiten nur über das Internet gebucht werden können. „Es wird keine Gastronomie geben, kein Sekretariat. Wir ersparen uns damit natürlich Kosten beim Bau, die wir dem Golfer dann in Form von günstigeren Greenfees weitergeben“, erklärt Schifter. „Wir haben in Europa eigentlich nichts Vergleichbares gefunden und glauben, dass dafür genügend Potenzial vorhanden ist.“
Sollte es seitens der Umweltbehörde grünes Licht geben, sieht der Zeitplan den Baubeginn für August dieses Jahres vor. Bis in Bockfließ abgeschlagen werden kann, wird auf den GolfRanges rund um Wien wohl weiter ­fleißig daran gearbeitet, neue GolferInnen für Österreich zu produzieren. Denn eines dürfen sich die Verantwortlichen ­jedenfalls auf ihre Fahnen heften: Sie haben mit ihrem ­Konzept den Golfsport in Österreich maßgeblich belebt.

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