Scoresaver: Helen Hopkins [0]

Strandgeflüster – Im Urlaub suchen wir ihn sogar, den fein gemahlenen Sand, aber am Golfplatz versuchen wir die Bunker zu meiden wie der Teufel das Weihwasser.

Denn: Sind dort normale Lagen schon schwierig genug, bieten die meisten Bunker auch noch ziemlich verzwickte Möglichkeiten einen Ball zu verstecken und somit den Score wortwörtlich im Sand zu begraben. Die Devise bei all diesen problematischen Lagen laute nicht, den Ball möglichst nah an die Fahne zu zaubern zu wollen, sondern einfach raus aus dem Hindernis. Die passenden Tricks & Tipps für hantige Bunkerlagen hat unser Teaching-Gruru Helen Hopkins für Sie parat.

1. Bergauf an der Vorderen Bunkerkante
Speziell bei flachen Schlägen, die im Bunker landen, kommt es oft zu der gefürchteten Lage, knapp an der vorderen Kante. Um den Ball nicht vollends ins Erdreich zu drücken, bedarf es ein paar Tricks.

Der Tipp unseres Teaching-Gurus:
Zuerst betrachten Sie Ihre Lage von hinten. Wie viel Grün habe ich zum ausrollen und wie hoch ist die Kante? Danach richtet sich die Stellung Ihrer Schlagfläche, sie sollte aber ziemlich gerade – square – sein. Ein kürzer gegriffener Schläger sorgt für mehr Kontrolle. Ein Fuß sollte außerhalb des Bunkers sein, wichtig ist die Ballposition gegenüber Ihres Körperschwerpunkts. Sorgen Sie für einen stabilen Stand und verlagern Sie Ihr Gewicht zum Hang, das bringt einen steileren Abschwung und verhindert, dass Sie den Ball dünn treffen und in der Kante hängen bleiben. Nun ein paar Zentimeter vor dem Ball in den Sand hacken und schon sind Sie befreit.

2. Der eingebohrte Ball
Speziell bei weichen Bunkern mit viel Sand kann es leicht vorkommen, dass sich der Ball fast zur Gänze versteckt, also einbohrt. Was in vielen Fällen fast unspielbar wirken mag, ist einfacher lösbar als Sie glauben. Sofern man ein Grundregeln beachtet.

Der Tipp unseres Teaching-Gurus:
Auch hier sollten Sie sich zunächst einen Überblick – wie viel Grün habe ich zum vor mir, wie steil ist die Bunkerkante – verschaffen. Den Schläger wieder mit kürzerem Griff, diesmal aber mit geschlossener Schlagfläche, ein paar Zentimeter hinter den Ball halten. Ihr Stand sollte offen sein, aber Ihre Schultern bleiben parallel zur Ziellinie. Jetzt wieder das Gewicht nach vorne zum Ziel bringen, um einen steileren Abschwung zu erzielen. Füße eingraben und für einen stabilen Stand sorgen. Schwingen Sie nun beherzt hinter dem Ball in den Sand. Trotz geschlossenem Schlägerblatt und steilem Abschwung wird der Ball relativ hoch aus dem Bunker kommen und schnell stoppen.

3. Bergab an der hinteren Bunkerkante
Die ganze Ungerechtigkeit beim Golfspiel offenbart sich, wenn ein Ball, der Richtung Bunker rollt, mit letzter Kraft gerade noch den Weg ins Hindernis findet und knapp hinter der Grenze zu liegen kommt. Sicher eher einer der schwierigeren Schläge, aber trotzdem gut machbar.

Der Tipp unseres Teaching-Gurus:
Der Erfolg bei dieser Situation ist extrem von der Ansprech- und Standposition abhängig. Weg vom Hang, zum Ziel lehnen. Ihr Stand muss ein wenig breiter sein, da man hier viel Stabilität braucht. Das Schlägerblatt sollte geöffnet sein, um Höhe zu gewinnen und mehr Distanz zu erreichen. Wieder kürzer greifen und rechten Fuß außerhalb des Bunkers positionieren. Einen ziemlich offenen Stand einnehmen, um am Ball „vorbei schneiden“ zu können. Ihre Schwungbahn sollte hier ein wenig von außerhalb der Ziellinie nach innen verlaufen. Nun mit steiler Ausholbewegung und konsequentem Abschwung schwingen. Wenn Sie den Schlag mit einem stabilen Stand ausführen, sollten Sie gut aus der misslichen Lage kommen.

 

Helen Hopkins
Jacques Lemans Golfclub
St. Veit-Längsee

Tel.: +43 (0)4213/414 130 oder
Mobil unter +43(0)664/116 60 40
h.hopkins@chello.at

www.golfstveit.at
www.hopkins.at

 

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