Lessons: Schräglagen [0]

Seitliche Lagen, Bälle im Hang? Jetzt könnte es knifflig werden. Doch unsere Teaching Pros bringen die Situation für Sie wieder ins Lot. – MIT VIDEOS

 

Eine Runde auf einem angenehm gewellten Tiroler Kurs oder 18 Loch im GC Adamstal? Ein pures Vergnügen. Der Haken: Hier kommen bisweilen Neigungen an den Tag, die Golfer gar nicht schätzen. Bälle in seitlichen Schräglagen und vor allem Bälle, die auf- oder abwärts im Hang liegen. Um aus diesen Positionen dennoch erfolgversprechende Schläge auszuführen, bedarf es einiger Anpassungen in Stand, Winkeln und Ballposition. Thomas Feyrsinger und Ulf Wendling von der Golfsport Academy nehmen sich der Probleme an und verraten Ihnen Grundlegendes aus der Trickkiste des Berggolfsports.

Die Bergauf-Lage

LessonsLage1Wichtig:  Grundlegend ist die richtige Stellung im Hang. Die Körperwinkel sollten parallel zur Neigung des Geländes ausgerichtet werden. Bei einem Bergauf-Schlag stellen wir uns also entsprechend mit Schultern und Hüftpartie parallel in den Anstieg. Der Ball sollte ein gutes Stück rechts der Mitte positioniert werden. Grund: Die Hanglage drängt uns ohnehin nach rechts, durch die Balllage erreichen wir einen besseren Kontakt. Tipp: Je steiler der Hang, desto höher der Ballflug, umso tiefer wird das Eisen. Reicht im flachen Terrain beispielsweise ein Eisen 7 zum gewünschten Ziel, wird daraus je nach Hanglage schnell ein Eisen 6 oder gar ein Eisen 5.LessonsLage2

Die Bergab-Lage

Wichtig: Wie in der Bergauf-Lage gilt auch in diesem Fall, dass zuerst die Körperwinkel dem Untergrund angepasst werden müssen. Die Körperlinien Schulter und Hüfte neigen sich nun also parallel zum Gefälle. Der Ball wird etwas links vo der Mitte platziert. Besonders wichtig: Im Gegensatz zur Bergauf-Lage sollte in der Eisenwahl bergab das Loft deutlich erhöht werden. Statt des 7er-Eisens können wir je nach Lage sogar auf ein Eisen 9 zurückgreifen, um mit mehr Loft Höhe auf den Ball zu bekommen.

LessonsLage3Seitliche Schräge 1

Wichtig: Liegt der Ball in einer Schräge oberhalb der Fußlinie, ergibt sich die erste Handlung vor dem Schlag schon aus rein physikalischer Logik: Der Schläger sollte etwas kürzer gegriffen werden als üblich, die Distanz zum Ball ist geringer. Zweite Maßnahme: Wir zielen rechts. Durch die veränderte Schlägerhaltung zeigt die Schlagfläche im Impact nach links, entsprechend wird der Ball starten und kurven. Dritter Punkt ist ein stabilerer Stand, den wir durch ein Aufdrehen der Füße wie im V-Stil der Skispringer erreichen. Schließlich sollte im Durchschwung wegen der flacheren Ebene auch flacher durch den Ball geschwungen werden.

LessonsLage4Seitliche Schräge 2

Wichtig:  Wie auch bei den Hanglagen lässt sich für die Ballposition unterhalb der Füße das Prinzip einfach umdrehen. Der Schläger wird nicht mehr kürzer als Üblich gegriffen, eventuell sogar etwas länger. Der Stand gleicht bergab in etwa dem Schneepflug beim Skifahren und verleiht mehr Stabilität während der Schwungbewegung. Der Schlag selbst sollte schließlich links vom eigentlichen Ziel ausgerichtet sein, weil die Schlagfläche durch die Ballposition unterhalb der Füße nach rechts geöffnet sein und der Ball enstprechend kurven wird. Durch die steilere Lage sollte auch der Durchschwung entsprechend steil ausgeführt werden.

 

Die Golflehrer

GolfSportAcademy_PortraitsLogoGolfsportacademyUlf Wendling (l.) und Thomas Feyrsinger bringen nicht nur jede Menge Tiroler Mutterwitz mit, sondern auch jahrelange Erfahrung als Playing Pro auf diversen Touren und eine stattliche Sammlung an Turniererfolgen. Die Lehren aus der Praxis vermitteln sie nicht nur im Nationalkader, sondern allen Golfern unter anderem in ihrer Golf Sport Academy beim Stanglwirt in Going und am Klopeiner See.
Mehr Informationen unter www.golf-sport-academy.com und auf Facebook.

 

 

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