Doc Burger: Der Topp [0]

Topp, der [top]; Ein Topp ist das Resultat eines zu flachen Eintreffwinkels. Dabei wird der Ball mit der unteren Kante des Schlägerblattes in der oberen Ballhälfte getroffen. Die Folge: absoluter Kontrollverlust! Markus Burger hilft weiter!

Aus Golfrevue 8/2010, Produktion: Alex Kramel

1. Balanceverlust oder falsche Gewichtsverteilung
Speziell im langen Spiel besteht die Gefahr, durch falsche Gewichtsverteilung im Durchschwung nicht rechtzeitig in eine neutrale Position zu kommen und hinter dem Ball zu bleiben. Dadurch beschreibt der Schlägerkopf eine zu flache Schwungbahn oder man trifft den Ball erst in der Aufwärtsbewegung, was in den meisten Fällen zu einem getoppten Ball führt, da der Schlägerkopf nicht die Chance hat, unter den Ball zu kommen und den Loft des Schlägers auszunützen.
Die Medizin:
Tanzen Sie mit dem Ball! Das bedeutet: spielen Sie öfters ein paar Bälle (vorwiegend vom Tee) mit extrem übertriebener Gewichtsverteilung. Dabei bringen Sie Ihr ganzes Gewicht im Aufschwung auf den rechten Fuß und heben den linken leicht an. Im Durchschwung „tanzen“ Sie nun vom rechten auf den linken Fuß, und lassen Sie in der Endposition das ganze Gewicht auf diesem. Zur Kontrolle sollte Ihr rechter Fuß nun leicht über dem Boden schweben. Vergessen Sie aber nicht auf die Körperdrehung. Mit dieser Übung erreichen Sie ein besseres Körpergefühl für die richtige Balance-Verteilung und erlauben dem Schläger, steiler an den Ball zu kommen.

2. Ein geschaufelter Schlag
Vorwiegend im kurzen Spiel, und wenn ein Hindernis zu überwinden ist, kommt es zu einem Schaufeln des Schlages, da man den Ball unbedingt steigen lassen will. Dabei pendelt der Griff aber hinter den Ball und genau das Gegenteil des Gewünschten passiert, da man den Ball wieder in einer Aufwärtsbewegung trifft . Der Effekt ist, dass der Ball mit hohem Tempo über das Grün hinaus schießt.
Die Medizin:
Lassen Sie den Schläger seine Arbeit machen. Unterschiedliche Lofts erzielen unterschiedlich hohe Flugbahnen, dazu muss der Schlägerkopf den Ball aber im untersten Drittel treffen. Und das gelingt nur, wenn im Treffmoment die Hände bzw. der Griff vor dem Ball ist. Konzentrieren Sie sich beim Üben bewusst darauf und stoppen Sie den Schlag, nachdem der Ball getroffen wurde, schnell ab. Nun legen Sie den Schläger in seiner derzeitigen Stellung auf den Boden oder lassen ihn fallen. Bei richtiger Bewegung liegt der Schläger neben Ihnen und nicht, wie in der unteren Abbildung, vor Ihnen.

3. Falsche Zielwahrnehmung
Eine falsche Ausrichtung zum Ziel ist eines der Grundübel beim Golf. Auch ein getoppter Ball kann daraus resultieren. Da die Augen-Hand Koordination immer unbewusst funktioniert, versuchen die Hände zum Ziel zu schwingen. Ist dieses aber zu weit links von der Standebene, müssen die Hände die falsche Ausrichtung ausgleichen. Das führt meist zu einem Überstrecken des rechten Handgelenks, und in weiterer Folge führt die Schwungbahn des Schlägers zu weit von außen nach innen. Da aber der Körper im Weg ist – er beschreibt ja die Standrichtung – wird der linke Ellbogen versuchen auszugleichen. Das Ergebnis ist der klassische „Chicken Wing“.
Die Medizin:
Konditionieren Sie Ihren Körper auf parallele Ebenen. Wenn Sie in der Ansprechposition auf Ihr Ziel schauen, wird dieses nie hinter der linken Schulter sein. Üben Sie immer mit einem zweiten Schläger oder Stick, der am Boden die Zielrichtung angibt. Wenn Sie nun den Ball ansprechen und zum Ziel blicken, liegt dieses optisch leicht rechts von Ihrer linken Schulter. Sie können nun mit Ihrem Schläger, wie mit einem Gewehr zum Ziel zielen. Ist Ihnen dabei die linke Schulter im Weg, stehen Sie zu geschlossen.  


 

Ihr Schwungdoktor/Alle Kassen: Markus Burger


Head-Pro Golfclub Schönfeld
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