Doc Bausek: Der Dreiputt [1]
Aus GR 3/2010, Produktion: Alex Kramel
3-Putt, der [´dreipat]. Der 3-Putt zählt zu den neuro-emotionalen Problemen, was seine vollständige Heilung schwierig bis unmöglich macht. Geistige Umnachtung, Gefühllosigkeit für Distanz und Richtung beim ersten Schlag sind die Indikatoren für das drohende Desaster. Erschwerend hinzu kommen Angstzustände und ein Zucken, der Yip, beim alles entscheidenden zweiten Putt.
Enttäuschte Erwartungen und Frustration über die Erkrankung führen oft zum Ausstrahlen in andere Golf-Körperzonen und gefährden die Koordination beim nächsten -Abschlag. Der Umstand, dass sich der Patient täglich auf neue Verhältnisse einstellen muss, kann auch zu erheblichen -Komplikationen bei der Therapie führen. Eine Linderung bringt meist nur eine häufige Konfrontation mit der Phobie, viel Übung oder eine stoische Ruhe und Ausgeglichenheit.
1. Zu wenig Distanzkontrolle!
Eine Statistik besagt, dass Professionals etwa 95 Prozent aller Putts unter einem Meter lochen, ein durchschnittlicher Amateur immerhin fast 65 Prozent. Bei der Distanz von bis zu zwei Meter nimmt die Amateur-Trefferquote bereits auf 35 Prozent und bei bis drei Meter schon auf 15 Prozent ab. Daran ist ersichtlich, wie wichtig es ist, mit dem ersten Putt einen Korridor von nicht über einem Meter zu erreichen. Im optimalen Fall soll der Ball hinter dem Loch zum Liegen kommen, um die Chance auf einen gelochten Putt zu haben.
Die Medizin:
Bilden Sie um ein Loch einen erweiterten Kreis von einem Meter Abstand, indem Sie Bälle rund um das Loch platzieren. Putten Sie nun aus diversen Richtungen und Distanzen und versuchen Sie die Bälle im Kreis zum Liegen zu bekommen. Dabei ist es gar nicht so wichtig die Bälle ins Loch zu spielen, Sie werden so ein Gefühl für Distanzkontrolle entwickeln. Im optimalen Fall machen Sie diese Übung oft auf unterschiedlich schnellen Greens.
2. Probleme beim zielen!
„Na klar muss ich zielen“ werden Sie sagen. Aber bedenken Sie, dass Sie beim Putt nicht hinter, sondern über dem Ball stehen. Daraus ergibt sich eine völlig andere Wahrnehmung als zum Beispiel beim Zielen mit einem Gewehr. Viele Spieler zielen mit den Fußspitzen zum Loch, daraus ergibt sich aber bereits durch die Balllage eine erhebliche Abweichung.
Die Medizin:
Das Putten ist eine der wenigen Situationen beim Golf, bei der Hilfsmittel erlaubt sind. Ziehen Sie mit einer Schablone (erhältlich im Pro-Shop oder Golfhandel) eine gerade Linie auf Ihrem Ball. Diese können Sie nun beim Platzieren des Balls von hinten auf Ihr Ziel richten. Durch die Linie auf den meisten Puttern können Sie nun Ihren Stand und Schwung zu der Zielrichtung ausrichten. Vertrauen Sie nun auf Ihre Hilfsmittel und schwingen Sie bestimmt Richtung Ziel. Suchen Sie sich auch maximal 20 Zentimeter vor dem Ball eine Zwischenziel, das genau auf der Linie Ball-Loch liegt. Die Ausrichtung auf nahe Ziele ist wesentlich einfacher als zum weiter entfernten Loch.
3. Falsch gelesene Breaks!
Es gibt keine absolut ebene Puttfläche, das macht das Spiel am Green so schwierig, aber auch interessant. Über Sieg und Niederlage entscheiden gelochte Putts, daher ist es unerlässlich, sich ein Gefühl für die Abweichungen, die Breaks, die auf einer Puttlinie herrschen, anzueignen. Diese Breaks sind aber von extrem vielen Faktoren abhängig, wie Wetter, Feuchtigkeit, Graswuchs, Neigung des Greens, Wellen auf der Puttfläche, Geschwindigkeit der Putts und vielen mehr. Für das richtige Lesen von Breaks ist vor allem eines notwendig: Sehr viel Erfahrung! Wir neigen aber gerne dazu diese Abweichungen zu unterschätzen und zu wenig Break einzuberechnen.
Die Medizin:
Suchen Sie sich auf dem Putting-Grün ein Loch mit leichter Neigung. Schätzen Sie den Break und markieren Sie den Punkt auf den Sie zielen würden. Nun verdoppeln Sie diese Abweichung zum Loch und setzen Sie eine zweite Markierung. Testen Sie den Putt mit dem verdoppelten Wert. Spielen Sie denselben Putt aus verschiedenen Richtungen um den Unterschied zwischen Bergauf- und Bergab-Putts zu sehen. Mit der Zeit werden Ihre ersten Einschätzungen immer besser und der Ball wird wenn, über dem Loch vorbeilaufen – der so genannten Profi-Seite.

Ihr Schwungdoktor/Alle Kassen: Christoph Bausek
APGA – 1 Star Professional
TPI-Instructor
GC Linz-St. Florian
Telefon: 0676/880 767 67
christoph@bausek.at
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ja….ja…ja….ja…..
das einzige wort,dass in erinnerung bleibt.
bin ein golf-fan,der seit über 20 jahren spielt und seh mir gerne sämtliche golfvideos an.
aber dieses video ist ausser langatmig,gar nichts.
der inhalt ist sicher sehr gut,aber leider sehr schlecht verpackt..(didaktik!)