Dienstag 14. September 2010, 10:30 Uhr

Ein Dutzend Chancen [0]

12 Österreicher teen bei den Austrian GolfOpen im Diamond Country Club auf. Die heimischen Hoffnungen ruhen auf Martin Wiegele, der heuer zwei Turniersiege feiern konnte und auf Markus Brier, der um die Tourkarte kämpft.

 

Für Österreichs neue Nummer 1 im Golf scheinen Auftritte in seiner Heimat eine besondere Motivation zu sein. 2008 sorgte Martin Wiegele mit dem Sieg bei seinem Heimturnier, den Gösser Open in Maria Lankowitz, für einen Eintrag in die Geschichtsbücher der Alps Tour: Siebenmal musste das 18. Loch im Stechen gespielt werden, ehe der Lokalmatador den Sieg in der Tasche hatte. „Damals habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass mich die Atmosphäre vor meinen Fans wirklich zum Sieg treiben kann. Es ist natürlich immer ein schmaler Grat zwischen Motivation und zu viel Druck, aber schließlich trainiere ich das ganze Jahr, um für diese Situationen bereit zu sein“, erinnert sich der Steirer.

Die Geschichte über seinen Heimsieg auf der Challenge Tour in Kärnten 2010 beginnt allerdings schon ein Jahr früher. Am letzten Tag des vorjährigen Turniers schlägt Wiegele auf dem 8. Loch ein „Hole in One“, sichert sich einen Mazda CX-7 und mit Rang sechs eine Top-Platzierung. Positiv wirkt sich diese Kombination auch auf das Konto von Wiegele aus: Er streift damit mehr als der Sieger des Turniers ein. Im heurigen Jahr nun die Fortsetzung dieser unglaublichen Geschichte: Wieder ist es der Finaltag und wieder gelingt Wiegele mit dem Eisen 8 auf Loch 8 der Schlag ins Glück zum nächsten „Hole in One“.

„Meine Freundin hat mir vor dem Abschlag noch einen Klaps auf den Hintern gegeben und zu mir gesagt: Hol mir das Auto, Schatz. Da konnte ich dann natürlich gar nicht mehr anders“, lächelt der Glückspilz. Während der CX-7 im Vorjahr noch verkauft wurde, hat Wiegele für Auto Nummer zwei nun einen anderen Plan. „Es schaut einfach so aus, als ob da oben jemand möchte, dass ich einen Mazda fahre und daher wird dieser nun auch nicht mehr verkauft“, so der Grazer.

Fan-Trip mit der Shopping City Seiersberg zu den Austrian GolfOpen

Unmittelbar vor dem heimischen Golf-Highlight des Jahres hat sich mit der Shoppingcity Seiersberg ein neuer Sponsorpartner bei Martin Wiegele eingestellt. Christian Guzy, Präsident des Diamond Country Clubs in Atzenbrugg und Miteigentümer der Shoppingcity Seiersberg, hat mit dem 32-Jährigen vorerst einen Vertrag bis Ende 2011 abgeschlossen.

Damit Wiegele den Heimvorteil bei den Austrian GolfOpen presented by Botarin voll auskosten kann, führt die Shoppingcity Seiersberg am Freitag, 17. September, eine Fanreise nach Atzenbrugg durch. Das Gratis-Angebot beinhaltet die Busfahrt, den Eintritt, ein Treffen mit Martin Wiegele sowie ein Shoppingcity-Seiersberg-Package. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website www.shoppingcityseiersberg.at!

Brier und die 7 Chancen

Während Martin Wiegele sorgenfrei in die nächsten Wochen gehen kann, muss Markus Brier seine Chancen bei den letzten 7 Events des Jahres nutzen, will er nicht, wie 2003 zurück auf Tour-School-Bank. „Ich bin gut drauf, was man in Holland gesehen hat, mmir macht Golf nach wie vor Spaß und ich werde meine Routine ausspielen. Dann sollte das Thema „Tourkarte“ keines mehr sein“, glaubt Brier an eine starke Woche beim Heimspiel in Atzenbrugg.

Zwei Mal hat der Wiener den Kurs vorab inspiziert und attestiert dem Championship-Kurs volle Tourtauglichkeit: „Man muss den Ball vom Tee strategischer spielen, als in Fontana und auch sonst kann hier auf Grund der vielen Wasserhindernisse deutlich mehr passieren. Wenn das Wetter hält, wird’s eine tolle Sache.“

Weinhandl, Moser & Co.

Da die Top-Challenge-Tour-Pros, allen voran Bernd Wiesberger, diese Woche in Russland aufteen und teils noch um einen Platz in den Top 80 kämpfen (=die volle Tourkarte für die Challenge Tour Saison 2011), kommen bei den Austrian GolfOpen die Alps-Tour-Recken zum Zug: Am meisten zuzutrauen ist dabei Uli Weinhandl, der schon während des Alps Tour Events in Atzenbrugg vor eineinhalb Monaten mit Platz 4 auf sich aufmerksam gemacht hat.

Ebenfalls mit Spannung wird das Auftreten von Robin Goger erwartet: Der erst 17-jährige ÖGV-Nationalspieler hat schon im Vorjahr in Fontana von sich Reden  machen, als er nur knapp am Cut gescheitert war. Lukas Nemecz dagegen hat 2009 in Fontana den Cut geschafft, fiel aber in den Finalrunden zurück.

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