Donnerstag 16. September 2010, 11:12 Uhr

2010: Lara im Stechen [0]

Erst ein Stechen entscheidet über den Sieg – der Titel geht an Jose Manuel Lara (ESP), Matthias Schwab wird als 32. bester Österreicher, Markus Brier verbessert sich mit einer 68 (-4) noch auf Rang 45.

Der Schlusstag der Austrian GolfOpen presented by Botarin war an Spannung nicht zu überbieten: Kurzfristig liegen sechs Spieler innerhalb eines Schlages, ehe die schwierigen Schlussholes die Spreu vom Weizen trennt.
Jose Manuel Lara, im drittletzten Flight des Tages unterwegs, locht auf Loch 18 aus 15 Meter zum Birdie und zur 64 (-8, gesamt 17 unter Par) und setzt damit die nachfolgenden Flights unter Druck.

Diesem kann nur der Engländer David Lynn, Spitzename „Shoulders“ ob seiner Figur, standhalten, der mit einem guten Up-and-down zum Par auf Loch 18 ebenfalls mit gesamt 17 unter Par das Turnier beendet.

Ein Stechen musste also über den ersten Sieger der Austrian GolfOpen im Diamond Country Club entscheiden und dabei hat Lara das bessere Ende auf Loch 18 für sich: Mit einem guten Drive – Lynn setzt seinen Abschlag an die Bunkerkante und kann den Ball nur raushacken – legt der Spanier die Basis zu einem soliden Par, das für seinen zweiten European Tour Sieg reicht.

„Ein tolles Gefühl, vor allem, weil ich heuer nicht wirklich gut Golf gespielt hatte, bis zu dieser Woche. Am Schlusstag habe ich voll attackiert und jede Fahne angegriffen. Das hat sich am Ende ausgezahlt.“ Lara kassiert für seinen Sieg 125.000 Euro, David Lynn bleiben immerhin noch mehr als 68.000 Euro.

Schwab bester Österreicher

Aus österreichischer Sicht bleibt der Auftritt von Matthias Schwab das Thema: der erst 15-Jährige zeigt auch am Schlusstag eine Top-Perfomance und rettet sich nach durchwachsenen Front-Nine (+4) mit drei Birdies in Serie von Loch 10 weg zu einer tollen 75er-Runde – zwei Bogeys mischen sich danach noch auf die Scorekarte des Schladmingers –, die Platz 32 bedeutet.

Schwab: „Es ist ein bisschen wie ein Wunder und ich werde wohl brauchen, um das zu realisieren. Nach den ersten schwachen neun Loch hat mein Vater gesagt, ich soll einfach wieder Spaß haben und ab Loch 10 einen Neustart machen und das ist mir auch gelungen.“

Brier mit toller Schlussrunde

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet sich Markus Brier aus dem Turnier: „Mein Spiel ist derzeit wieder richtig gut, der Score passt noch nicht ganz dazu. Jetzt gilt es das gute Feeling in die nächsten Turniere mitzunehmen.“

Die 68 (-4) am Schlusstag bedeutet am Ende Platz 45 und knapp 4.000 Euro Preisgeld: Kein wirklicher Ruck für die Order of Merit, aber mental hat die Woche dem Wiener gut getan. „Es ist zwar mühsam, wenn du gut spielst und mit ein, zwei schlechten Schlägen eine Rund verpatzt, aber am Schlusstag war das schon recht ordentlich. Da habe ich auf den schlechten Holes noch das Par gerettet und das macht dann den Unterschied aus.“

Lauter zufrieden Gesichter

Positiv zieht Christian Guzy, Besitzer des Diamond Country Club und Veranstalter Emotion Bilanz: „Niemand hat wirklich daran geglaubt, dass es sich ausgeht. Aber wir haben alle tolle Arbeit geleistet und wurden dafür belohnt.“

Als Beweis für die Arbeit hängen im Clubhaus Fotos von vor 5 Wochen, die den Platzzustand damals zeigen. Alle Officials der Tour und auch die Spieler zollten diesen Anstrengungen Respekt und lobten den Platz und das Turnier, das in weniger als 7 Wochen auf die Beine gestellt wurde.

 

Endergebnis

Austrian GolfOpen pres. by Botarin
Diamond Country Club
16. bis 19. September 2010
Preisgeld: 750.000 Euro
Titelverteidiger: Rafael Cabrera-Bello (ESP)

Seiten: 1 2 3 4

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