Donnerstag 29. Juli 2010, 13:36 Uhr

Rückwärts durchs Ziel! [0]

Kurzzeitig auf Stockerlkurs lässt Uli Weinhandl (-4, T4.) mit dem Doppelbogey-Bogey-Finish wertvolles Preisgeld beim Alps Tour Event in Tulln liegen. Jason Palmer (ENG) feiert einen Premierentriumph.

 

 

 

Siegerehrung: UNIQA-FinanceLife-Vorstandsvorsitzenden Werner Holzhauser, Triumphator Jason Palmer, Diamond-Country-Club-Präsident Christian Guzy sowie Turnierveranstalter Helmut Konrad

 

 

Der große Sieger der mit 45.000 Euro dotierten UNIQA FinanceLife Open im Diamond Country Club in Atzenbrugg heißt Jason Palmer. Der Engländer, der schon als Führender in die zweite und zugleich letzte Runde des wegen der Wetterkapriolen von 54 auf 36 Löcher reduzierten Turniers gegangen war, feierte dank einer famosen 65er-Runde (-7) mit dem Total von 133 Schlägen (-11) seinen Premierentriumph auf der Alps Tour. Palmer hatte am Ende vier Schläge Vorsprung auf seinen Landsmann Daniel Coughlan (66/-6) und sechs auf den drittplatzierten Schotten Gavin Dear (69/-3).

 

 

Als bester Österreicher landete beim vierten und letzten Alps-Tour-Turnier in dieser Saison auf heimischem Boden Uli Weinhandl an der vierten Stelle. Der Burgenländer lag lange Zeit sogar auf Kurs in Richtung Rang zwei, doch ein Doppelbogey-Bogey-Finish kostete Weinhandl letztlich doch noch eine Platzierung unter den Top 3. „Ich habe in zehn Minuten wertvolles Preisgeld liegen gelassen, das tut so richtig weh“, trauerte der Oberwarter nicht nur einer besseren Platzierung, sondern auch der vergebenen Chance nach, in der Order of Merit auf die Konkurrenten Terrain gutzumachen.

„Den Sieg habe ich nach den Löchern sechs und sieben abgehakt, wo ich zwei Birdies spielen wollte und dann mit Par und Bogey drei Schläge verloren habe. In dieser Phase ist Jason Palmer entscheidend davongezogen“, bilanzierte Weinhandl, der sich mit vier Birdies (10, 13, 14, 15) noch einmal aufbäumte, ehe es auf den letzten beiden Holes für den Pro des GC Bad Waltersdorf noch ganz bitter werden sollte. „Auf der 17 bin ich mit dem zweiten Schlag viel zu aggressiv auf die Fahne gegangen. Der Chip war schwierig, der Dreiputt daher fast eine logische Folge. Auf der 18 habe ich nach einem schlechten Drive mit dem zweiten Schlag ebenfalls das Grün verfehlt. Mit Chip-Zweiputt habe ich einen weiteren Schlag verloren“, ärgerte sich Weinhandl, für den die 2.272 Euro Preisgeld nur ein schwacher Trost waren. Im Gegensatz zum Österreicher strahlte Sieger Jason Palmer über seinen ersten Erfolg auf der Alps Tour über das ganze Gesicht. „Ich war in diesem Jahr schon zweimal Zweiter und einmal Dritter. Ich kann es noch gar nicht glauben, dass es hier mit meinem ersten Turniersieg geklappt hat. Das ist ein extrem schwieriger Platz, deshalb macht mich dieser Erfolg ganz besonders stolz“, jubelte der 25-Jährige aus Leicester, der bei der Siegerehrung einen Scheck in Höhe von 6.525 Euro aus den Händen des UNIQA-FinanceLife- Vorstandsvorsitzenden Werner Holzhauser überreicht bekam. Damit schraubte Palmer, der erst im Herbst des vergangenen Jahres in das Profilager gewechselt war, seinen Jahresverdienst auf 32.725 Euro, womit er auch die Führung in der Order of Merit der Alps Tour übernahm.


Zweitbester Österreicher wurde Florian Prägant, der sich mit einer 71er-Runde (-1) bei gesamt 3 unter Par an der sechsten Stelle einreihte. „Da war heute zwar nichts Überragendes, aber auch nichts extrem Schlechtes dabei. Ich bin mit den zwei Runden recht zufrieden“, resümierte der Kärntner.
Die weiteren Österreicher, die den Cut geschafft hatten, kamen in der Finalrunde nicht mehr so recht von der Stelle. Der Tiroler Leo Astl (71/-1), der Salzburger Hanspeter Bacher und der Steirer Jürgen Maurer (beide 72/Even Par) teilten sich mit je 144 Schlägen (Even Par) Platz 15. Der Steirer Michael Moser beendete das Turnier mit einer 73er-Runde (+1) bei gesamt 1 über Par auf Rang 20. Für Bernhard Reiter (28.), Georg Schultes (29.), Rene Gruber (31.) und Florian Ruprecht (38.) reichte es am Ende nur zu Positionen jenseits der Top 25.

 

Zu den Scores

UNIQA FinanceLife Open
Diamond Country Club, Atzenbrugg, Österreich
Preisgeld: 45.000 Euro

 

 

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