Sonntag 25. April 2010, 19:27 Uhr

Titel für Stütz und Goger [0]

Mit einem Birdie am 2. Extraloch holen sich Marina Stütz und Robin Goger den ersten heimischen Staatsmeistertitel der Saison 2010 und dürfen sich als Vierermeister feiern lassen!

 

Spannung pur über das 54. Loch hinaus: Erst am 2. Play-Off-Hole fixieren Marina Stütz und Robin Goger den Sieger bei den Vierermeisterschaften in Ebreichsdorf. Bernard Neumayer und Marcel Walzl, die Führenden nach Runde 1, belegen Platz 2. Platz 3 geht etwas überraschend an Lukas Kornsteiner und Jürgen Zirgat.

„Mein erster internationaler Titel“, freut sich Marina Stütz nach vollbrachter Arbeit und dem Sieg am zweiten Extra-Loch bei den Vierermeisterschaften im GC Ebreichsdorf. „So kann’s weiter gehen“, meinte ihr Spielpartner Robin Goger, der sich über Saisonsieg Nummer 2 in dem noch jungen Jahr freuen darf.

Spannung pur
Das Duell um den traditionell ersten Meistertitel des Jahres hätte spannender nicht sein können: Bis zwei Loch vor Schluss sieht die Paarung Marina Stütz und Robin Goger schon wie der sichere Sieger aus, muss im klassischen Vierer gegen die zwei Flights vor ihnen spielenden Bernard Neumayer und Marcel Walzl (Par-Runde am Finaltag) zwei Schläge Vorsprung verwalten, kassiert aber ein Doppelbogey auf Loch 17: Goger verzieht seinen Drive leicht, der Dall landet an der Bunkerkante, von wo Stütz ihn dünn getroffen ins Unterholz befördert.
Das sichere Par auf Loch 18 von Stütz/Goger bedeutet Stechen zwischen der Linzerin mit ihrem burgenländischen Partner und Neumayer/Walzl. Der Rest des Feldes – immerhin lagen vor dem Schlusstag 5 Paarungen innerhalb von 2 Schlägen – verabschiedet sich im klassischen Vierer.

Dass es überhaupt zu einen Stechen kommt, liegt an der mäßigen Performance von Neumayer/Walzl, die nach einer 67 (-5) in Runde 1 des Feld anführten, am 2. Tag: Die beiden liefern im Aggregat (beide Scores werden zusammengezählt) eine schwache Vorstellung ab, verlieren aber mit 153 Schlägen – Neumayer spielt nur eine 76 (+4), Walzl gar eine 77 (+5) – „nur“ zwei Schläge auf die führenden Teams vor dem Schlusstag: Stütz/Goger und mit Christoph Taferner und Marlies Krenn ebenfalls ein „gemischtes Doppel“. Krenn/Taferner vergeben aber mit einer 80 am Schlusstag alle Chancen.

Gogers Geniestreich, Stütz’ Traumputt
Im Stechen läuft dann zunächst alles für Neumayer/Walzl, nachdem Marina Stütz ihren Schuss ins Grün im Grünbunker versenkt und Robin den Ball vier Meter hinter die Fahne spielt. Aber der mögliche Zweiputt zum Sieg gelingt Neumayer/Walzl nicht und so geht’s wieder zurück aufs 18. Tee.
Diesmal verzieht Neumayer den Drive nach links und landet auf der 9. Spielbahn. Goger nutzt seine Chance nach einem perfekten Drive von Stütz, zirkelt den Ball drei Meter zu Stock und Marina Stütz erledigt mit einem grandiosen, zitterfreien Putt den Rest.

Neumayer: „Wir haben den Titel nicht am 2. Extraloch verloren sondern am 2. Tag, Im Aggregat 4 und 5 über Par zu spielen, ist echt schwach. Wir waren leider ständig dort, wo du auf diesem Platz nicht sein solltest.“

Schwache Beteiligung
Traurig, dass die Vierermeisterschaften mehr und mehr an Attraktivität verlieren: Nur wenige Kaderspieler finden den Weg nach Ebreichsdorf, das sich als perfekte Location präsentiert und mit zu dieser Jahreszeit pfeilschnellen Grüns für einiges Stirnrunzeln sorgt.
Auch die ausländischen Teams – früher ein fixer Bestandteil eines großen Feldes – fehlen zusehends. Dass man mit einem Handicap von 10 noch ins Feld gekommen ist, zeigt die Problematik dieses Events, für den Generalsekretär Robert Fiegl für 2011 Format-Änderungen angekündigt hat.

 

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