Donnerstag 10. September 2009, 09:14 Uhr

Sieg für Wessberg [0]

Linda Wessberg (SWE) setzt sich am zweiten Extraloch gegen Titelverteidigerin Laura Davies (ENG) durch. NIcole Gergely verbessert sich auf Rang 15, Stefanie Michl wird 19te.

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Das erste Playoff in der fünfjährigen Geschichte der UNIQA Ladies Golf Open bildet für die 5000 Zuschauer am Finaltag einen würdigen Höhepunkt des LET-Turnieres im GC Föhrenwald. Titelverteidigerin Laura Davies (ENG), mit 38 Turniersiegen die Grande Dame der Tour, kämpft sich in der Finalrunde von Rang Vier, und zwei Schlägen Rückstand, an die Spitze. Während Wessberg mit einem Bogey ihren vierteiligen Birdierun auf den Backnine beendet, erzwingt Davies mit Birdie auf Loch 18 eine Sudden-Death Entscheidung. Davies´ Putt zum Eagle und zum Sieg schrammt nur knapp am Loch vorbei.
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Entscheidung am 18. Loch: Linda Wessberg (Foto) spielt ein sichers Bogey, während Laura Davies zweimal ins Wasser schießt.

Am ersten Extraloch (Loch 16, Par 3, 112 m) kontert Linda Wessberg mit einem Sandy-Par, und profitiert auf Loch 18 von Davies missglückter Grünattacke am zweiten Extraloch. Mit einem Bogey am wasserbewährten Schlussloch gewinnt Linda Wessberg ihren dritten LET-Titel. Nach zwei mageren Saisonen freut sich die neue Championesse umso mehr über den Titel: “Nach dem Bogey auf der 16 hatte ich Zweifel, doch ich gab nicht auf. Am Schluss ist es noch sehr spannend geworden. Zuerst habe ich gar nicht mitbekommen, dass Laura ins Wasser geschossen hat.”

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Das Siegerbild (v.l.): Niki Zitny (ÖGV-Sportdirektor), Franz Wohlfarth (Vorstandsvorsitzender Novomatic AG), Elisabeth Stadler (UNIQA Vorstand), Linda Wessberg und Mag. Wolfgang Pundy (Raiffeisen Bankengruppe NÖ-Wien) – Bild: Davide da Ponte

Mit vier Birdies und ohne Schlagverlust zur 68 (-4) in der Finalrunde, sorgt Nicole Gergely auf Rang 15 (-1) für das beste Ergebnis einer österreichischen Proette beim Heimturnier. “Mein Spiel war ähnlich wie gestern, aber es sind mehr Putts gekommen”, analysiert Gergely zufrieden mit ihrem Abschneiden. Gergely ist als 37. in der Moneylist weiterhin die bestplatzierte Österreicherin.

Einen Schlag dahinter, auf Rang 19 bei par, notiert Stefanie Michl, die zweite Austro-Proette im Finale. Michl liegt lange Zeit gleichauf mit Gergely, kassiert aber am Signature-Hole (Loch 16, Par 3, 112 m) ein Bogey. Dennoch: „Ich habe sehr brav gespielt und bin mit dem Score zufrieden. Am 16er hätte es noch schlimmer kommen können. Was mich freut ist, dass es mein bestes Ergebnis beim Heimturnier ist. Darauf kann ich aufbauen“, so Michl.

Beste Amateurin wird Martina Hochwimmer, die mit Rang 38 (+5) hoch erhobenen Hauptes den GC Föhrenwald verlassen kann. “Es waren vier wunderschöne Tage mit einer durchaus zufriedenstellenden Leistung. Im Finale hätte ich vielleicht ein bisschen lockerer spielen können”, resümiert die 22-jährige Salzburgerin nach 74 (+2) mit zwei Bogeys und einem Doppelbogey. Die erst 16-jährige Marina Stütz auf Rang 53 und Marina Kotnik auf Rang 62 (74/74/76/75, +11) komplettieren die gute Leistung der ÖGV-Mädels.

„Wir haben wieder an allen vier Tagen ein tolles Turnier erlebt,” resümiert ein zufriedener Klaus Schneeberer, Präsident des GC Föhrenwald. “Die Zuschauerakzeptanz war sensationell: mehr als 12.000 Fans bedeuten einen neuen Rekord. Das zeigt, dass wir im Föhrenwald auf dem richtigen Weg sind. Die Proetten haben durch ihre erstklassigen Leistungen das Nötige dazu beigetragen. Für mich besonders erfreulich war das Abschneiden der heimischen Damen. Von insgesamt neun angetretenen Proetten, haben nicht weniger als fünf den Cut für die beiden Schlussrunden erreicht. Das ist das beste Ergebnis aller bisher im Föhrenwald ausgetragenen LET-Turniere. Auch unser Organisationsteam hat durch seinen Einsatz und durch seine profunde Arbeit gezeigt, dass wir uns als Ausrichter eines Profiturniers wirklich profiliert haben. Wir wollen dies auch in der Zukunft tun. Daher gibt es schon jetzt sehr intensive Gespräche, sowohl mit unseren Sponsoren, als auch mit den Verantwortlichen der LET-Tour, um dieses Turnier auch in den nächsten drei Jahren im Föhrenwald veranstalten zu können.“

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