Mittwoch 1. Februar 2012, 11:30 Uhr

Pogatschnigg siegt in Belek [2]

Florian Pogatschnigg feiert mit einer 65 (-4) im Finale der Sueno Dunes Classic in Belek seinen ersten Sieg auf der EPD Tour. Christoph Pfau (-4) rundet den rot-weiss-roten Erfolg mit Platz 3 ab. Drei weitere Österreicher im Preisgeld.

Die Austro-Pros auf der EPD Tour zeigen es vor: der erste rot-weiss-rote Sieg in der jungen Saison. Florian Pogatschnigg übernimmt bei den Sueno Dunes Classik in der Auftaktrunde die Führung. Nach dem zweiten Spieltag rangiert er zwei Schlägen hinter dem Führenden und sicherrt mit einer hervorragenden Finalrunde letztendlich den Sieg. Im dritten Durchgang steht ein einziges Bogey (Loch 7, Par 3) auf der Scorekarte des Kärtners. Bei fünf Birdies ist das aber kein großes Problem. Die 65er Runde (-4) bedeutet den Sieg bei gesamt -7 und zwei Schlägen Vorsprung auf den engsten Verfolger, Daniel Wünsche aus Deutschland.

Als erster Gratulant, zeigt sich Coach Peter Lepitschnik mehr als stolz von der Leistung seines Schützlings: „Mein Spieler hat etwas erreicht, was mir als Spieler verwehrt blieb. Der Sieg eines 3rd Level Events. Trotzdem bin ich mehr als Happy mit meinem neuen Leben!“. Ein toller Erfolg für Pogatschnigg und seinen Coach. Mit dem Siegerscheck in Höhe von 5000 Euro reiht sich der 28Jährige in der Order of Merit auf dem vierten Rang ein und legt damit bereits zu Beginn der Saison den ersten Grundstein für einen möglichen Sprung auf die Challenge Tour. Pogatschnigg wird ab Donnerstag noch das letzte Turnier der Serie in der Türkei am Suneo Pines Kurs bestreiten, danach geht es weiter nach Marokko zu den ersten Events auf der ALPS Tour. Dort finden auch die nächsten Turniere der EPD Tour statt.

Freude nach dem Sieg von Florian Pogatschnigg (l.) im österreichischen Lager

„Ich habe letztes Jahr viel an mir gearbeitet und bin schon gegen Ende der vergangenen Saison besser geworden“, erklärt sich Pogatschnigg seinen bisher größten Erfolg als Pro. „Der geschaffte Cut bei den Austrian Open war zusätzliche Motivation“, so der Kärntner, der derzeit nur schwer erreichbar ist, weiter. „Ich weiss nicht. Mein Handy funktioniert seit heute irgendwie nicht mehr. Dabei hatte ich es bei meinem Bad nicht einmal in der Hosentasche“. Unmittelbar nach seinem Sieg ging es nämlich zur kalten Dusche in den Teich rund um das 18. Grün. Dafür sorgten Christoph Pfau, Rene Gruber, Leo Astl und Wolfgang Rieder. Pogatschnigg: „Bist du deppat, war das kalt!“

Nach Clemens Prader, der 2008 das Turnier am Sempachersee in der Schweiz gewann, ist Pogatschnigg der zweite Österreicher, der bei einem Turnier der 3rd Level Tour siegen konnte. Sieger der Gesamtwertung im Premieren-Jahr 1997 war übrigens Pepi Ebner, der aktuell um eine Tourkarte auf der European Seniors Tour kämpft.

Auch mit Siegeschancen ins Finale gestartet, kann Christoph Pfau nur eine Parrunde (69 Schläge) ins Clubhaus bringen. Drei Schlaggewinne halten sich mit drei Bogeys die Waage. Am Ende dennoch der hervorragende geteilte dritte Rang für den Österreicher an der Seite von Marek Novy aus Tschechien. Im guten Mittelfeld Wolfgang Rieder: ein Eagle auf Loch sechs (Par 4) krönt den Finaltag des Salzburgers, der sich mit der 70 (+1) am letzten Spieltag auf dem geteilten 18. Rang einreiht. Leo Astl und Rene Gruber können sich nicht steigern und belegen bei +7 den geteilten 34. Rang.

zum Scoreboard

Sueno Dunes Classic
Sueno Dunes, Belek, Türkei
Titelverteidiger: Sebastian Buhl (GER)
Preisgeld: 30.000 Euro

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Kommentare

2 Kommentare zu “Pogatschnigg siegt in Belek”
  1. Andi sagt:

    Wieso ist den der Sieger eines Turniers, ein paar Wochen später schon nicht mehr Antrittsberechtigt? Seltsame Regeln auf der EPD-Tour.

    • Chris sagt:

      Servus Andreas!

      Hab´ eben im EPD-Büro angerufen und folgendes erfahren:
      Mit seinem Sieg in Belek ist Florian Pogatschnigg in der Kategorie „Turniersieger“ für alle Events 2012 startberechtigt. Allerdings musste er – nach 3 gespielten „Gratis“-Turnieren – erst Mitglied der EPD-Tour werden (ca. 250 EUR), um weiter in die Startlisten aufgenommen zu werden; deshalb die Verwirrung nach dem Sieg…
      Für die kommenden Turniere in Marokko ist er, nach einiger Verzögerung, in die Startlisten aufgenommen worden.

      Grüße,
      Chris

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