2012: Bubba Watson Superstar [0]

Longhitter Bubba Watson (USA) gewinnt den US Masters-Playoff-Krimi gegen Louis Oosthuizen (RSA) am zweiten Extra-Loch mit einem Zauberschlag. Die Belohnung: Sein erster Major Titel.

Es ist die Stunde des Leftys in Augusta. Doch nicht der als Favorit gesetzte Phil Mickelson (USA), der als Zweiter ins Finale gestartet ist, sondern der amerikanische Paradiesvogel Bubba Watson. In dieser Saison für die gute Sache mit einem pinken Driver unterwegs und einem pink-weißen Masters Outfit um Geld für Charity zu sammeln, gewinnt der Linkshänder sein erstes Major und das grüne Jackett.

So extravagant wie das Auftreten Watsons auch seine Performance am Platz. Der Longhitter begeistert die Massen nicht nur mit schier endlosen Drives, sondern auch mit Schlägen der Marke „Wahnsinn“. Bei -10 nach der regulären Spielzeit mit Louis Oosthuizen (RSA) geteilt, verzieht der Amerikaner seinen Drive am zweiten Extraloch in die Bäume und bringt seinen Ball mit einem wilden Wedge direkt an die Fahne. Zwei Putts genügen am Ende zum Sieg. Mit Tränen in den Augen fällt der neue Champion und frischgebackene Adoptivvater seinen Freunden und Kollegen nach dem Sieg in die Arme. Im Interview beschreibt Watson den entscheidenden Schlag kurz und bündig: „Ich habe zwischen den Bäumen eine Möglichkeit gesehen den Ball aufs Grün zu hooken und dachte mir Hooks kann ich richtig gut. Also habe ich das einfach getan“.

Dabei stand der Beginn des Tages ganz im Zeichen des Südafrikaners, der mit sich mit einem Albatross auf Loch zwei einen Platz in den Geschichtsbüchern sichert. 1935 gelingt Gene Sarazen auf Loch 15 zum ersten Mal dieser magische Schlag. 2012 ist es Oosthuizen der seinen Ball auf dem Par 5 mit einem 4er Eisen mit dem zweiten Schlag versenkt und damit die Führung erringt. Und der Südafrikaner behält bis zum Schluss die Nerven, muss sich mit einer zu kurzen Annäherung am zweiten Extraloch jedoch gegen seinen Kontrahenten geschlagen geben. Für Jubelschreie sorgen im Finale auch Bo Van Pelt (6er Eisen) und Adam Scott (7er Eisen), die sich auf dem 16. Loch in die Hole in One Liste eintragen können.

Lee Westwood (ENG) kämpft mit dem Putter

Es hat nicht sollen sein für die beiden Spitzenreiter nach dem dritten Spieltag des US Masters: Als Führender in das Finale gestartet, bekommt Peter Hanson (SWE) gleich auf den ersten beiden Spielbahnen mit einem Bogey die volle Breitseite des Nervenkitzels um einen Majorsieg ab. Zwar kann sich der Schwede fangen und produziert gegen Ende der Runde wertvolle Birdies, doch mit der 73er Runde (+1) soll Hanson nicht über den geteilten dritten Platz hinauskommen. Ein Top drei Finish verzeichnet auch Phil Mickelson (USA), der als haushoher Favorit in das Masters Finale geht.

Die Lefty Magie des Moving Day soll sich jedoch nicht bis in den letzten Spieltag ziehen und mit einem weiteren Triplebogey bringt der Amerikaner eine Parrunde (72 Schläge) ins Clubhaus. Bei gesamt -8 bedeutet das den geteilten dritten Platz.  Besonders enttäuschend die Masters Woche für Lee Westwood (ENG). Der dritte der Weltrangliste prangt in den Statistiken Driving und Greens in Regulation ganz oben am Klassement, doch ein eiskalter Putter verhindern den ersten Major Sieg des Engländers. 21 Putts mehr als Phil Mickelson und 19 Putts mehr als Peter Hanson nach drei Runden sprechen eine eindeutige Sprache. Eine Schwäche, die Westwood vor den kommenden Majors intensiv ausmerzen muss. Der Vierte im Bunde auf dem geteilten dritten Platz ist Matt Kuchar (USA). Der Amerikaner bringt es im Finale auf eine 69er Runde (-3) und kann sein Selbstvertrauen durch eine Topplatzierung beim US Masters weiter ausbauen.

Zu den Verlierern des Tages gehören Jason Dufner (USA, T24.) mit +3 für den Tag, Paul Lawrie (SCO, T24.) mit +4, Sang-Moon Bae (KOR, T37.) mit +5, Henrik Stenson (SWE, T40.) mit +9, Miguel Angel Jimenez (ESP, 56.) mit +9 und Y.E Yang (KOR, T57.) mit +9 für den Tag. Die Medaille als bester Amateur holt sich der Weltranglistenführende Patrick Cantlay (USA, T47.). Mit der Parrunde im Finale profitiert der Amerikaner von einer desaströsen 80er Runde (+8) seines Mitstreiters Hideki Matsuyama (JPN, T54.)

 

zu den Ergebnissen

Masters Tournament
Augusta National, Augusta, Georgia
Preisgeld: 8 Mio Dollar
Titelverteidiger: Charl Schwartzel (RSA)

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