Die Auferstehung des Tigers [0]

Tiger Woods (USA) beendet eine 30 monatige Durststrecke mit dem Sieg des Arnold Palmer Invitational und weckt Hoffnungen auf große Masters Momente in der kommenden Woche.

Millionen Golffans weltweit stellen sich in dieser Woche die entscheidende Sonntags Frage: Weiß Tiger noch wie man ein Turnier im Finale für sich entscheidet? Zwischenzeitlich blitzt in den letzten Wochen der „alte“ Tiger hervor, doch sind es fast 30 Monate seit dem letzten Sieg auf der PGA Tour, bei der BMW Championship im September 2009. Zweifler berufen sich in ihrem Glauben gegen einen Sieg auf den Outball auf dem 15. Loch, der im Vorgarten eines angrenzenden Hauses zum Liegen kommt. Der Grund in den letzten 24 Stunden viel diskutiert. Woods beruft sich auf einen Schrei während des Schwunges, angeblich ausgelöst durch den Kollaps eines jungen Mannes. So Recht wollen die Kommentatoren im Studio nicht daran glauben, sei auf den Aufnahmen doch nichts dergleichen zu hören. Doch der erwartete Einbruch bleibt aus und Woods lässt seine Kritiker verstummen. Zum siebten Mal entscheidet die ehemalige Nummer Eins der Welt das Arnold Palmer Invitational für sich und macht einen der vielleicht wichtigsten Schritte in seiner Karrier. Den Sprung zurück aus der Versenkung an die Spitze, der auch seinen Coach Sean Foley erleichtern dürfte. Grund zur Freude hat auch Caddy Joe LaCava, der heute einen doppelten Sieg feiern kann. Sein „alter Boss“ Fred Couples gewinnt auf der Champions Tour und sein „neuer Boss“ Tiger Woods erringt den ersten gemeinsamen Triumph. Spannung ist damit zumindest garantiert in der kommenden Woche beim Masters und auch die magische Zahl der 18 Major Titel von Jack Nicklaus scheint für Tigers Fans schlagartig wieder in Reichweite.

Mit einem Schlag Vorsprung auf US Open Champion Graeme McDowell (NIR) gestartet, lässt sich der Tiger nicht beirren. Einem frühen Bogey folgen vier Schlaggewinne. Schnell gerät der mit Doppelbogey gestartete Nordire unter Zugzwang. Mit einem Birdie und Eagle kämpft sich GMac zurück, bricht nach der Halbzeit jedoch ein. Mit einem komfortablen Vorsprung von vier Schlägen geht Woods in die letzten drei Löcher. Zwei simple Pars später und fünf Schläge vor der Konkurrenz, folgt ein in dieser Woche verdienter Spaziergang zurück auf die Siegerstrasse. Erleichtert und strahlend, High Five mit seinem neuen Caddy und Gratulationen, Woods genießt den Weg über die 18. Spielbahn und wird von seinen Fans zum Sieg getragen. Ein weiteres Easy Par reicht am Ende zur 70er Runde (-2) und dazu bei gesamt -13 Konkurrent Graeme McDowell (NIR -8) weit hinter sich zu lassen.

Palmer im Krankenhaus
Zum ersten Mal bei seinen sieben Siegen bei diesem Turnier gab es für Tiger Woods keinen Handshake von Arnold Palmer. Dieser musste am Sonntag mit Bluthochdruck ins Krankenhaus gebracht werden und verpaßte somit die Sieger-Zeremonie. Das Arnold Palmer Invitational ist das einzige Turnier auf der PGA-Tour, das nach einem lebenden Spieler benannt ist. Eines der Highlights für den Sieger ist die persönliche Gratulation durch Palmer auf dem 18. Grün.

 

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