Handi-Golf am Open-Kurs [0]

Das „No Handicap Charity ProAm“ im Diamond CC zeigte am vergangenen Samstag auf beeindruckende Art und Weise, wie Golf behinderte und nichtbehinderte Sportler vereint.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als der große Regen kam, sah es nicht gut aus für das Charity-Turnier, dementsprechend schlecht hat Alois Koidl geschlafen. Samstagmorgen um 7 Uhr stand die Veranstaltung vor der Absage, doch Petrus hatte ein Einsehen: die Regenmassen verschwanden, die Wolken rissen auf. Und als auch Headgreenkeeper Craig Parkinson sein Einverständnis gegeben hatte, konnten sich 28 Flights mit etwas Verspätung auf die Charity-Runde im Diamond CC in Atzenbrugg begeben. Keine Selbstverständlichkeit, schließlich finden hier in dieser Woche die Lyoness Open statt – entsprechend gut war die Laune bei den Teilnehmern des von Koidl für den Lions Club Wiener Hofburg organisierten Turniers.

Jeweils ein Pro, darunter Markus Brier, Uli Weinhandl und Clemens Prader, startete mit zwei Gastspielern und einem Spieler mit Behinderung – dabei ist es das schöne Paradoxon des Golfsports, dass das Handicap die Ergebnisse aller Spieler vergleichbar macht. Mit durchweg beeindruckenden sportlichen Leistungen zeigten sämtliche Teilnehmer, wie wenig letztlich die Behinderung die Aktiven voneinander trennt und wie sehr der sportliche Wettkampf sie miteinander vereint. Behindertensportler aus sechs verschiedenen europäischen Ländern und eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigerte Teilnehmerzahl – das No Handicap ProAm hat sich innerhalb von nur zwei Jahren zu einem engagierten Projekt entwickelt, das dem Behindertengolf nicht nur den Stellenwert einräumt, den es verdient, sondern mit dem Erlös gleichzeitig weitere Förderungen anstößt.

Die Einnahmen aus der Veranstaltung kommen heuer dem integrativen Schulzentrum Ungargasse in Wien und dem Behindertengolfverein Österreich zu. Dessen Präsident Georg Kronberger zeigte sich beim abschließenden Dinner und der Siegerehrung im Clubhaus dementsprechend glücklich, wies aber zugleich daraufhin, dass das ProAm nur ein Schritt auf dem Weg in die golferische Normalität gewesen sei: „Unser Ziel ist es, dass es in Zukunft gar kein spezielles Integrationsturnier mehr geben muss.“

Ein ausführlicher Bericht folgt in der Ausgabe 6/2012, Erscheinungstermin 14. September

 

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