Freitag 25. November 2011, 11:50 Uhr

Wiesberger am Stockerl [0]

Beinahe wäre die Sensation perfekt gewesen: Bernd Wiesberger (-13) landet am Ende mit nur einem Schlag Rückstand auf Platz zwei bei den Südafrika Open. Markus Brier erreicht als geteilter 13. wieder die Qualifikationsränge für 2012.

Sportsmann Bernd Wiesberger applaudiert für den Sieger, Hennie Otto (RSA).

Für rot-weiss-roten Nervenkitzel der Extraklasse sorgt Bernd Wiesberger. Vom achten Rang ins Finale gestartet, spielt sich der Burgenländer mit fehlerfreien Front Nine und drei Birdies immer näher an die Spitze heran. Ein weiteres Birdie auf Loch elf (Par 5, 551 Meter) und Loch 15 (Par 3, 157 Meter), machen auch das einzige Bogey des Tages vergessen und bringen Wiesberger bis auf einen Schlag an den Führenden Hennie Otto (RSA) heran. Auf dem 574 Meter langen Par 5, dem 16. Loch, dann der Par-Save trotz Wasserball für die heimische Nummer Eins. Otto kassiert das Bogey und findet sich schlaggleich mit dem Österreicher.
Das Birdie des Südafrikaners auf Loch 17 (Par 4, 343 Meter) bedeuten das Zünglein an der Waage: mit einem Schlag Vorsprung feiert Otto einen Heimsieg im Serengeti Golf Club. Bernd Wiesberger kann sich über eine weitere Top Platzierung und 115.000 Euro Preisgeld freuen. Damit verbessert sich der Burgenländer auf den 65. Platz der Order of Merit und fügt einer tollen Jahres-Leistung ein weiteres Top-Ten-Ergebnis hinzu. Nur auf der Warteliste für die UBS Hong Kong Open, fehlen Wiesberger am Ende nur rund 50.000 Euro auf einen Finalplatz im Race to Dubai.

Markus Brier hat sein Bestes für die Tourkarte gegeben: nun heisst es hoffen, dass es reicht!

Brier sichert vorerst die Tourkarte

Ein Turnier ist vor der großen Endabrechnung um der Vergabe der Tourkarte noch zu spielen. Doch an den UBS Hong Kong Open darf Brier aufgrund seiner schwachen Mitgliedskategorie nicht teilnehmen. Wohl aber einige seiner direkten Konkurrenten. Brier liegt derzeit auf dem letzten Rang der Qualifikationsränge – die Chancen stehen aber nicht schlecht: die Cut-Position wird sich noch um 2 bis 3 Positionen nach hinten verschieben werden, weil nicht alle Spieler davor bei der mindestens notwendigen Anzahl an Turnieren teilgenommen haben.
Nach dem harten Kampf in der Finalrunde – Brier hadert mit den langen Approaches und lässt sich viele lange Putts – sieht er die Situation gewohnt distanziert: „Diese Woche können wir es ungefähr einschätzen, aber wirklich sicher ist es erst nach dem Turnier in Hong Kong. Jetzt geht die große Rechnerei los und ich hoffe natürlich, dass es reicht – wir werden sehen!“

Briers Ergebnis am Sonntag setzt sich – neben 13 Pars – aus drei Bogeys und zwei Birdies zusammen.„Es war ein zäher Kampf. Ich bin heute nicht so nah zur Fahne gekommen und habe viele lange Putts gehabt. Das führt dann zu den Dreiputts“, analysiert Brier. Bei sonnigem Wetter und hervorragenden Verhältnissen passiert ein erster Schlagverlust auf Loch 3 – dem ersten Par 5 (Par 5, 619 m), wo er drei Versuche am Kurzgemähten benötigt. Es folgen Bogeys auf den Löchern 10 und 13, denen Birdies auf den Löchern 11 und 17 gegenüberstehen. Mit 9 getroffenen Fairways ist die Performance vom Tee eher schwächer als in den Runden zuvor, bei insgesamt 32 Putts lässt er am Grün die meisten Schläge liegen – beide Aspekte seines Spieles haben im Turnierverlauf schon hervorragend funktioniert.

 

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South African Open Championship
Serengeti Golf Club, Ekurhuleni, Südafrika
Preisgeld: 1 Mio. Euro
Titelverteidiger: Ernie Els (RSA)

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