Samstag 1. September 2012, 20:00 Uhr

Wiesberger in den Top-Ten [0]

Mit sieben Birdies und 66 (-5) in der Finalrunde des Omega European Masters erreicht Bernd Wiesberger in den schweizer Bergen noch Rang 6. Markus Brier stürzt mit Triple- und Quattrobogey (80, +9) bis auf Rang 76 ab.

 

Mit der überzeugenden Finalrunde zeigt Bernd Wiesberger einmal mehr, dass er derzeit zu den besten Spielern auf der European Tour zählt.

Felsenfest, wie die umgebenden Bergspitzen, präsentiert sich Bernd Wiesberger in der Finalrunde des schweizer Traditionsturnieres und erreicht ein weiteres Top-Ergebnis. Mit fünf Birdies alleine auf den Frontnine kommt der 26-jährige Oberwarter am Sonntag in Crans auf 66 (-5) und damit auf seine beste Runde im Turnier.
Nach dem überzeugenden Start rangiert Wiesberger lange Zeit sogar auf Rang 2. Doch auch der Führende Richie Ramsay (SCO) spielt einige Flights dahinter starke Frontnine, was schließlich zu seinem unangefochtenen Sieg führt – bei 16 unter Par fünf Schläge vor Wiesberger.

Tiefe Temperaturen in den Schweizer Bergen: die ersten drei Runden des Omega European Masters haben die Pros auf den Winter eingestimmt.

Das rasante Tempo auf den Frontnine (32, -4) kann Bernd Wiesberger in der zweiten Rundenhälft nicht halten. Insgesamt mischen sich zwei Bogeys in die Tagesbilanz. Nur zwei Schlaggewinnen auf den relativ einfachen Backnine reichen nicht, um am Ende dem Spitzenreiter gefährlich zu werden.
Immerhin: nach dem eher zaghaften Start in das Turnier und zahlreichen Bogeys in den letzten Runden, kann er mit dem weiteren Top-Ten Ergebnis durchaus zufrieden sein. Insgesamt drei Eagles haben Rang 6 möglich gemacht. Das Tourfinale der besten 60 Spieler in Dubai ruft.

 

 

Brier stürzt ab

Markus Brier und sein Caddy Ian können die starke Auftaktrunde (67, -4!) nicht für ein so wichtiges Top-Ergebnis nutzen.

Von Loch 10 gestartet, kommt Markus Brier von Anfang an nicht ins Spiel. Mit einem Abschlag ins Rough auf Loch 12 (Par 4) und schwachen Putts auf Loch 13 (Par 3) landen die ersten beiden Bogeys auf der Scorekarte. Auf Loch 14 folgt ein Drive ins Out und aus dem Grünbunker überschlägt er das Ziel, was zu einem Triplebogey führt. „Ich habe am Anfang überhaupt keinen Rhythmus gefunden und es ist gleich einiges zusammengekommen“, so Brier, der sich danach aber schnell wieder fängt und auf Loch 17 und auf Loch 1 Birdies scort.

Im Finish folgt dann der Paukenschlag zum negativen Abschluss: nach einem weiteren Bogey auf der 8 (Par 3) wandern auf seinem letzten Loch im Turnier (Nr. 9, Par 5) 9 Zähler ins Score. Nach zwei Schlägen in den Wald bekommt er wegen eines Fehlers beim Droppen noch zwei Strafschläge zusätzlich aufgebrummt. Beim Droppen rollt der Ball aus der Dropzone Richtung Fahne und Brier hebt ihn auf um den Drop zu wiederholen. Der Ball hätte jedoch gespielt werden müssen. „Wäre ich in den Top-Ten gewesen, wäre es eine riesige Katastrophe gewesen, aber so hat es auch nicht mehr viel ausgemacht“, kommentiert Brier gefasst. „Wenn man mich in den nächsten Tagen nicht zu oft auf die letzten Runden anspricht, ist so etwas schnell wieder vergessen“, erklärt Markus Brier mit Blick auf die kommenden KLM Open.

Richie Ramsay (SCO) der als Führender in die Finalrunde geht, zeigt sich am Sonntag nervenstark. Mit 66 (-5) und fünf Birdies auf den Frontnine zweigt er der Konkurrenz die Kalte Schulter. Nach einem Eagle auf den Backnine darf er sich sogar zwei späte Bogeys leisten, um mit deutlichen Vorsprung von vier Schlägen den Titel einzufahren.

 

zum Scoreboard

 

Omega European Masters
30. August bis 2. September, 2012
Crans-sur-Sierre, Schweiz
Preisgeld: 2,1 Mio. Euro
Titelverteidiger: Thomas Björn (DEN)

 

 

 

 

 

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