Mittwoch 26. Januar 2011, 10:49 Uhr

Wiegele: Platz 24 in Bahrain [0]

64 (-8)! Martin Wiegele spielt sich in der Finalrunde der Volvo Golf Champions in Trance, scort 8 Birdies, streut einen Eagle ein und verbessert sich auf Rang 24. Brier mit 71 (-1) rehabilitiert.

Das gibts nicht alle Tage! Nachdem in den Vorrunden bei Martin Wiegele der Putter noch für ernsthaftes Kopfzerbrechen sorgt, läßt der Grazer am Sonntag eine Traumrunde vom Stapel. Dazu verteilt Wiegele ebenmäßig jeweils vier Birdies auf Front- und Backnine und bügelt mit einem Eagle auf Loch 9 (Par 5, 494 m) die zwei Bogeys aus. „Heute hat der Putter endlich funktioniert! Ich hab die 2. und 3. Runde ähnlich gut gespielt und mich gestern beim Training an Seltenheim zurück erinnert, wo vorher das Putten auch eine Katastrophe war“, so Wiegele. Er spielte auf der Challenge Tour schon 62er und 63er Runden, auf der European Tour hat er aber nur 2008 in Fontana so tief gescort (Führender nach der ersten Runde).

Zwar startet die außergewöhnliche Golfrunde mit einem Bogey auf Loch 1 (Par 4, 388 m), doch die nächsten vier Löcher – die zu den schwierigsten am Platz gehören – spielt er vier Birdies. Nach dem Eagle mit Chip-in am Par 5 läuft es auf den Backnine nicht viel schlechter. Vier weitere Birdies und insgesamt nur 23 Putts führen zur sensationellen 64 (-8). „Es war traumhaft zu spielen, obwohl ich noch zwei sehr kurze Chancen verpasst hab und auch noch zwei böse Lipouts aus längerer Distanz gehabt habe. Der Bonus waren heute drei lange Putts, die ich gelocht habe“, schildert Wiegele, der sich im Flight mit Platzdesigner Colin Montgomerie (SCO) von seiner besten Seite zeigt.

Mit einem späten Bogey auf Loch 17 (Par 4, 392 m) und ungenutzten Chancen auf den Par 5 der Backnine lässt er sich einen Eintrag in die Rekordbücher der European Tour entgehen. Die Verbesserung um sagenhafte 32 Positionen auf Rang 24 bringt jedoch – nach den leidigen Scores der Vorrunden – doch noch 17.085 € Preisgeld von den Volvo Golf Champions. Wiegele: „Ich werd schaun, dass das Spiel für die nächsten Wochen so bleibt!“

Brier mit fünf Birdies

Mit fünf Birdies uns als einziger Spieler im ersten Flight beendet Markus Brier am Sonntag die Volvo Golf Champions mit 71 (-1). Eine Verbesserung am Leaderboard (T67, +3) geht sich nicht mehr aus, doch machen die fünf Birdies vom Sonntag wieder Mut für nächste Woche.

„Heute wars deutlich besser. Ich habe einige Male wirklich gut hingeschossen, und nur mehr kurze Putts gehabt – aber auch die muss man machen! Es war nicht einfach zu spielen, und so kann ich mit den Bogeys leben“, resümiert Brier den einsamen Finaltag bei den Volvo Golf Champions.
Bei einer ungeraden Anzahl an Spielern in den Finalrunden, liegt es am Letztplatzierten die Runde vorne weg alleine zu absolvieren. Brier startet früh am Morgen und ist schon nach 2,5 Stunden mit dem zufriedenstellenden Tageswerk fertig.

Die Bogeys passieren mit Dreiputt auf Loch 4 (Par 5, 528 m), Schuss übers Grün auf die lange Fahne auf Loch 11 (Par 4, 323 m), Drive ins Rough auf Loch 15 (Par 4, 433 m) und bei hantigem Gegenwind auf Loch (Par 3, 192 m). „In der Früh wars noch fein zu spielen, dann ist ganz schöner Wind aufgekommen“, schildert Brier die fordernden Verhältnisse.
Die Birdies auf den Löchern 3 (Par 5, 528 m), 9 (Par 5, 494 m), 10 (Par 4, 292 m), 12 (Par 3, 133 m) gelingen mit tollen Approaches und Putts aus jeweils unter 1,5 Meter. Die starke Phase um den Turn – vier Birdies auf fünf Löchern – beendet er mit einem Schlaggewinn auf Loch 14 (Par 5, 537 m). Von fünf Birdies gelingen drei auf den durchaus fordernden Par-5. „Ich freue mich über die Einladung nach Quatar, und es spricht nichts dagegen, dass ich nächste Woche besser finalisiere“, so Brier, der 2.547 € für sein Preisgeldkonto gutschreiben kann.

Casey setzt sich durch

Im spannenden Finale der erstausgebe der Volvo Golf Champions hat Paul Casey (ENG) das Glück auf seiner seite. Er hält Peter Hanson (SWE) und Migel Angel Jiménez (ESP) in Schach und darf sich als erster Sieger auf der neuen Trophäe eintragen. Ab nächster Saison werden nur mehr die Tourchampions zur Teilnahme qualifiziert sein. Auch wird gemunkelt, das das Turnier an einem Zeitpunkt früher im Jänner ausgetragen wird. Dazu müssten die Veranstaltungen in Südafrika durch einen früheren Ausflug nach Arabien unterbrochen werden…

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Volvo Golf Champions
The Royal GC, Bahrain
27. bis 30. Jänner
Preisgeld: 1,7 Mio $

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