Mittwoch 16. Juni 2010, 07:44 Uhr

US OPEN 2010 [0]

G-Macs Sternstude 

Während der Rest des Spitzenfeldes umfällt wie die Fliegen behält Graeme McDowell (NIR, Level Par) die Nerven und holt sich seinen ersten Major Titel hauchdünn vor Gregory Havret (FRA, +1).

Fotos: golfsupport.nl

20 Feet und ein Zweiputt trennen Graeme McDowell am Ende eines ereignisreichen vierten Spieltages in Pebble Beach vom ersten Majortitel und Sieg bei den US Open Championship. Auch der sichere Gang und die ausführliche Pre Shot Routine lassen die überschäumenden Nerven erkennen, die der Nordire in diesem Moment zu zügeln versucht. Mit dem finalen Tap-In zum Sieg beendet McDowell eine 40jährige Durststrecke der Europäer bei diesem Event, seit Tony Jacklin 1970 den Titel nach England holte.

Eine positive Bilanz kann der Franzose Gregory Havret (+1) ziehen, der bei seinem ersten Antritt gleich Platz zwei für sich beanspruchen kann und McDowell am letzten Loch ein Par zum Sieg abverlangt. Denn auch der frischgebackene Major Sieger hatte nicht nur auf dem 18. Grün mit dem anspruchsvollen Kurs, seinem Spiel und vor allem seinen Nerven zu kämpfen. Wie der Rest der Spitzengruppe geht es auch für McDowell im Finale mit vier Bogeys und nur einem Schlaggewinn im Rückwärtsgang durch den Tag. Anders jedoch als Phil Mickelson (+3, T4.), Tiger Woods (+3, T4.), Matt Kutchar (+4, T6.), Davis Love III (+4, T6.) und die beiden Deutschen Martin Kaymer (+5, T8.) und Alex Cejka (+5, T8.) kann der sich der Ire in Fehlervermeidung üben, während der Rest des Feldes beim Versuch Schläge aufzuholen scheitert.

Und Nerven zeigten sie alle am Finaltag der 110. US Open Championships. Nicht nur Ernie Els (+2, T3.) hatte mitunter vor laufende n Kameras mit der adäquaten Sprachwahl zu kämpfen, auch Lee Westwood (+8, T16.) quittierte das schrille „In the hole“ eines Fans am siebten Loch mit einem gereizten „trust me its not“.

Zur traurigen Figur des Tages wird der Führende am ersten Tee Dustin Johnson (USA). Blanke Nerven und ein Fehlschlag nach dem Nächsten kosten den Amerikaner bereits am zweiten Loch mit dem Triplebogey seinen Vorsprung auf McDowell und öffnet die Türen für die Verfolger. In dieser Tonart geht es weiter: Doppelbogey auf Loch 3, Bogey auf der 4. und 7. Spielbahn bedeuten +7 nach nur sieben gespielten Löchern. Vier weitere Bogeys später erlöst ein Parputt Johnson auf Loch 18 von einer mit 82 Schlägen (+11) wahren Horrorunde im Finale.

 

 

Zu den Scores

US Open Championships
14. – 20. Juni
Pebble Beach Golf Links
Preisgeld: 7,5 Mio. Dollar
Titelverteidiger: Lukas Glover (USA)


Im Auge des Tigers 

Die 66er Runde (-5) katapultiert Tiger Woods am Moving Day um 22 Plätze nach vorne auf den geteilten dritten Platz und erschwert Dustin Johnson (USA, -6), der ebenfalls 66 scort, seine Führungsrolle.

Fotos: golfsupport.nl


Nach einem verhaltenen Auftakt mit zwei Bogeys auf den ersten drei Spielbahnen knüpft Tiger Woods (USA) nach langer Zeit erneut an seine Zauberkünste längst vergessen geglaubter Tage an. Mit drei Birdies in Folge ab dem vierten Loch, kommt die Weltranglisten Nummer Eins trotz eines Bogeys auf der Acht schon vor der Halbzeit in die Gänge. Fünf Birdies auf den Back Nine, samt Birdies Hattrick auf den letzten drei Bahnen sorgen für einen raketenhaften Aufstieg am Leaderboard. Die 66 (-5) bedeutet einen Sprung um 22 Plätze am Leaderboard nach vorne auf den geteilten dritten Rang und geben Fans weltweit die Hoffnung, dass dem Tiger bei den diesjährigen US Open die Rückkehr auf die Siegerstrasse gelingt.

Kopf an Kopf Rennen an der Spitze zwischen dem Vorrundenführenden Graeme McDowell (IRL) und dem Amerikaner Dustin Johnson. Während der Ire seine Führungsposition lange Zeit behaupten kann, bringt GMac auf den letzten Löchern des Moving Days mit zwei Bogeys ein und geht mit zwei Schlägen Rückstand auf Dustin Johnson in die Finalrunde. Der Amerikaner glänzte am dritten Spieltag in Pebble Beach unter anderem durch einen Eagle auf Loch 4 (Par 4, 331 Meter) und ein beinahe Hole in One auf dem kürzesten und dennoch schwierigsten Par 3 der siebten Bahn mit nur 109 Metern. Nach der 66 (-5) und bei gesamt -6 hält Johnson einen Vorsprung von drei Schlägen auf seine Verfolger, doch spürt er bereits den Atem von Ernie Els (RSA, Par, T4.), Alex Cejka (GER, +3, T7.), Ryo Ishikawa (JPN, +3, T7.) und Martin Kaymer (GER, +4, T10.) im Nacken.

Zu den Aufsteigern des Moving Day gehören in erster Linie die Amerikaner wie Davis Love III (+4, T10. 49 Plätze gutgemacht), John Mallinger, Altmeister Tom Watson (+6, T16., 43 Plätze nach oben), Robert Gates, Stewart Cink (+7, T23., 36 Ränge nach oben), Amateur Russel Henley und der Italiener Eduardo Molinari (+6, T16., 21 Plätze gutgemacht. Absturz hingegen beim spanischen Austrian Open Champion Rafael Cabrera Bello mit der 81 (+13, T70., 54 Plätze nach unten), dem Amerikaner Jason Preeo (+14, T73., 47 Ränge bergab) und seinem Landsmann Jason Dufner (+11, T61., 45 Plätze abgelegt).

 

 

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US Open Championships
14. – 20. Juni
Pebble Beach Golf Links
Preisgeld: 7,5 Mio. Dollar
Titelverteidiger: Lukas Glover (USA)


Lefty Power 

Mit der 66 (-5) katapultiert sich Phil Mickelson (USA) am zweiten Spieltag in Pebble Beach auf den geteilten zweiten Rang und liegt nur einen Zähler hinter dem neuen Führenden Greame McDowell (IRL, -3).

Fotos: golfsupport.nl

Strategie und Fehlervermeidung sind gefragt, um vom 7.040 Yards langen Küstenparcour in Pebble Beach nicht abgeworfen zu werden. In beiden Fälle glänzte Phil Mickelson (USA) in der zweiten Runde der US Open Championships und schafft den Sprung von +4 auf -1 samt dem geteilten zweiten Rang. Lefty Phil ist damit einer von fünf Spielern die sich vor dem Wochenende in den roten Zahlen halten können.

Gleich fünfmal locht der Weltranglisten Zweite alleine auf den Front Nine zum Birdie und lässt den Links Course von Pebble Beach nahezu leicht erscheinen. Birdiechance um Birdiechance bewegt sich der Amerikaner über den Platz und zeigt auch in schwierigen Situationen – mit Recovery Shots und wichtigen Ups and Downs – ganz großes Kino. Fehlerfreie Back Nine mit einem Schlaggewinn bedeuten am Ende des Arbeitstages die 66 (-5) und den Sprung an die zweite Stelle am Leaderboard. Diese teilt er sich mit Ernie Els (RSA), Dustin Johnson (USA) und Ryo Ishikawa (JPN). 

 

Einzig Graeme McDowell (IRL) schaut von der Spitzenposition auf ihn und den Rest des starken Teilnehmerfeldes hinunter. Der Ire lässt der 71er Auftaktrunde eine 68 (-3) folgen und ergreift die Führung am zweiten Spieltag. Damit sorgt G-Mac, wie er unter Kollegen und Fans genannt wird, auch dafür dass mehr als 80 Spieler den Sprung ins Wochenende schaffen. Denn die Ten Shot Rule besagt, dass die besten 60 Spieler bzw. alle innerhalb von 10 Schlägen vom Führenden die Cutmarke überspringen.

 

 

Glück im Unglück damit auch für die beiden Pechvögel des Tages, Ian Poulter (ENG, +1, T10.) und Zach Johnson (USA, +7, T60.), die beide dem äußerst herausfordernden Grün der 14. Bahn (Par 5, 580 Meter) zum Opfer fallen. Während Poulter seinen ersten Chip zu kurz lässt und dem zweiten Chip von der selben Stelle eine weitere Chip-Zweitputt Kombination folgen lässt, muss Johnson gleich dreimal von einer Seite des Grüns zur anderen wandern und eine bittere 9 auf seiner Scorekarte notieren. 

Chancen auf einen Sieg und ein großes Stück vom 7,5 Mio Preisgeldkuchen wahren unter anderem: Alex Cejka (GER, Par, T6.), Lee Westwood (ENG), Rafael Cabrero-Bello (ESP), Martin Kaymer (GER, +3, T16.), Luke Donald (ENG), Padraig Harrington (IRL) und Tiger Woods (USA, +4, T26). 

Nicht mehr im Rennen um einen Major Titel sind hingegen Größen wie Miguel Angel Jimenez (ESP), Trevor Immelmann und Adam Scott (AUS, +8, T82.), Rory McIlroy (IRL, +10, T110.) und Aaron Baddeley (AUS, +15, T141).

 

 

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14. – 20. Juni
Pebble Beach Golf Links
Preisgeld: 7,5 Mio. Dollar
Titelverteidiger: Lukas Glover (USA)


Es ist angerichtet 

Während die großen Favoriten am ersten Spieltag der US Open in Pebble Beach enttäuschen, sorgen Underdogs wie Shaun Micheel (USA, -2, T1.) und Austrian Open Sieger Rafael Cabrera-Bello (ESP, -1, T3.) für Aufsehen.

Perfekte Verhältnisse erwarten die Start der US PGA Tour am ersten Spieltag der 110. US Open Championships in Pebble Beach, Kalifornien. Während strahlender Sonnenschein normalerweise starken Wind auf dem einmaligen Küstenkurs mit sich bringt, zeigt sich das Wetter heute von seiner besten Seite. Umso überraschender, dass sich dennoch nur zehn Spieler in den roten Zahlen halten können.

Allen voran Shaun Micheel (USA), Paul Casey (ENG) und Brendon de Jonge aus Zimbabwe, die bei -2 die Speerspitze des starken Teilnehmerfeldes bilden. Für die Überraschung des Tages sorgt jedoch der junge Spanier Rafael Cabrero-Bello – seines Zeichens amtierender Austrian Open Champion – der bei seiner ersten US Open Teilnahme nach dem Auftakt bei -1 den vierten Platz mit Größen wie K.J Choi (KOR), Ian Poulter (ENG) und Mike Weir (CAN) teilt. Scoretechnisch rot sehen am ersten Spieltag auch Alex Cejka, Ryo Ishikawa (JPN) und der Amateur Swafford Hudson (USA).

Intensiv vorbereitet und mit einem guten Gefühl startet Tiger Woods (USA) nach eigenen Angaben in seine US Open. Doch drängt sich beim Blick auf die Scorekarte der Verdacht auf, dass die lange Abwesenheit und fehlende Tourpraxis auch einen Tiger nicht davor schützt einzurosten. Kein einziges Birdie und drei Bogeys schlagen am Ende des ersten Arbeitstages in Kalifornien mit einer 74 (+3) zu Buche. Vom geteilten 49. Rang startet Woods ab morgen seine Aufholjagd um Majortitel Nummer 15. 

Richtig bunt treibt es auch der Engländer Lee Westwood, der mit seinem Sieg der St. Jude Classic in der letzten Woche eine gute Form zu den US Open mitbringt. Alles andere als solide jedoch der Turnierauftakt des Briten mit einem Doppel- und zwei Bogeys bis zum vierten Loch. Drei weitere Schlagverluste finden sich auf der Westwoods Scorekarte, denen vier Birdies gegenüberstehen und sich zur 74 (+3) zusammen addieren. 

Scrambling das Wort des Tages für den Favoriten der Buchmacher Phil Mickelson (USA). Birdiefrei geht es für die amtierende Nummer zwei der Weltrangliste durch den ersten Spieltag in Pebble Beach, dafür schlagen jedoch vier Bogeys – darunter drei in Folge auf den Schlusslöchern der 16, 17 und 18 – zu Buche. Mit einer 75er Runde (+4) trennen Mickelson momentan sechs Schläge und 69 Plätze von der angestrebten Spitzenposition.

 

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US Open Championships
14. – 20. Juni
Pebble Beach Golf Links
Preisgeld: 7,5 Mio. Dollar
Titelverteidiger: Lukas Glover (USA)


Star Wars

Die Bühne ist bereitet für die 110. US Open im atemberaubenden Pebble Beach und den Zweikampf Phil Mickelson vs. Tiger Woods im Rennen um den Titel der Weltranglisten Nummer Eins.

Wenn die USGA Fahnen erhaben im Wind wehen und die weltbesten Spieler in Scharen anreisen, ist es wieder Zeit für die US Open Championships.

Als Arena des golferischen Gladiatorenkampfes dient heuer kein geringerer Platz als Pebble Beach, von dem Jack Nicklaus einst meinte „könnte ich nur mehr eine Runde in meinem Leben spielen, ich würde Pebble Beach dafür auswählen“. 7.040 Yards auf dem aus der Feder von Jack Neville und Douglas S. Grant stammenden Links Course gilt es für die Tour Start zu absolvieren.

Die Bühne ist also bereitet für das Kräftemessen, doch die Augen der Zuseher werden in dieser Woche auf Phil Mickelson gerichtet sein, der nicht nur als Favorit der Buchmacher in den Bewerb startet, sondern auch die einmalige Gelegenheit hat Tiger Woods als Nummer Eins der Welt zu entthronen. Ein traumhaftes Geschenk dass sich der Lefty zu seinem 40. Geburtstag am 16. Juni machen könnte. Im Schatten des medial groß aufbereiteten Zweikampfes wartet mit Lee Westwood (ENG) jedoch bereits ein Major-Anwärter, der seine Topform mit dem Sieg der St. Jude Classic in der letzten Woche einmal mehr unter Beweis stellte.

Neben den Altmeistern und üblichen Verdächtigen – wie Watson (USA), Els (RSA), Furyk (USA), Villegas (COL), Casey (ENG), Stricker (USA), Scott (AUS), Poulter (ENG), Garcia (ESP) und Landsmann Jimenez -werden in diesem Jahr die Youngsters versuchen beim mit 7,5 Mio. Dollar dotierten Major den Ton anzugeben. Neben Rory McIlroy (IRL) und Ryo Ishikawa (JPN) geht mit Rafael Cabrera-Bello (ESP) auch der amtierende Austrian Open Champion ins Rennen um Ruhm und Ehre.

 

US Open Championships
14. – 20. Juni
Pebble Beach Golf Links
Preisgeld: 7,5 Mio. Dollar
Titelverteidiger: Lukas Glover (USA)
 

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