Donnerstag 12. Juli 2012, 22:03 Uhr

Kein Preisgeld in Schottland [0]

Zwei Wochen vor dem Heimspiel in Atzenbrugg (Lyoness Open von 25. bis 28. Juli) verabschieden sich Bernd Wiesberger und Markus Brier frühzeitig von den Scottish Open. Im Finale siegt Jeev Milkha Singh (IND) gegen den Langzeitleader-Molinari im Stechen.

 

 

Die Form der Österreicher vor dem European Tour Gastspiel in Österreich ist alles andere als vielversprechend. So müssen Bernd Wiesberger und Markus Brier am Castle Stuart Golf Links ein weiteres Mal frühzeitig die Koffer packen. Bei den British Open, nächste Woche in Royal Lytham & St. Anne’s ist Europameister Manuel Trappel der einzige rot-weiß-rote Vertreter.

Bernd Wiesberger: mit nur einem Birdie am Freitag und 73 (+1) zu zahnlos für die Preisgeldränge

Wiesberger trifft die Bahnen nicht
Knapp innerhalb der Preisgeldränge startet Bernd Wiesberger von Tee 10 in den zweiten Durchgang. Während die Konkurrenz Birdies um Birdies scort, bringt sich Wiesberger mit zwei frühen Bogeys unter Druck. Mit nur einem Schlaggewinn nach dem Turn bleibt der Champion der Ballentines Championship in Korea enttäuschend zahnlos. Die 73 (+1) bedeutet einen Rückfall bis auf Rang 90, zwei Schläge außerhalb der Preisgelränge. Nur fünf getroffene Fairways deuten bei den Autobahnen an der schottischen Nordküste auf eine Krise vom Tee hin.

Brier locht die Birdies nicht
Besser sieht es lange Zeit für Markus Brier aus. Von weiter hinten gestartet, lanciert er mit drei frühen Birdies eine hübsche Aufholjagd. Doch auch Brier kann mit den deutliche tieferen Scores als in der Auftaktrunde nicht mithalten. Statt im Finish noch einmal durchzustarten, vermasseln zwei späte Bogeys seine Wochenend-Qualifikation. Es ist Briers sechster verpasster Cut in Serie.
Brier: „Bis kurz vor Schluss hat es so ausgesehen, als würde es sich mit 3 unter Par ausgehen. Nach dem Dreiputt-Bogey auf Loch 8 war das Ausscheiden aber fix.“ Wie in der Auftaktrunde ist er mit 12 Grüns in Regulation gar nicht schlecht unterwegs. Mit insgesamt vier Birdies ist aber die Chancenauswertung am Grün nicht effizient genug. Zwei Bogeys passieren mit Fehlern vom Tee. „Wenn so tief gescort wird sind 70 oder 80 Prozent Leistung einfach nicht genug. Ich habe nicht nahe genug hingeschossen. Viele Chancen waren nicht zwingend genug“, analysiert Brier.

 

Am Finaltag kann sich der Inder Jeev Milkha Singh mit 67 (-5) bis zum Führenden Edoardo Molinari hinarbeiten. Molinari und einige weitere Kontrahenten wie Alexander Noren (NOR) oder Marc Warren (SCO) haben mehr als 9 Löcher Zeit, zumindest einen Schlag gut zu machen. Die Konkurrenz bleibt aber im Finish zahnlos und verspielt sogar noch ihre Führung. Im Stechen reicht Singh ein Birdie am ersten Extraloch zum Sieg, mit dem er das wirklich allerletzte Ticket zu den Open, nächste Woche in Lytham, löst.

 

zum Scoreboard

 

Aberdeen Asset Management Scottish Open
12. Juli bis 15. Juli, 2012
Castle Stuart Golf Links
Preisgeld: 2,5 Mio. Pfund
Titelverteidiger: Luke Donald (ENG)

 

 

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