Donnerstag 18. April 2013, 20:57 Uhr

Playoff über 9 Löcher [0]

Rekord auf der European Tour: Raphael Jacquelin (FRA) siegt bei den Open de Espana erst nach zweistündigem Stechen. Brier und Wiegele waren am Wochenende nicht dabei

 

In der über 20-jährigen Geschichte der European Tour hat es so etwas erst einmal gegeben: Bei den Dutch Open 1989 ging das Playoff um den Sieg ebenfalls über 9 Extralöcher. Mit dem zweistündigen Finalkrimi in Valencia ist dieser Rekord nun egalisiert. Bei starkem Wind während des gesamten Wochenendes reicht fünf unter Par, um sich für das Stechen zu qualifizieren.

Schwer verdienter Sieg: Raphael Jacquelin mit der traditionsreichen Trophäe der Open de Espana.

Schwer verdienter Sieg: Raphael Jacquelin mit der traditionsreichen Trophäe der Open de Espana.

Insgesamt zehn Mal absolviert Raphael Jacquelin (FRA) das 18. Loch des Parador de El Saler. Schließlich spielt er den Ball mit dem Approach tot an die Fahne und locht zum zweiten Birdie auf der 18, um sich gegen seinen blutjungen Kontrahenten, Maximilian Kieffer (GER) durchzusetzen.
Kieffer ist erst heuer in die European Tour aufgestiegen und absolviert in Spanien sein zehntes Turnier auf der Tour. Zuvor war über zwei Löcher auch Felipe Aguilar beim Playoff dabei. Marc Warren, der Führende vor der Finalrunde, konnte bei der Entscheidung nicht mehr eingreiffen.

 

Rückblick: 2. Runde am Freitag

2. Runde: Brier und Wiegele ausgeschieden

Die beiden Österreicher bei den Open de Espana können sich im zweiten Durchgang zwar steigern. Dennoch bleiben die Preisgeldränge für Markus Brier (T94) und Martin Wiegele (T136) außerhalb der Reichweite.

 

Brier steigert sich
Brier2013TrainingAuch in der zweiten Runde am Parador de El Saler kämpft Markus Brier mit der Performance auf den Grüns. Dabei tun sich am Freitag erste Lichtblicke auf: Mit Parsaves auf den Löchern 4 und 6 bleibt er bis zur 12 bogeyfrei und hält damit alle Möglichkeiten offen.

Das Finish verläuft mit drei Bogeys und zwei Birdies aber nicht nach Plan. Brier: „Mein Spiel war diese Woche zweigeteilt: „Ich habe mir vorgenommen frei zu schwingen und das hat sehr gut funktioniert. Es waren einige richtig gute Schläge dabei. Leider habe ich zu wenige Birdieputts gemacht. Besonders unnötig waren heute ein paar zu kurz gelassene Birdieputts.“

Wiegele deutlich stärker
WiegelePutterEbenfalls mit einem Aufwärtstrend beende Martin Wiegele das Turnier. Nach der komplett verpatzeten Auftaktrunde (80, +8) legt er am Freitag eine Parrunde nach. Wiegele verteilt zwei Birdies und zwei Bogeys gleichmäßig auf der Scorekarte. „Ich habe heute deutlich besser gespielt und mir die falschen taktischen Entscheidungen gespart. Ich habe zwar schlecht geputtet, aber die Runde macht mich zuversichtlicher für die kommenden Turniere.“

Während Markus Brier nächste Woche in Spanien auf der Challenge Tour aufteet, jettet Martin Wiegele schon nach Asien. Er hofft auf eine Teilnahme bei den Ballantine’s Championship, wo Bernd Wiesberger nächste Woche in Korea seinen Titel verteidigen wird. In China ist dann auch Markus Brier am Start, der dieses Turnier 2007 gewinnen konnte.

 

zum Scoreboard

Open de Espana
Parador El Saler, Valencia
18. bis 21. April 2013
Preisgeld: 1,5 Mio. €

 

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