Mittwoch 24. März 2010, 11:23 Uhr

Open de Andalucia [0]

Ohne Cut trotz Steigerung 

Markus Brier verpasst als 106. (+3) deutlich die Preisgeldränge der Open de Andalucia. Luis Oosthuizen (RSA) siegt in Malaga zum ersten Mal auf der European Tour.

„Mein Spiel war heute besser als am Donnerstag. Ich habe deutlich mehr Grüns getroffen, leider sind meist noch Putts aus vier bis fünf Meter geblieben, von denen konnte ich keinen verwerten“, schildert Markus Brier nach der zweiten Runde in Malaga.

Auf den ersten Neun reiht sich ein Par nach dem anderen. Solide vom Tee trifft er den Großteil der Puttoberflächen in Regulation – aus relativ großer Distanz fallen jedoch keine Birdieputts. Nach der Halbzeit ist auf Loch 10 (Par 4, 364 m) das einzige Bogey zu notieren. Nach verzogenem Abschlag bleibt nur, sich kurz vor das Grün zu befreien. Nach dem Chip scheitert er aus 2 Meter am Up-and-Down. Der Ausgleich zur Parrunde gelingt auf Loch 14, eines der beiden relativ kurzen Par 5 des Kurses (476 m). Nach dem Drive gelingt die Grünattacke mit dem 4er-Eisen und der Eagleputt aus zwölf Meter schrammt nur knapp am Loch vorbei.
„Die Runde war OK. Schade, dass die Attacken noch zu weit von der Fahne zum Stehen kommen“, so Brier.

Der strahlende Sieger beim ersten Turnier am europäischen Festland in dieser Saison ist Louis Oosthuizen. Der 27-jähriger Südafrikaner kann sich nach vier zweiten Plätzen zum ersten Mal als Champion auf der European Tour eintragen. Gerade rechtzeitig erreicht er die Top-50 der Weltrangliste, um in zwei Wochen beim Masters in Augusta starten zu dürfen.
Nach einer 63 (-7) am zweiten Tag, behält Oosthuizen auch am Wochenende die Initiative und siegt mit 17 unter Par und einem Vorsprung von drei Schlägen auf die Briten Richard Finch (ENG) und Peter Whiteford (SCO).

 

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Open de Andalucia de Golf
Parador de Málaga Golf
25. bis 28. März 2010
Preisgeld: 1 Mio. €

 


Probleme im kurzen Spiel

 

Markus Brier muss bei den Open de Andalucia eine Auftaktrunde von drei über Par (73 Schläge) hinnehmen und positioniert sich als 107., drei Schläge außerhalb der derzeitigen Cutmarke. 

„Es war leider ähnlich wie in den Turnieren zuvor – bei zu wenigen Birdies sind zu viele Bogeys passiert“, bilanziert Markus Brier nach der ersten Runde in Malaga gefasst.

Durchwegs führen schwache Chips und ungenaue kurze Pitches zu verpassten Up-and-Downs und zu vier Bogeys. Von Loch 10 ins Turnier gestartet, passiert der erste Schlagverlust auf Loch 13 (Par 3, 172 m). Mit dem 4er-Eisen findet Brier das Grün nicht, chippt auf drei Meter zur Fahne, von wo der Putt jedoch nicht fällt. Das erste und einzige Birdie des Tages, zum prompten Ausgleich, gelingt auf Loch 14 (Par 5, 476 m), wo er mit dem zweiten Schlag im Grünbunker liegt. Kurz danach, am langen Par 4 (Nr. 16, 440 m), fällt der Parputt aus drei Meter nicht. Ein drittes Bogey ist auf Loch 18 (Par 4, 411 m) zu beklagen, wo wiederum der Chip zu kurz bleibt.

Die zweite Rundenhälfte ist mit nur einem Bogey ein wenig tröstlicher, doch bleiben die Birdies zur Aufholjagd aus. Auf Loch 5 (Par 4, 383 m) ist nach verzogenem Drive keine Attacke möglich, und nach der Befreiung aus dem Rough ist der Chip ein weiteres Mal nicht zwingend genug zum Par.

Mit den tiefsten Scores des Tages, 65 Schläge (fünf unter Par), übernehmen Søren Kjeldsen (DEN) und Paul Lawrie (SCO) die Führung. Sieben Spieler bilden mit nur einem Schlag Rückstand das Verfolgerfeld. Marcel Siem (GER) rangiert nach 67 Schlägen (-3) auf Rang 10.

 


Anlanden in Europa

Die European Tour mit Markus Brier kommt mit dem zwölften Turnier der Saison, den Open de Andalucia de Golf, erstmals in diesem Jahr auf das Europäische Festland.

„Der Platz ist relativ flach und sehr übersichtlich. Es gibt wenige Doglegs und es ist kaum Wasser im Spiel. Der kritische Faktor, direkt am Meer, könnte der Wind werden“, schildert Brier seine Eindrück vom Parador de Málaga Golf, dem Tourhalt diese Woche. Auf dem 1928 gegründeten Kurs, mittlerweile in der Einflugschneise des großen Flughafens gelegen, wurde in den vergangenen 20 Jahren zwei Mal ein European Tour Turnier ausgetragen.

Der Champion von 1999, Lokalmatador Miguel Angel Jimenez (ESP), ist diese Woche auch als Turnierveranstalter am Start. Mit dem neuen Rating als Par 70 Kurs steht auch Jimenez´ Platzrekord von 1999 zur Disposition. Brier: „Bis auf die beiden neuen Par 4 sollte die Länge keine große Rolle spielen. Die Par 3 strecken sich jedoch ordentlich, und von den gegengleich verlaufenden Par 5 ist bei den meisten Windrichtungen eines mit dem zweiten Schlag zu erreichen.“

Nach dem unglücklichen Ausscheiden in Marokko hat Brier das vergangene Wochenende zum intensiven Training nutzen können. „Ich habe daran gearbeitet ein noch besseres Gefühl mit den Eisen zu bekommen. Jetzt geht es darum langfristig einen erfolgreichen Turnier-Rhythmus zu finden“, schildert der Fontana-Pro.

Besonderes Augenmerk liegt diese Woche auf der starken spanischen Armada, die mit Jiménez vorne weg aus zahlreichen aufstrebenden Jungpros besteht. Pablo Martin, der ebenfalls unweit des Platzes aufgewachsen ist, konnte heuer bereits in Südafrika ein Turnier gewinnen; Longhitter Alvaro Quiros, Gonzalo Fernandez-Castaño und Pablo Larrazabal komplettieren das starke Aufgebot.

Die Challenge Tour in Afrika
Für die vielversprechenden Österreicher auf der Challenge Tour geht es diese Woche in Kenia ins zweite Turnier der Saison. Mit seinem 9. Rang in Südamerika konnte sich Bernd Wiesberger früh in Szene setzen. Ebenfalls am Start: Alex Haindl, Südafrikaner mit österreichischen Eltern und Mitglied der Markus Brier Foundation. Als 167. im Race to Dubai notiert Haindl derzeit vor seinem Mentor Markus Brier (Position 172).

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