Mittwoch 1. September 2010, 09:59 Uhr

Omega European Masters [0]

„Ein paar schlechte Schläge und ein paar ungünstige Lagen – heute ist von allen möglichen Sachen etwas zusammengekommen“, resümiert Markus Brier enttäuscht nach der Finalrunde in Crans-sur-Sierre in der Schweiz. Von Rang 37 in die Finalrunde des Traditionsturnieres gegangen, fällt Brier mit sechs Bogeys und drei Birdies bis auf den 51. Platz zurück.

Das Unheil beginnt mit einem Bogey am ersten Loch (Par 5, 494 m). Zwar kann Brier sofort mit dem ersten Birdie kontern; nach zwei weiteren Schlagverlusten muss er aber mit zwei über Par in die Backnine gehen. Auch in der zweiten Rundenhälfte überwiegen die Bogeys. Zwei späte Birdies bringen noch einmal wertvolle Preisgeldeuros.

In die andere Richtung verläuft der Tag bei Martin Wiegele, der sich mit 67 (-4) bis auf Rang 32 verbessert. Wiegele kommt auf fünf Birdies bis zur 10. Die Chancen auf den Par 5 verwandelt er mit Zweiputts – die anderen Bidies fallen aus 2 bis 5 Meter. Auf Loch 11 (Par 3, 187 m) verfehlt Wiegele das Grün und kommt mit einem Zweiputt zu seinem einzigen Bogey. 
Trotzdem gibt sich Wiegele nach der Runde zufrieden: "Das war heute recht gut, obwohl nach der 10 wäre vielleicht noch mehr drinnen gewesen. 14 und 15 sind Birdielöcher und auf der 17 habe ich eine Chance aus einem Meter verschoben – aber sonst passt das schon", so Wiegele.

Miguel Angel Jiménez (ESP, -21) spielt seinen Vorsprung sicher nach Hause und siegt mit beeindruckenden vier Schlägen Abstand auf den Zweitplazierten, Edoardo Mollinari (ITA, -18). Dritter wird das italienische Supertalent Matteo Manassero bei 16 unter Par.

 

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Omega European Masters
Crans-sur-Sierre, Schweiz
2. bis 6. September 2010
Preisgeld: 2 Mio. Euro
Titelverteidiger: Alexander Noren (SWE)

 

 


 

Wenig Move am Moving-Day

 

Mit 70 Schlägen (1 unter Par) in der dritten Runde des Omega European Masters verbessert sich Markus Brier bis auf Rang 37. Fünf Birdies stehen vier Bogeys gegenüber; drei davon passieren auf den langen Par 3 der Backnine. Martin Wiegele kommt über eine 72 (+1) nicht hinaus und fällt auf Platz 58 zurück.

Mit gemischten Gefühlen kommentiert Markus Brier seine dritte Runde in Crans-sur-Sierre: „Nach fünf Birdies kann ich natürlich nicht unzufrieden sein – aber die vier Bogeys sind nicht so lustig.“

Zwei der Birdies gelingen mit Wunderputts: Auf den Löchern 8 und 10 versenkt Brier die Putts aus jeweils über zehn Meter. Die Birdies auf den Par 5 Nr. 14 und 15 gelingen, nachdem er auf beiden Löchern die Grünbunker mit dem zweiten Schlag erreicht. Zum Einstieg in die dritte Runde, auf Loch 1 (Par 5, 494 m) kommt er mit einem Zweiputt zum ersten von insgesamt fünf Schlaggewinnen.

Dem gegenüber stehen insgesamt vier Bogeys – drei davon passieren auf den überlangen Par 3 der Backnine. „Die langen Par 3 sind ein Hauptkriterium auf diesem Platz. Ich habe die Grüns immer nur knapp verfehlt, aber es sind mir richtig schwierige Chips geblieben“, analysiert Brier. Auf den drei Löchern sind Distanzen von 180 bis 215 Meter in relativ kleine Ziele zu überbrücken, dazu hat es Brier nicht einfach den auflebenden Wind am Nachmittag richtig einzuschätzen. Das Bogey auf Loch 6 (Par 4, 296 m) passiert mit einem Dreiputt.

Weniger erfolgreich verläuft der Tag für Martin Wiegele, der einmal mehr am Wochenende mit Schierigkeiten zu kämpfen hat: Gleich am ersten Loch, einem Par 5, muss der Steirer ein Bogey notieren. Wiegele: „Dieses Bogey fühlt sich an wie ein Doppelbogey, das war bitter."

Danach geht es mit drei Birdies aber endlich in die richtige Richtung, ehe sich auf den Back-nine wieder der Wurm einschleicht: Zwei Dreiputts und eine Wurzel auf Loch 18, auf der Wiegeles Drive zum Liegen kommt, bescheren dem Steirer drei Bogeys und die 72. Mit gesamt -1 rangiert Wiegele vor dem Finaltag auf Platz 58.

Vorne Weg spielen die Ryder Cupper Miguel Angel Jimenez und Edoardo Molinari groß auf: Der Spanier Jimenez, auch Stargast beid en Austrian Open in zwei Wochen, lässt seiner 61 vom Vortag eine solide 68er-Runde folgen und nimmt einen Polster von drei Schlägen gegenüber Molinari in den Finaltag mit.

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Omega European Masters
Crans-sur-Sierre, Schweiz
2. bis 6. September 2010
Preisgeld: 2 Mio. Euro
Titelverteidiger: Alexander Noren (SWE)


 

Ein wichtiger Cut

Markus Brier bekommt in der zweiten Runde des Omega European Masters seinen Driver in Griff und schiesst sich mit fünf Birdies und 68 (-3) in die Preisgeldränge. Wiegele kämpft um den Cut.

Markus Brier scort in der zweiten Runde des Omega European Masters fünf Birdies und stößt mit 68 (-3) bis auf derzeit Rang 42 vor und ist sicher für das Wochenende qualifiziert.

Von Loch 10 in die fordernden Backnine gestartet absolviert Markus Brier die erste Rundenhälfte eins über Par. Nach dem Turn bleibt er fehlerfrei und kann vier mal zum Birdie lochen. „Das war ganz gut heute! Am Anfang war es noch ein auf und ab, doch dann hat sich die Runde zum Guten gewendet“, freut sich Brier.

Beide Bogeys (Loch 11, Par 3, 187 m und Loch 17, Par 4, 353 m) passieren mit gemissten Grüns und Zweiputt. Ein erstes Birdie locht der Fontana Pro auf Loch 15 (Par 5, 472 m). „Ich bin heute öfter als gestern am Fairway gelegen und habe dadurch viel mehr Kontrolle bei den Approaches gehabt. So sind deutlich mehr Chancen entstanden“, analysiert Brier. Von Vorteil war auch die frühe Startzeit, bei der bessere Verhältnisse auf den Grüns herrschen.

Zum Auftakt der Backnine erreicht Brier auf Loch 1 (Par 5, 494 m) den Grünbunker mit dem zweiten Schlag, schafft aber noch ein Sandy-Birdie. Auch auf Loch 4 (Par 4, 460 m) liegt er nach dem zweiten Schlag im Grünbunker. Die gelochte Befreiung bringt den Fontana-Pro das dritte Birdie. Mit dem Sprung unter Par erreicht er erstmals im Turnier auch die Preisgeldränge. Es folgt das „Pflichtbirdie“ auf Loch 7 (Par 4, 303 m) wo am Freitag vom Tee nur ein 3er-Holz notwendig ist. Den Abschluss bildet ein verdientes Birdie auf Loch 9 (Par 5, 575 m).

Martin Wiegele hat die Backnine mit zwei über Par absolviert, liegt jedoch bei -2 und als geteilter 49. im Klassement knapp innerhalb der Cutlinie. "Das war heute ein starker Kampf!ich hab gestern noch ein wenig am putting gearbeitet und dennoch waren auf den ersten 9 die Putts nicht gut. Aber die Grüns waren leider auch in keinem guten Zustand am Nachmittag. Auf den Back Nine hab ich mich dann mehr an das gestrige Training gehalten und es wurde besser bis auf wenige Ausnahmen" kommentiert der Steirer seinen zweiten Arbeitstag.

Die Führung übernimmt Miguel Angel Jiménez (ESP) mit zwei Eagles und sechs Birdies. Haarscharf scheitert der Spanier mit der 61 (-10) an der magischen 59, hält jedoch zwei Schläge Vorsprung auf Eduardo Molinari (ITA), dem Turniersieger der vergangenen Woche und damit Ryder Cup Wildcard Besitzer und dessen jungem Landsmann Matteo Manassero (ITA). 

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Omega European Masters
Crans-sur-Sierre, Schweiz
2. bis 6. September 2010
Preisgeld: 2 Mio. Euro
Titelverteidiger: Alexander Noren (SWE)


Im Mittelfeld

Martin Wiegele (T34, -2) und Markus Brier (T69, par) platzieren sich mit der ersten Runde des Omega European Masters im Mittelfeld und haben alle Chancen zu Cutten.

Wie erwartet spielt das kurze Spiel beim 2-Millionen-Euro-Turnier über dem Schweizer Rhone-Tal eine wichtige Rolle. Zwar ist der Platz nicht lang, die durchwegs erhöhten Grüns wollen aber mit extremer Genauigkeit angespielt werden. Ist der Ball nur einige Meter abseits des Soll wird er von der Puttoberfläche abgeworfen.

Martin Wiegele kommt mit dieser Aufgabe ganz gut zurecht und steigt mit 69 Schlägen (zwei unter Par) in das Turnier ein. Gleich zum Auftakt gelingt dem 34-jährigen Grazer ein Eagle (Nr. 1, Par 5, 494 m) als er aus 12 Meter einlicht, ein Bogey und ein Birdie auf den Backnine folgen. Ein besseres Score vergibt Wiegele wieder mit Problemen beim Putten. "Ich hab wieder recht gut getroffen, leider ist es mit dem Putter nicht so richtig gelaufen. Es war keine schlechte Runde; aber auch nicht wirklich gut", kommentiert Wiegele als 34ter.

Markus Brier muss die erste Runde als eher durchwachsen einstufen. Mit zu viel Streuung vom Abschlag bringt er sich um saubere Attacken in die trickreichen Grüns. "Es war recht durchgemischt heute. Ich habe zwei-drei Chancen ausgelassen, aber ein paar gute Up-and-Downs gemacht“, kommentiert Markus Brier seine 16 Pars die sich mit jeweils einem Birdie und einem Bogey mischen. „Leider habe ich nicht wirklich solide gedrivt, so war es schwierig sauber auf die Fahnen zu gehen. Gut, dass das kurze Spiel in Ordnung war“, erklärt der 42-jährige Wiener. Mit 71 Schlägen (par) ist er 69ter und damit einen Schlag außerhalb der derzeitigen Cutmarke.

Das beste Score in der ersten Runde erreicht Matteo Manassero (ITA). Der erst 17-jährige Rookie spielt 64 (-7).

 

 

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Omega European Masters
Crans-sur-Sierre, Schweiz
2. bis 6. September 2010
Preisgeld: 2 Mio. Euro
Titelverteidiger: Alexander Noren (SWE)

 


Ein luftiges Vergnügen

Die European Tour mit Markus Brier und Martin Wiegele macht diese Woche für die Omega European Masters am Alpenkurs von Crans-sur-Sierre halt.

Titelverteidiger Alexander Noren (SWE) bei seinem Schuss ins 18. Grün im vergangenen Jahr

Brier ohne Schmerzen

„Der Platz ist kurz aber eng und hat schwierige Grüns, die klein sind und ziemlich hängen. Wichtig ist, den Ball auf den Fairways zu halten und die Grüns sauber zu treffen. Auf vielen Grüns gibt es Stellen, die man überhaupt vermeiden muss“, beschreibt Markus Brier den fordernden Klassiker hoch über dem schweizer Rhone-Tal. Nach einer durchgezogenen Schlechtwetterfront sollen die Temperaturen von Tag zu Tag steigen, schneebedeckte Bergspitzen werden jedenfalls für prächtige Bilder sorgen.

In der vergangenen Woche hatte Brier Zeit, sich mit seinen jüngsten Beschwerden im Rücken zu beschäftigen – und kann mit ärztlicher Bestätigung Entwarnung geben: „Dass Rückrat war verlegt und hat sich leicht entzunden. Wir haben die Sache wieder eingerenkt und mobilisiert. Jetzt passt alles und auch die Scores sollten wieder besser werden“, so Brier.

Wiegele mit frischem Mut

Mit den Turnieren in der Schweiz und nächste Woche in Holland nehmen Brier und Wiegele Anlauf zu den Austrian GolfOpen pres. by Botarin, die vom 16. bis 18. September im Diamond Country Club stattfinden. Martin Wiegele hat eine kleine Veränderungen an seinem Schwung vorgenommen und startet guter Dinge ins Turnier: "Ich habe ein neues Schwunggefühl und bei den Proberunden am Montag und Dienstag lief es schon sehr gut", beschreibt Wiegele die Besichtigung die Wiegele gemeinsam mit Sven Strüver (GER), Marcel Siem (GER) und Markus Brier absolviert hat.

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit in der Schweiz steht Eduardo Molinari (ITA), der nach seinem spektakulären Sieg bei den Johnnie Walker Championship at Gleneagles eine Wildcard von Ryder Cup Captain Collin Montgomerie (SCO) bekommen hat. An großen Namen sind unter anderen vertreten: Open-Champ Louis Oosthuizen (RSA) und der 55-jährige Greg Norman (AUS) – über 300 Wochen Weltranglisten-Leader und 1980 bei diesem Event Dritter. Auch Martin Wiegele, Österreichs zweiter Spieler auf der European Tour ist am Start.

 

 

Omega European Masters
Crans-sur-Sierre, Schweiz
2. bis 6. September 2010
Preisgeld: 2 Mio. Euro
Titelverteidiger: Alexander Noren (SWE)

 

 

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