Sonntag 10. Juli 2011, 12:00 Uhr

Wiegele schlägt zu [0]

Martin Wiegele stürmt mit sieben Birdies und ohne Schlagverlust in der Finalrunde der Barclays Scottisch Open bis auf Rang 3. Weltranglisten-Erster Luke Donald (ENG) siegt; Brier fällt bis Rang 42 zurück.

 

Bravo Martin Wiegele! Der Grazer erreicht im Elitefeld der Barclays Scottish Open Rang 3!

Mit 65 Schlägen (-7) – sieben Birdies ohne Schlagverluste – macht Martin Wiegele am Sonntag  25 Plätze gut und erreicht bei enormer Konkurrenz im Castle Stuart Golf Links den hervorragenden Dritten Platz. Mit 126.117 € verbessert sich Wiegele in den Ranglisten deutlich und hat die Tourkarte für nächstes Jahr so gut wie sicher im Sack. Mit einem Eagle am letzten Loch schnappt Fredrik Anderson-Hed den geteilten Dritten knapp 100.000 Euro weg. Auch aus einer der ausgespielten Tee-Times für die Open wird es nichts. Im Finish kann Luke Donald (ENG) – der Weltranglisten-Führende – seinen Polster als Champion bis auf vier Schläge ausbauen.

Martin Wiegele kommt am Sonntag auf sieben Birdies und muss den ganzen Tag über keine Bogey hinnehmen. Nach zwei frühen Birdes arbeitet er sich par über den Kurs und schlägt um den Turn und auf den ersten Löchern der Backnine noch einmal üppig zu. Mit 65 (-7) spielt er eine der tiefsten Runden des Tages; nur der weltbeste Golfer derzeit – Luke Donald – kann Wiegele mit 63 (-9) übertrumpfen; keine schlechte Gesellschaft für den Grazer. Bei der enormen Dichte an Spitzengolfer – die sich zum großen Teil wie Markus Brier auf die kommenden British Open vorbereiten – ist Wiegeles starkes Ergebnis vielleicht höher einzuordnen als sein Sieg in St. Omer vergangenes Jahr.
Name-Dropping? Kapazitäten wie CABRERA (ARG), KUCHAR (USA), GOOSEN (RSA), WESTWOOD (ENG), HARRINGTON (IRL), ELS (RSA), MONTGOMERIE (SCO), BRIER (AUT), MCDOWELL (NIR), CAMPBELL (NZL), MOLINARI E. (ITA), MICKELSON (USA), CLARKE (NIR) lässt WIEGELE (AUT), zum Teil deutlich hinter sich!

Brier mit schwacher Finalrunde
Während also Martin Wiegele im dichtgedrängten Feld mehr oder weniger um den Sieg mitspielt, fährt Markus Brier zu viele Schlagverluste ein, um mit dem Tagesverlauf zufrieden zu sein.

Mit drei Schlägen Rückstand auf die Führenden in die Finalrunde gegangen, bringen drei frühe Birdies Brier schnell in die wertvollen Spitzenränge. Doch seine Fehlerquote ist am Sonntag einerseits auf den Par 5 zu hoch, andererseits lässt er einige gute Birdiechancen um den Turn ungenutzt. Brier: „Mein Rezept ist nicht zu viel über die schwache Runde nachzudenken und mich über die kommenden Aufgaben zu freuen. Bei -1 kann man bei diesen Verhältnissen einfach nicht vorne mitspielen – aber das kann passieren.“

Nach einem Birdie am Eröffnungsloch passiert auf der 2 (Par 5, 507 m) das erste Bogey. „Bis auf die Par 5 war mein Spiel ganz OK. Ich habe zwei mal das Grün attackiert, nicht getroffen und richtig schwierige Lagen ausgefasst, und dann auf der 12 aus 5 Meter einen Dreiputt fabriziert“, so Brier, der alle seiner drei Bogeys auf den langen Löchern hinnehmen muss. So werden die Birdies auf den Löchern 3 und 4 durch die misslungen Par 5 aufgezehrt. „In der Mitte der Runde war ich dann richtig nahe an der Fahne, aber da hat der Putter nicht mehr funktioniert“, schildert Brier weiter. Trotz der enttäuschenden Finalrunde kann er sich doch über einen besonderen Schlag freuen: „Mein Schuss des Tages war am kurzen Par 4, der 3. Da habe ich ihn heute endlich auf das Grün gebracht, und aus 5 Meter einen Eagle Putt gehabt.“ Markus Brier startet nächste Woche bei den British Open im Royal St. George´s GC!

 

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The Barclays Scottish Open
Castle Stuart Golf Links
7. bis 10. Juli 2011
Preisgeld: 3 Mio. Pfund
Titelverteidiger: Edoardo Molinari (ITA)

 

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