Freitag 29. Juli 2011, 20:10 Uhr

Starkes Finish – Rang 4 [0]

Bernd Wiesberger scort am Finaltag der Irish Open 66 (-5) und erreicht damit seine beste Platzierung auf der European Tour und 75.000 Euro Preisgeld. Markus Brier (74, +3) fällt am Ende auf Rang 40 zurück.

 

Karriere-Bestleistung Einmal mehr bringt Bernd Wiesberger am Finaltag ein tolles Score ins Clubhaus und verbessert sich zur Preisgeld-Auszahlung deutlich. Mit Scores von 67/69/71/66 (273, -11) prescht der Oberwarter im starken Feld bis auf Rang 4 nach vor und wird mit 75.000 Euro belohnt. Damit gelingt dem 25-jährigen Burgenländer der Sprung in die Top-100 der Order of Merit und ein deutlicher Schritt Richtung Erhalt der Tourkarte. Wiesberger überglücklich: „Es war eine tolle Runde – ideale Verhältnisse fast den ganzen Tag lang, nur auf den Backnine ist es windiger geworden. Dieses Ergebnis ist schön und gibt Selbstvertrauen für den Rest der Saison.“
Der junge Österreicher lässt zahlreiche European-Tour-Größen hinter sich; im Feld befinden sich auch die amtierenden irischen Major Champions Darren Clarke (British Open) und Rory McIlroy (US-Open). Den Titel holt Simon Dyson (ENG) der das Turnier bei 15 unter Par, mit vier Schlägen weniger als Wiesberger beendet.

Am Finaltag im Killarney Golf & Fishin Club locht Wiesberger fünf Mal zum Birdie und bleibt die ganze Runde über ohne Bogey. Der erste Schlaggewinn gelingt auf der 2 (Par 4, 351 m). Am Ende der Frontnine schlägt er drei Mal in Serie zu. Die Löcher 7, 8 und 9 absolviert er mit drei Birdies. Schließlich holt sich Wiesberger am langen Loch 12 (Par 4, 436 m) sein fünftes Birdie und übernimmt sogar die Führung.
Die einfachen Löcher vor dem Ende kann er dann nicht mehr nutzen, um seine Spitzenposition zu verteidigen. Auf Loch 13 lässt er eine Birdiechance aus 3 Meter ungenutzt, auf Loch 16 verfehlt er das Grün und kommt mit Chip und 2-Putt zum etwas enttäuschenden Par. Mit defensiverem Spiel auf den Schlusslöchern bleibt auch ein Zielspurt aus.

Am Finaltag bekommt der Longhitter sein Driving besser in den Griff und kann auf fast allen Löchern vom Fairway die Grüns attackieren. Bei 17 Greens in Regulation aber 31 Putts hätte die Runde noch weitaus tiefer ausgehen können. Das satte Preisgeld von den Irish Open kann Wiesberger aber so oder so gut gebrauchen, um die Tourkarte für die nächste Saison abzusichern.

Rückfall im Finale
In die ganz andere Richtung geht es am Sonntag für Markus Brier, dem zweiten Österreicher in den Preisgeldrängen beim 1,5-Millionen-Euro-Turnier. Brier kommt mit sechs Bogeys auf 74 (+3) – seine deutlich schwächste Runde im bisher positiven Turnierverlauf.

„Mein Spiel war ziemlich schlecht heute. Querbeet – vom Tee, am Fairway und auf den Grüns sind Fehler passiert. Ich habe keinen Rhythmus gefunden und bin nie wirklich ins Spiel gekommen. Die Bogeys waren alle ziemlich klar“, geht Markus Brier streng mit sich ins Gericht. Als Knackpunkt macht er die Schlagverluste auf Loch 7 (Par 5, 469 m) und Loch 8 (Par 4, 375 m) fest. Erst drückt er den Approach mit dem Sandwedge ins Wasserhindernis, dann gerät der Abschlag ins tiefe Rough – symptomatisch für Briers Rundenverlauf am Sonntag. „Jetzt geht es mit der Familie in den Badeurlaub und dann freue ich mich schon auf das Turnier in Tschechien“, erklärt Brier.

Auf den letzten Löchern in der Titelentscheidung behält Simon Dyson (ENG) bei 15 unter Par die Oberhand. Während Dyson mit zwei Birdies auf den letzten Löchern noch einmal Gas gibt, beraubt sich der Zweitplatzierte Richard Green (AUS) mit Bogey auf der 18 um ein mögliches Stechen. Dritter wird der Schotte Stephen Gallacher. Die Österreicher teen in zwei Wochen in Tschechien wieder auf der European Tour auf.

 

 

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Irish Open pres. by Discover Ireland
Killarney Golf & Fishing Club, Kerry
28. bis 31. Juli
Preisgeld: 1,5 Mio. €
Titelverteidiger: Ross Fischer (ENG)

 

 

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