Freitag 8. April 2011, 11:52 Uhr

2011: Freier Fall im Finale [12]

Rory McIlroy (NIR) im Rückwärtsgang auf den Back Nine macht den Weg frei für einen fünfköpfigen Titelkampf der Extraklasse, den Charl Schwartzel (RSA) für sich entscheidet.

Die Nervosität steht Rory McIlroy bereits am ersten Abschlag ins Gesicht geschrieben, doch die Statistiken der ersten drei Runden sprechen für ihn: 15 Birdies und nur 3 Schlagverluste. Und auch der erste Drive sitzt, Mitte Fairway bedeutet einen vielversprechenden Start. Doch bereits beim ersten Grünschlag zeigt sich das Adrinalin in den Venen des jungen Tourstars. Das Auftaktbogey, nach Chip und Zweiputt, liefert einen ersten Schimmer der folgenden Runde. Doch zu diesem Zeitpunkt lassen sich die weltweiten Rory Fans noch nicht träumen, mit welchem Antilauf der Nordire im Finale in die Geschichtsbücher eingehen würde. Ein weiteres Bogey auf Loch fünf kontert McIlroy mit einem Birdie vor dem Turn. Dann nimmt der Wahnsinn seinen Lauf: ein verzogener Drive auf Loch zehn in den Vorgarten der benachbarten Häuser, ein Chip zurück aufs Fairway, ein nach links verzogenes Holz neben das Grün, ein Chip aufs Vorgrün, ein weiterer Chip und zwei Putts bedeuten das Triple Bogey. Daraufhin verliert der Jungstar seinen Siegeswillen. Bogey auf Loch elf, Doppelbogey auf Loch 12 und ein Bogey am Par 5 der 15. Mit der 80er Runde (+8) rutscht McIlroy auf den geteilten 15. Rang zurück und macht den Weg frei für einen Nervenkitzel der Extraklasse.

Tiger Woods eröffnet den Run auf den Titel mit vier Birdies, einem Eagle und einem Tagesscore von -4 am Turn. Zu diesem Zeitpunkt pirschen sich auch Jason Day (AUS), Landsmänner Adam Scott und Geoff Ogilvy, Luke Donald (ENG), Angel Cabrera (ARG) und Charl Schwartzel (RSA). Am Ende sollte es der Südafrikaner sein, der seinen Traum mit Birdies auf den letzten vier Löchern wahr macht. Mit einem Gesamtergebnis von -14 und zwei Schlägen Vorsprung auf die Konkurrenz holt sich Schwartzel seinen ersten Major Titel und das grüne Jackett. Und das in seinem ersten Jahr auf der PGA Tour. „Es war ein unglaublicher Tag. Die Stimmung unter den Zuschauern und wie sie uns angefeuert haben, einfach sensationell“. Der frischgebackene Sieger bricht damit auf den letzten Löchern aus der Spitzengruppe aus fünf Spielern aus.

Während Tiger Woods seinen Run der Front Nine mit Level Par nach dem Turn nicht fortsetzen kann, bleiben die Australier Scott und Day lange Zeit dran, am Ende sind es jedoch zwei Zähler die ihnen auf den ersten australischen Masters Titel fehlen. Rang vier teilen sich ein rehabilitierter Tiger Woods, Luke Donald – dank Chip in am letzten Loch – und Geoff Ogilvy bei -10. Grund zur Freude hat auch der Amateur Hideki Matsuyama (JPN), der mit einem Ergebnis von -1 den geteilten 21. Rang belegt und sich an der Seite von Phil Mickelson (USA), Ian Poulter (ENG), Alvaro Quiros (ESP) und Matt Kuchar (USA) einreiht.

Zu den Scores

Masters Tournament

Augusta National, Georgia, USA
7. bis 10. April
Preisgeld: 7,5 Mio. $
Titelverteidiger: Phil Mickelson (USA)

 

Seiten: 1 2 3 4 5

Ähnliche Artikel aus dem Archiv

Kommentare

12 Kommentare zu “2011: Freier Fall im Finale”
  1. Ich möchte euch zu dieser kompakten Zusammenfassung gratulieren, beim ORF schnarcht ja noch alles, kein Wort bisher zu einem der spannendsten Masters ever!

    btw: Glückwunsch an Karl B., sein Vornamensvetter hat gestern unglaubliche Schläge hingelegt, Trost für Klaus N., der muss ja was mitgelitten haben gestern 😉

    • Klaus Nadizar sagt:

      Lieber Herr Bleyer! Danke für das Lob! So was freut und ehrt uns natürlich … all credits to Marie Pippan, die sich dafür die Nacht um die Ohren geschlagen hat, während wir frisch ausgeruht uns um die Golfrevue kümmer konnten, wo natürlich das Masters aufs Cover gekommen ist! Viel Spßa mit der neuen Golfrevue jedenfalls und eine tolle Saison, wünscht Ihnen (und allen anderen Fans der Golfrevue)
      Klaus Nadizar

Schreiben Sie einen Kommentar