Mittwoch 3. Februar 2010, 16:44 Uhr

Dubai Desert Classic [0]

Vom Thron gestürzt

Aus vier werden zwei und diese Beiden schenken sich im Playoff der Dubai Desert Classic nichts. Am dritten Extraloch triumphiert Miguel Angel Jiménez (SPA) über Europas Nummer Eins, Lee Westwood (ENG).

 

An Spannung kann der Sonntag in Dubai nicht überboten werden. Gleich vier Top-Spieler teilen sich vor dem großen Showdown in der Wüste die Führung und versprechen den Zusehern weltweit Golf auf höchstem Niveau und Nervenkitzel pur.

Das Kopf an Kopf Rennen zeichnet sich bereits auf den Front Nine ab. Dabei bewegen sich sowohl Miguel Angel Jiménez (SPA), Lee Westwood (ENG), Tongchai Jaidee (THA) als auch Alvaro Quiros (SPA) mit zu vielen Fehlern im Rückwärtsgang durch den Sonntag. Die Handbremse bleibt bei Quiros (-8, T6.) auch auf den Back Nine weiter angezogen und der Spanier muss seine Titelträume mit drei Bogeys auf den letzten fünf Löchern begraben. Stillstand auch bei Jaidee. Der Thailänder startet nach der Halbzeit mit einem Birdie vielversprechend, lässt diesem dann jedoch acht Pars folgen. Am Ende um einen Zähler zu wenig um in den Titelkampf eingreifen zu können.

Bereits im Clubhaus mit der 72 und bei elf unter Par, verfolgt Jimenez als Clubhausführender und mit der Zigarre in der Hand gespannt die letzte Gruppe. Westwood, zu diesem Zeitpunkt zehn unter Par, attackiert nach einem präzise platzierten Drive das Green und findet sich am Vorgrün wieder. Der Sieger der Order of Merit unterstreicht seinen Status als Weltklasse-Spieler mit einem Eagle-Putt aus 30 Metern, der beinahe ins Loch fällt und ihm mit einem Tap-In den Einzug ins Playoff garantiert.

Zur Bühne des Zweikampfes "Spanischer Lebemann gegen englischer Longhitter" wird das 18. Loch (Par 5, 516 Meter). Eindeutiger Vorteil für Westwood am Abschlag, doch trotz eines perfekten Drives notiert der Brite nur das Par. Jiménez packt beim dritten Schlag über das Wasser sämtliche Schutzengel aus – der Ball kommt zwei Zentimeter nach dem Hindernis zum liegen. Mit Par geht es erneut zum Abschlag. Gleiches Spiel im zweiten Akt: Westwood mit zwei neben dem Grün, ein Chip und zwei Putts verhindern den vorzeitigen Sieg. Jiménez gibt trotz eines Fehlschlages vom Abschlag nicht auf. Aus dem Bunker bringt der Spanier den Ball (vierter Schlag) fünf Meter neben dem Loch zum Stehen und versenkt diesen zum Ausgleich.

Die letzte und entscheidende Akt des Schauspiels führt auf Loch 9 (Par 4, 423 Meter). Beide verfehlen das Grün und platzieren ihre Chips auf zwei Meter zum Stock. Dann folgt die Überraschung des Tages: Westwood verschiebt seinen sicheren Putt und macht den Weg frei für einen spanischen Triumph. Jiménez steht damit zum ersten Mal nach seinem Sieg 2008 bei der BMW PGA Championship ganz oben am Siegertreppchen.

Titelverteidiger Rory McIlroy notiert die 73 und belegt bei acht unter Par Rang 6.

 

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Dubai Desert Classic
Emirates GC, Dubai
4. bis 7. Februar
Preisgeld: 2,5 Mio. $
Titelverteidiger: Rory McIlroy (NIL)

 

 

 


 

Vierkampf

Mit Tongchai Jaidee, Miguel Angel Jiménez, Alvaro Quiros und Lee Westwood teilen sich gleich vier Hochkaräter bei 11 unter Par die Führung vor dem Finale in Dubai.

Viele vergebene Chancen und ein kurzfristiger Vorsprung von vier Schlägen kennzeichnen die Runde des als Führenden in den Moving Day gestarteten Tongchai Jaidee (THA). Mit neun Par in Folge auf den Back Nine muss sich der Thailänder mit der 69 und der geteilten Führung vor dem Showdown am Sonntag zufrieden geben. 

Frustrierend beginnt der Tag hingegen für den Engländer Lee Westwood. Eins über Par nach sechs gespielten Löchern, kann dem vierten der Weltrangliste nur ein gequältes Lächeln entlocken. Die Kehrtwende dann auf Loch 7 (Par 3, 170 Meter) mit dem Birdie. Diesem lässt der Brite noch vier weitere auf den Back Nine folgen und bringt sich mit der 68 in der Spitzengruppe in Position für den Finaltag. So wie der Spanier Miguel Angel Jiménez, der trotz zwei Bogeys ab dem elften Loch heiß läuft und sich ebenfalls in eine gute Ausgangposition bringt.
 
Die Runde des Tages bringt Jiménez Landsmann Alvaro Quiros ins Clubhaus. Mit zwei Birdies auf den Schlusslöchern wird der spanische Longhitter morgen um den Sieg ein Wörtchen mitreden. Titelverteidiger Rory McIlroy (NIR) lauert als geteilter Fünfter (-9) auf seine Chance.
 

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Dubai Desert Classic
Emirates GC, Dubai
4. bis 7. Februar
Preisgeld: 2,5 Mio. $
Titelverteidiger: Rory McIlroy (NIL)

 


 

Es ist angerichtet

Thongchai Jaidee (THA) geht mit acht unter Par als alleinger Führender in die Finalrunden des Dubai Desert Classic. Tom Watson (USA) cuttet als 26. souverän.

 

Mit 66 Schlägen (sechs unter Par) und sechs Birdies – jeweils drei auf den Frontnine und drei auf den Backnine – übernimmt Thongchai Jaidee (THA) am Freitag die Führung bei den Dubai Desert Classic.
Der führende in der Order of Merit der Asian Tour hat einen Schlag Vorsprung auf die ersten Verfolger.

Miguel Angel Jimenez (ESP), Stephen Dodd (WAL) und Lee Westwood (ENG) notieren bei sieben unter Par nur einen Schlag hinter Jaidee. Titelverteidiger Rory McIlory geht als 5., mit zwei Schlägen Rückstand auf den Führenden in die Finalrunden. Ebenfalls im Cut, allerdings bei drei unter Par schon mit erheblichem Rückstand, notieren die beiden Deutschen Martin Kaymer und Marcel Siem. Tom Watson (USA), der 60-jährige Held der vergangenen British Open in Turnberry, cuttet als 26. bei eins unter Par.

 

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Dubai Desert Classic
Emirates GC, Dubai
4. bis 7. Februar
Preisgeld: 2,5 Mio. $
Titelverteidiger: Rory McIlroy (NIL)

 

 


 

Breite Spitze

In der ersten, windgebeutelten Runde der Dubai Desert Classic scoren die sechs Spitzenreiter 68 (-4). Die 18 Besten notieren innerhalb nur zweier Schläge.

"In den letzten acht Jahren habe ich den Kurs noch nie so schwierig erlebt. Der Sandsturm hat sogar die Sicht beeinträchtigt", schildert Charl Schwartzel (RSA) die außergewöhnlichen Verhältnisse im Dubaier Wüstensturm. Nach 68 Schlägen (vier unter Par) am Donnerstag ist der derzeitige Spitzenreiter in der Rangliste auch einer von sechs Führenden im Turnier. Bei vier unter Par notieren auch Titelverteidiger Rory McIlroy (NIR), Challenge-Tour-Champ 2009 Edoardo Molinari (ITA) und Austrian Open Sieger 2008 Jeev Milkha Singh (IND).

Schade um die mögliche Teilnahme von Markus Brier. Hat der 41-jährige Wiener doch mehrmals bewiesen, dass er sich bei windigen Bedingungen durchaus wohl fühlt. Mit der derzeitigen Cutmarke bei zwei über Par sind Spekulationen um vertane Chancen auf mögliches erstes Preisgeld im neuen Jahr angebracht. Die beiden Nachbarn aus Mettmann nahe Düsseldorf, Martin Kaymer (GER) und Marcel Siem (GER), notieren bei eins unter Par auf Rang 19. Siem hat die Unterbrechung seines Höhenfluges durch eine Lebensmittelvergiftung offensichtlich gut weggesteckt.

 

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Dubai Desert Classic
Emirates GC, Dubai
4. bis 7. Februar
Preisgeld: 2,5 Mio. $
Titelverteidiger: Rory McIlroy (NIL)

 

 


 

Dubai ohne Brier

Während Markus Brier mit der Familie in Tirol urlaubt, teet der Rest der europäischen Golfelite diese Woche zum Dubai Desert Classic auf.

Rory McIlroy (NIR) errang im Vorjahr seinen ersten European Tour Titel am Majilis Course des Emirates Golf Clubs.

Nach mehr zeitintensiven als erfolgreichen Wochen um den Jahreswechsel, verzichtet Markus Brier auf den Start beim hochdotierten Dubai Desert Classic, das diese Woche im Emirates GC über die Bühne geht. Trotz Briers schwächerer Mitgliedskategorie in seiner elften Saison in der ersten Liga, hätte er ohne Probleme beim Eliteturnier am Golf teilnehmen können. Brier klinkt sich mit bisher 12.000 € Preisgeld aus fünf Turnieren erst wieder Anfang März in die European Tour ein.

Unter den zahlreichen Stars im hochkarätigen Starterfeld dieser Woche glänzen Rory McIlroy und Tom Watson als ungleiches Paar. McIlroy, der 23-jährige Nordire, hat vergangenes Jahr mit seinem ersten großen Sieg in Dubai den Grundstein zum zweiten Rang in der Order of Merit gelegt. Dagegen geht der 60-jährige Watson zum ersten Mal bei den Desert Classic an den Start. Nach der hauchzart verpassten Major-Sensation in Turnberry zählt der Amerikaner zu den aktuell interessantesten Figuren im Profigolf.

Mit dem 2,5 Mio. $ Turnier geht der alljährliche Desert-Swing der European Tour zu Ende. Martin Kaymer (GER) und Robert Karlsson (SWE), die Champions der vorangegangenen Turniere in der Wüste sind ebenso am Start wie Charl Schwartzel (RSA), der führende in der Order of Merit und Lee Westwood (ENG), Sieger im Race to Dubai 2009.

Das historische Siegerbild aus dem Jahr 2009.

 

 

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