Donnerstag 2. Februar 2012, 16:27 Uhr

Durchwachsenes Finale [0]

Martin Wiegele (-3, T35.) bringt im Finale des Qatar Masters mit der 70 (-2) seine beste Runde in dieser Woche ins Clubhaus. Markus Brier (-1, T59.) mit einem Rückschlag im Finale. Paul Lawrie (SCO, -13) gewinn vor Jason Day (AUS, -10).

Ohne Sandsturm, aber durch den Abbruch des zweiten Spieltages auf 54 Löcher verkürzt geht das Qatar Masters am Sonntag zu Ende. Zwiespältig die Bilanz der verbleibenden beiden Österreicher nach einer weiteren Woche in der Wüste.

Solides Finish von Wiegele

„Das Spiel war wieder gut heute, aber es wäre deutlich mehr drin gewesen“ so Martin Wiegele nach der Runde. Erneut aus vier Metern das Birdie auf Loch 1 (Par 5, 540 Meter) verwertet, startet der Steirer erfreulich in den Finaltag im Wüstenstaat. Auf Loch 6 im Rough hinter der Fahne, spielt der beste Österreicher im Klassement auf Risiko: „der Grünschlag war zwar nur drei Meter zu lang, aber hinten im Rough und statt den Putter zu nehmen und auf sicher zu gehen, hab ich das 60er genommen und den Chip zu kurz gelassen. Der Retourputt ist nicht mehr gefallen“. Das Birdie vor dem Turn bringt Wiegele jedoch wieder in die roten Zahlen und mit zwei Birdies zu Beginn der Back Nine zeigt die Formkurve nach oben. Enttäuschung macht sich jedoch über die letzten vier Löcher des Tages breit. „Zuerst ein schlechtes Bogey auf Loch 15 (Par 4, 430 Meter). Dann ein super Drive an der 16 auf das Vorgrün und einen guten Chip nachgelegt, aber es blieb so ein schlüpfriger Bergab-Putt, den ich verschoben habe. Auf Loch 17 ein super Schlag, aber das Birdie aus drei Metern vorbei und auch auf dem letzten Loch nur das Par“. Dennoch bringt Wiegele mit der 70er Runde (-2) das beste Ergebnis seines Turnieres in Qatar ins Clubhaus und kann sich damit auf dem geteilten 35. Rang bei -3 behaupten.  „Der Rest war schon ok diese Woche und jetzt heisst es wieder nach vorne schauen“.

Brier mit Rückschlag im Finale

Im dichtgedrängten Leaderboard vor der Finalrunde geht Markus Brier als 26. in die Finalrunde. Das angestrebte Ziel, sich mit einem starken dritten Durchgang noch einmal ordentlich zu verbessern, kann er mit Problemen am Grün nicht umsetzen. Die zwei Schlaggewinne am Sonntag gelingen erst, nachdem Brier drei Bogeys notieren muss. „So schlimm wie es ausschaut war es heute nur auf den Grüns. Ich habe zwar 14 Grüns in Regulation getroffen, aber wenn der Putter nicht mitspielt wird es schwierig“, bilanziert Brier enttäuscht.„Der erste Single-Putt ist erst auf der 13 gefallen“, schildert er die Misere in den ersten beiden Rundendritteln. Am Par 3 (Nr. 13, 186 m) gelingt das erste von zwei Birdies. Danach kann Brier, wie in den beiden Runden zuvor, auf dem kurzen Par 4 im Finish (Nr. 16, 281 m) einen weiteren Schlaggewinn verbu- chen. Dem gegenüber stehen drei Bogeys auf den Löchern 4 (Par 4, 378 m), 6 (Par 4, 446 m) und 11 (Par 4, 433 m). Die 73er Runde (+1) bedeuten den geteilten 59. Rang bei -1.

Nachdem Brier im vergangenen Jahr in Qatar mit dem 3. Rang sein weitaus bestes Saisonergebnis eingefahren hat, beendet er seinen heurigen Desert Swing ohne nennenswertes Erfolgserlebnis. Mit dem Verzicht auf den Start in Dubai und in Indien, sind die Open de Andalucia, Mitte März, Briers nächstes Turnier.

Kurze Zeit Kopf an Kopf mit Sergio Garcia zieht Paul Lawrie (SCO) der Konkurrenz im Finish des Qatar Masters davon. Der Schotte gewinnt am Ende bei -13 und mit drei Schlägen Vorsprung auf Jason Day aus Australien. Jean-Baptiste Gonnet (FRA), Soren Hansen (DEN), Sergio Garcia (ESP), Peter Hanson (SWE) und ein solider John Daly (USA) teilen sich den dritten Platz bei -8.

 

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Commercial Bank Qatar Masters
pres. by Dolphin Energy
2. bis 5. Februar
Doha GC
Preisgeld: 2,5 Mio. $
Titelverteidiger: Thomas Björn (DEN)

Seiten: 1 2 3 4

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