Dienstag 22. Juni 2010, 15:34 Uhr

BMW International Open [0]

Rückschlag am Finaltag

 

„Heute ist leider nicht viel gegangen und ich bin entsprechend enttäuscht. Das Hauptproblem war, dass ich so gut wie keine Fairways getroffen habe. So war es schwierig nah an die Fahnen zu kommen“, fasst Brier den Rundenverlauf im Finaldurchgang zusammen.

Mit einem Bogey auf Loch 1 (Par 4, 395 m) ist schon früh ein Schlagverlust zu beklagen. Gelochte lange Putts, aus fünf und zehn Meter führen auf Loch 8 (Par 3, 180 m) und Loch 9 (Par 5, 509 m) zu Birdies.

Einen schweren Rückschlag muss Brier auf Loch 10 (Par 4, 431 m) hinnehmen. Aus dem Fairwaybunker gerät der zweite Schlag ins Wasser, was ein Doppelbogey verursacht. Weitere Bogeys folgen auf den Löchern 14 (Par 4, 448 m) und 16 (Par 4, 292 m). Zum Abschluss des Turnieres gelingt auf Loch 18 (Par 5, 519 m) das dritte Birdie des Tages. „Ich habe zwar 12 Grüns getroffen, war aber immer weit weg von der Fahne. Die guten langen Putts zum Birdie waren heute leider die Ausnahme“, so Brier.

Mit 67 Schlägen (fünf unter Par) am Sonntag stürmt David Horsey (ENG) an die Spitze des Leaderboards und sichert sich in München-Eichenried seinen ersten European Tour Sieg. Langzeitleider Bradley Dredge (WAL) fällt mit 74 (+2) auf Rang 3 zurück. Markus Brier spielt nächste Woche die Alstom Open de France am Le Golf National nahe Paris.

 

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BMW International Open
24. bis 27. Juni 2010
GC München Eichenried
Preisgeld: 2 Mio. Euro
Titelverteidiger: Nick Daugherty (ENG)

 

 


 

Nervenstärke bewiesen

Mit 70 Schlägen (-2) in der dritten Runde der BMW International Open im GC München-Eichenried fällt Markus Brier auf Rang 8 zurück. Er kann zwar sechs Birdies und einen Eagle scoren, doch verspielt er mit einem Bogey, einem Doppelbogey und einem Triplebogey den Anschluß an die Spitze. In der morgigen Finalrunde steht Markus Brier vor einem möglichen Top-Ergebnis; auf den dritten Rang fehlen ihm drei Schläge.

 

Mit drei Birdies auf den ersten vier Löchern kann Markus Brier früh zum Spitzenreiter Bradley Dredge (WAL) aufschließen. Die Putts fallen auf den Löchern 1, 3 und 4 aus 2,5, 3 und 4 Meter. Im Erfolgsrausch passiert auf Loch 5 (Par 4, 303 m) eine schwerwiegende Fehlentscheidung, die zum Triplebogey führt. Nach dem Drive links ins Rough entscheidet er sich aus schlechter Lage, über den hohen Windschutzgürtel das Grün zu attackieren und scheitert. „Ich war zu gierig. Das ist ein Schlag, den man nicht probieren darf; gerade wenn man eben drei Birdies gespielt hat. Mit einem Chip aus dem Rough hätte ich sogar noch Par spielen können“, geht Brier streng mit sich ins Gericht. Nach dem Drop gerät der Ball in den Grünbunker worauf ein Zweiputt zur 7 folgt.

Schon am nächsten Loch, am kurzen Par 5 (Nr. 6, 440 m) spielt er das vierte seiner heute insgesamt sechs Birdies. „Am Weg zum fünften Abschlag habe ich mich sehr geärgert. Ich habe mir aber bewusst gemacht, dass ich wieder par liege, und dass noch viele Birdiechancen kommen. Zum Glück konnte ich gleich die erste nutzen“, so Brier. Nach guten Up-and-downs auf den Löchern 7 und 8 folgt ein weiteres Birdie auf Loch 11 (Par 5, 508 m), wo er mit zwei Schlägen das Grün erreicht. Nach dem sich das Score leicht erholt hat, folgt auf Loch 12 (Par 3, 140 m) mit einem Doppelbogey der nächste schwere Rückschlag. Nach überschlagenen Grün gerät der Retourchip zu lang und rollt über die blanke Kuppe in das frontale Wasserhindernis. Auf Loch 14 (Par 4, 448 m) fällt der Birdieputt aus 8 Meter, während der Parputt auf der 15 (Par 4, 424 m) aus 3 Meter vorbeischrammt.

Mit einem Eagle auf Loch 16 (Par 4, 292 m) beendet Brier die Runde doch noch unter Par. „Dass Tee ist vorne gesteckt und es waren 235 Meter bis Grün-Anfang; genau meine Distanz. Ich hab den Ball auf zwei Meter hingelegt, dass war enorm“, schildert er aufgekratzt vom dramatischen Rundenverlauf.

Bradley Dredge (WAL) geht als Führunder, bei -18 und mit drei Schlägen Vorsprung auf Ross Fisher und Simon Thornton (IRL) in die Finalrunde. Markus Brier ist 8. , bei zwölf unter Par. Die sechs Schläge Rückstand auf den Spitzenreiter entsprechen den Schlagverlusten am Samstag.
 

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BMW International Open
24. bis 27. Juni 2010
GC München Eichenried
Preisgeld: 2 Mio. Euro
Titelverteidiger: Nick Daugherty (ENG)

 


 

Im Spitzenfeld zur Halbzeit

Markus Brier scort in der zweiten Runde der BMW International Open drei Birdies und einen Eagle zum Abschluss und ist nach 67 (-5) Vierter. Martin Wiegele verpasst als 136. deutlich den Cut.

Mit einen Ealge zum Abschluss der zweiten Runde (67, -5) und -10 zur Halbzeit spielt Markus Brier am Wochenende um den Sieg mit.

©golfsupport.nl (3)

Briers blitzsaubere Eröffnungsrunde war keine Eintagsfliege. Wie zum Auftakt der BMW International Open scort Markus Brier auch in der zweiten Runde 67 (-5) und schiebt sich bis in die absoluten Spitzenränge nach vor. Bei drei Bridies auf den Frontnine und einem Eagle am letzten Loch bleibt Brier auch am Freitag bogeyfrei. Als Vierter bei zehn unter Par ist er drei Schläge hinter Bradley Dredge (WAL, -13), der seine Führung verteidigen kann. Beim kleinen Heimspiel wird der 41-jährige Wiener einige Aufmerksamkeit auf sich ziehen. „Ich habe wieder sehr solide gespielt. Vom Tee war es heute noch ein bisschen besser als gestern und wieder sind einige schöne Putts gefallen“, fasst Markus Brier seine zweite Runde in München –Eichenried zusammen.

Solide Drives als Basis für das starke Score
– Brier misst nur wenige Fairways.

Die Leistung im Detail
Mit zwei tollen Putts kommt er schon im ersten Drittel der Runde auf zwei Schlaggewinne. Auf Loch 4 (Par 4, 319 m) gelingt der Versuch aus 4 Meter; auf Loch 5 (Par 4, 319 m) fällt das Birdie aus 5 Meter. Mit starken Putts verhindert er auch Schlagverluste. So auf Loch 5 (Par 5, 440 m), wo der Chip nach der Vorlage zu weit gerät, und aus 4 Meter gerade noch der wichtig Parsave gelingt. Das dritte Birdie auf den Frontnine fällt auf Loch 8 (Par 3, 180 m) nachdem er den Ball mit dem 5er-Eisen bis auf 4 Meter zum Ziel bringt.
„Auf den zweiten Neun habe ich zwar viele Grüns getroffen, aber weniger gute Chancen gehabt“, so Brier zur langen Parserie nach dem Turn. Auf Loch 15 lippt der Birdieputt aus 1,5 Meter aus, dafür gelingt ein starkes Up-and-Down auf Loch 17. Das Highlight der Runde ereignet sich am letzten Loch (Nr. 18, Par 5, 519 m). Brier platziert den Abschlag in das Knie des Doglegs und erreicht mit dem zweiten Schlag mit dem 5er-Holz das Grün. „Das waren zwei sehr gute Schläge. Ich bin zwar Pin-High, aber 6 Meter vom Stock gelegen. Der Putt ist mit der letzten Umdrehung ins Loch gefallen“, freut sich der Fontana Pro über den seltenen Eagle am schwierigen Finishing Hole.
„Wenn man wie ich lange Zeit um die Cuts kämpft, kann man mit so einer Situation natürlich nicht rechnen – um so mehr freue ich mich. Aber, wie gesagt, mein Spiel ist schon seit längerer Zeit stärker als die Ergebnisse“, so Brier.

Vor allem gelochte längere Putts führen bisher zu 8 Birdies, einen Eagle und verhindern Bogeys.

Martin Wiegele kann bei seinem ersten Turnier auf der European Tour im neuen Karriereabschnitt nicht an die Erfolge der Vorwochen anknüpfen. "Ich habe die beiden Runden mit dem langen Spiel kämpfen müssen, was eigentlich selten bei mir ist. Ich habe mich schon am Mittwoch müde gefühlt; vielleicht hätte ich gar nicht spielen sollen – aber man weis ja nie was dabei rauskommt", schildert der 31-jährige Grazer.
Nach der Parrunde zur Eröffnung kommt Wiegele am Freitag auf 76 Strokes (+4). Sechs Bogeys sind zu viel um beim Tief-Scoren der Konkurrenz mithalten zu können. Als 136. bei vier über Par fehlen ihm sieben Schläge auf den Wochenendeinzug.

 

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BMW International Open
24. bis 27. Juni 2010
GC München Eichenried
Preisgeld: 2 Mio. Euro
Titelverteidiger: Nick Daugherty (ENG)

 


 

Brier in den Top-Ten

Markus Brier eröffnet die BMW International Open in Müchen-Eichenried mit seiner besten Runde seit langem. Mit fünf Birdies und ohne Schlagverluste kommt er auf 67 Schläge (fünf unter Par) und geht von Rang 9 in die zweite Runde. Martin Wiegele vergiebt vier Birdies zur Parrunde (T96).

Der Weg bis auf das 18. Grün der vierten Runde ist noch weit und Enthusiasmus wäre verfrüht, doch das Scrore am Donnerstag entspricht zumindest Briers solider Form der vergangenen Wochen. „Ich habe heute auch ein paar Fehler gemacht, aber mich immer gut retten können. So bleibt die Runde am leben und man fühlt sich wohl am Platz“, macht er vor allem starkes Scrambling für den tollen Auftakt verantwortlich. Ein weiterer Baustein waren zahlreiche gelungene Birdieputts, die nicht fallen müssen. Briers Bilanz: „Ich habe die Saves zur richtigen Zeit gemacht, und einige lange Putts versenkt.“

Von Loch 10 gestartet sorgen schon die ersten Löcher für Dramatik. Auf Loch 11 (Par 5, 508 m) vergibt er die Birdiechance aus 2 Meter. Dafür gelingt auf Loch 12 (Par 3, 140 m) der Parsave aus 6 Meter. „Ab dann habe ich ganz gut gespielt, viele Grüns getroffen und bin immer näher an die Fahnen gekommen“, so Brier. Das erste von fünf Birdies fällt auf Loch 16 (Par 4, 292 m) aus vier Meter. Eine 2-Meter-Chance auf Loch 17 (Par 3, 173 m) bleibt ungenutzt, doch schon auf der 18 (Par 5, 519 m) erreicht er das Grün mit dem zweiten Schlag und verwandelt.

Das dritte Birdie fällt am nächsten Loch (Nr. 1, Par 4, 395 m) wo sich Brier nach dem Schuss mit dem 8er Eisen einen 4-Meter-Putt läßt. Auf Loch 4 (Par 4, 319 m) fällt der Birideputt aus 3 Meter, und auf Loch 6 (Par 5, 440 m) aus 6 Meter. „Auf der sechs war es besonders spannend. Nach einem schlechten Abschlag am kurzen Par 5 bin ich auf das danebenliegende Fairway ausgewichen und habe dann mit dem 7er-Eisen das Grün getroffen“, schildert er amüsiert.
Auf die Frage ob morgen eine defensivere Herangehensweise für ihn möglich sei, antwortet Brier: „Mein Gameplan ist heute voll aufgegangen, warum sollte ich etwas ändern. Das Fairway muss man so oder so treffen, weil die Roughs teilweise richtig eklig sind.“

Neo-European-Tour-Member Martin Wiegele verspielt vier Birdies auf seinen ersten Neun Löchern mit zwei Bogeys und einem Doppelbogey nach der Halbzeit. Mit der Parrunde ist er 96ter.
Beim ersten European Tour Start von Martin Wiegele nach seinen beiden Siegen scheint es lange Zeit so, als könnte der 31-jährige Steirer das gewohnte Muster einhalten. Auch in den beiden vorangegangenen Turnieren – die er gewonnen hat – hat Wiegele mit besonders tiefen Eröffnungsrunden einen wertvollen Polster herausarbeiten können.

Früh von Tee 10 in die erste Runde der BMW International Open im GC München Eichenried gestartet, gelingen vier Birdies zum Auftakt. Auf seinem ersten Par 3 (Loch 12) fällt der Birdieputt aus 6 Meter und nach starken Approach am folgenden Par sind nur mehr 1,5 Meter notwendig. Am 17er fällt ein 10-Meter-Putt und auch auf am Par-5-Finishing-Hole gelingt der Birdieputt – diesmal aus zwei Meter.
Der nahezu unheimliche Run wird jedoch auf den engeren Frontnine mit zwei Bogeys und einem Doppelbogey unterbrochen. "Ich hab nicht mehr als drei schlechte Schläge gemacht, aber falsche Entscheidungen getroffen. Zwei weit hinten gesteckte Fahnen habe ich attackiert und bin auf Loch 1 (Bogey Anm.) und Loch 7 (Doppelbogey Anm.) in schwieriger Lage hinter dem Grün gelegen", schildert Wiegele. Ein weiteres Bogey passiert auf Loch 3, wo er den Abschlag verzieht. "Ich bin trotzdem zuversichtlich. Ich habe gut gespielt, und eine halbwegs brauchbare Ausgangsposition. Außerdem ist jetzt noch Zeit zum Trainieren", so Wiegele.

 

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BMW International Open
24. bis 27. Juni 2010
GC München Eichenried
Preisgeld: 2 Mio. Euro
Titelverteidiger: Nick Daugherty (ENG)

 

 


 

Chance in München

Markus Brier und – heuer erstmals auf der European Tour – Martin Wiegele spielen bei den BMW International Open um 2 Mio. Euro Preisgeld. Beide Österreicher kennen den Kurs.

Mit drei geschafften Cuts bei den drei letzten Turnieren scheint Markus Brier die Durststrecke im Frühjahr überwunden zu haben. „Mein Spiel war schon längere Zeit in Ordnung – in den letzten Wochen haben auch die Ergebnisse wieder gepasst. Aber auch die müssen noch besser werden“, kommentiert er seine aufsteigende Form. In einem positiven Lauf befindet sich auch Martin Wiegele, der nach seinem Sieg bei Saint-Omer Open Quereinsteiger im heurigen Race to Dubai ist, und auch schon seine Karte für 2011 an der Tasche hat. „Ich gratuliere Martin Wiegele und freue mich sehr für ihn. Aber auch für mich ist es angenehm einen zweiten Österreicher auf der Tour zu haben; jemanden den man gut kennt“, so Brier.

Zur 22. Auflage des Turnieres am Sitz eines der Hauptsponsoren der European Tour präsentiert sich der Platz im Norden Münchens in gewohnter Manier. „Es hat viel geregnet und wieder spielt sich der Platz ziemlich lang. Es gibt fast keinen Roll und die Roughs sind richtig satt. Vor allem auf den Frontnine kommen hohe Bäume ins Spiel und an manchen Stellen muß man den Ball ordentlich plazieren“, schildert Brier. Unter den erwarteten 60.000 Zusehern finden sich sicherlich mehr Österreicher, als auf der European Tour üblich. Für die beiden Austro-Pros entsteht die Anmutung eines kleinen Heimspieles.

Beim einzigen European Tour Event in Deutschland – die Ausrichtung wurde im Vorfeld bis 2014 bestätigt – stehen die deutschen Golf-Helden im Mittelpunkt. Martin Kaymer kommt als 9. der Order of Merit und Alex Cejka hat bei den U.S. Open weit vorne mitspielen können. Nach starken Ergebnissen in Pebble Beach sind auch Gregory Havret (FRA) und Ernie Els (RSA) am Start. Els und Paul Casey (ENG) rangieren in der Weltrangliste in den Top-Ten. Mit Sir Nick Faldo und Bernhard Langer nehmen auch zwei große Legenden teil.

 

BMW International Open
24. bis 27. Juni 2010
GC München Eichenried
Preisgeld: 2 Mio. Euro
Titelverteidiger: Nick Daugherty (ENG)

 

Die Challenge Tour ist nach Spanien gezogen und träg auf La Gomera die "Fred Olson Challenge de España" aus. Am Start sind: Thomas Feyrsinger und Hanspeter Bacher. Die anderen österreichischen Challenge Tour Spieler nehmen eine Auszeit.

Die Alps Tour ist in Frankreich bei den Open Mirabelle. Nach dem letztwöchigen Totalausfall wollen sich Uli Weinhandel, Florian Pogatschnig und Georg Schultes revanchieren.

In der höchsten Europäischen Damenliga, der Ladies European Tour, stehen die Ladies Portugal Open an. Nach dem starken Spiel Nicole Gergelys in der Schweiz, darf man sich einiges erwarten. Für Stefanie Michl wäre schon ein geschaffter Cut ein Erfolg.

 

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