Mittwoch 7. Juli 2010, 13:18 Uhr

Barclays Scottish Open [0]

„Wir hatten die gesamte Runde über Regen, und es war ziemlich mühsam heute“, gibt sich Markus Brier nach dem Spiel am Freitag geschafft. „Ich habe wieder nicht gut gedrivt, aber bis zur 12 mein Spiel halbwegs zusammenhalten können“, so Brier.

Auf den Frontnine stehen drei Bogeys zwei Birdies gegenüber. Mit zwei Schlägen Rückstand auf die Cutmarke in den Tag gegangen passiert ein kostbarer Schlagverlust schon am ersten Loch (Par 4, 389 m). Mit einem Birdie auf Loch 3 bügelt er den Fehler wieder aus, doch sind weitere Bogeys auf den Löchern 5 und 6 zu notieren. Mit einem Birdie auf Loch 9 (Par 4, 311 m) bringt sich der 42-jährige Wiener noch einmal ins Geschehen, bevor ihn das vierte von fünf Bogeys auf Loch 10 wiederum jäh zurückwirft.

„Auf der 13 (Par 5, 512 m, Anm.) hab ich links in den Wald gedrivt und dann auch noch einen Dreiputt fabriziert“, schildert der Fontana-Pro sein erstes Triplebogey, dass den Kampf um den Cut so gut wie aussichtslos macht. Nach einem weiteren Bogey auf Loch 16 (Par 4, 448 m) passiert am Finishing-Hole (Nr. 18, Par 4, 414 m) ein weiteres Triplebogey. Mit dem Wasserball vom Abschlag verliert Brier einen zweiten Ball und wiederum ist auf dem Grün ein Dreiputt notwendig.

Bei 11 über Par nach zwei Runden ist Brier bis auf derzeit Rang 147 zurückgefallen. Mit einer weiteren tiefen Runde – heute bei schwierigen Bedingungen – unterstreicht Darren Clarke (NIR) seine Topform. Nach 65/67 (-10) führt er mit derzeit vier Schlägen. Die zweite Runde ist in Gange.
 

 

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The Barclays Scottish Open
Loch Lomond GC
8. bis 11. Juli 2010
Preisgeld: 3 Mio. Pfund
Titelverteidiger: Martin Kaymer (GER)

 

 


 

Schwächen in die Grüns

Markus Brier scort in der ersten Runde der Barclays Scottish Open 73 (+2) und findet sich auf Rang 99, zwei Schläge außerhalb der derzeitigen Cutmarke wieder.

„Im böigen Wind war mein Eisenspiel ein bisschen durchwachsen was hier schnell zu Schlagverlusten führt. Auch vom Tee war es nicht wirklich solide“, analysiert Brier sein Spiel am Donnerstag. Immer wieder verfehlt er das Ziel beim Schuß ins Grün und sieht sich mit schwierigen Aufgaben konfrontiert.

Von Loch 10 in das Turnier gestartet passiert ein erstes Bogey auf Loch 12 (Par 4, 379 m). Nach dem verzogenen Abschlag ist eine Kurve ins Grün notwendig und Brier slict um eine Spur zu viel – das Up-and-Down misslingt. Schon am nächsten Loch (Nr. 13, Par 5, 512 m) bringt er den Ball mit den Wedge nah an die Fahne und bügelt den Fehler wieder aus. Nach einem weiteren Birdie (aus 3 Meter auf Loch 15, Par 4, 379 m) liegt er unter Par, muss jedoch prompt – nach Vorlage – ein weiteres Bogey einstecken.

Besonders schlimm kommt es am Finishing Hole (Nr. 18, Par 4, 414 m): „Nach dem perfekten Drive bin ich zu aggressiv auf die weit hinten gesteckte Fahne gegangen und habe ein wenig zu weit geschossen. Dort ist einfach kein Platz; das war ein vermeidbarer Fehler“, so Brier selbstkritisch. Der Retourchip von weit unterhalb des stark geneigten Grüns bleibt hängen – ein Zweiputt fixiert das Doppelbogey.

„Wenn man sich nicht so sicher fühlt, geht man mehr auf die Mitte der Grüns und das hat ganz gut funktioniert“, kommentiert der 42-jährige Wiener die solideren Backnine. Ein Bogey auf Loch 6 (Par 5, 572 m), wo nach schwachem Approach das Up-and-down ein weiteres Mal misslingt, kontert er mit einem Birdie aus 3 Meter auf Loch 7 (Par 4, 402 m).

An der Spitze des Leaderboards platziert sich nach langer Zeit wieder Darren Clarke (NIR) mit 65 (-6). Auch John Daly (USA) überrascht mit 67 (-4) und Rang 5. Phil Mickelson (USA) ist bei par, 45ter; Ernie Els (RSA) ist bei -2, 20ter.

 

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The Barclays Scottish Open
Loch Lomond GC
8. bis 11. Juli 2010
Preisgeld: 3 Mio. Pfund
Titelverteidiger: Martin Kaymer (GER)

 

 


 

Mit den Stars in Schottland

Nach seinem 42. Geburtstag teet Markus Brier diese Woche bei den Barclays Scottish Open im Loch Lomond GC auf. Die Challenge Tour gastiert in Frankreich und die Alps Tour spielt in Spanien.

„Es ist ein guter Platz mit einem guten Feld. Einige große Stars da, viele VIPs und aus Glasgow kommen immer viele Zuschauer“, schildert Markus Brier das Setup für das 3-Millionen-Pfund-Turnier am Loch Lomond, einem großen See nahe der schottischen Hauptstadt. Gastgeber der Barclays Scottish Open ist der Loch Lomond GC, ein exklusiver Privatclub, mit einem hervorragenden Designerkurs nahe am Wasser.

 „Es hat die letzten Tage immer wieder geregnet. Auch zum Turnier solle es regnen; wie es in Schottland eben so ist. Wind war in der Proberunde noch keiner dabei. Ich habe recht sauber gespielt und einige gute Eisen in die Grüns geschlagen. Auch das Driven war in Ordnung“, so Brier über die Turniervorbereitungen zu Wochenbeginn.

Als Repräsentant des Hauptsponsors macht Phil Mickelson (USA) – derzeit Zweiter in der Weltrangliste – bei den Barclays Scottish Open einen seiner seltenen Auftritte auf der European Tour. Mit den Spitzenspielern Camilo Villegas (COL) und Ryo Ishikawa (JAP) sind weitere internationale Top-Stars vertreten. Zum ersten Mal seit seinem historischen Sieg teet der frische US-Open-Champion Greame McDowell (WAL) wieder in Europa auf.

Challenge Tour in Frankreich
Die vier Österreichischen Challenge Tour Pros teen diese Woche zu den ALLIANZ Golf Open de Lyon auf. Heißester Kandidat auf eine starke Platzierung ist Bernd Wiesberger. Der Burgenländer erreichte vergangene Woche in Schweden den zweiten Rang und notiert derzeit als 16. der Order of Merit. Außerdem am Start: Roland Steiner, Thomas Feyrsinger und Florian Prägant.

Aufwärtstrend nach Heimspiel
Die Alps Tour Pros haben den Weg nach Madrid auf sich genommen. Nach stärkeren Ergebnissen im Waldviertel sind Uli Weinhandl, Florian Pogatschnigg und Georg Schultes wieder bessere Ergebnisse zuzutrauen. "Peaugeot Tour CCV Madrid" ist mit 50.000 Euro dotiert. Uli Weinhandl ist als 30. derzeit bestplatzierter Österreicher in der Gesamtwertung.

 

 

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