Medaille dank Heimvorteil? [0]

Bei der Team-EM der Damen am Murhof will sich Österrein als toller Gastgeber präsen­tieren und hat sich auch sportlich viel vorgenommen.

Den ersten Rekord hat die Damen-Teameuropameisterschaft schon vor ihrem Start am 5. Juli sicher: Mit 20 teilnehmenden Nationen ist das Starterfeld bei diesem Turnier so groß wie nie, und damit aber auch die Konkurrenz für das rot-weiß-rote Team.

Allerdings will das Team Österreich trotz dieser Tatsache für einen zweiten, sport­lichen Rekord sorgen: Erstmals in der Geschichte dieses Events steht eine Medaille am Menüplan der erfolgshungrigen Spielerinnen, von denen gleich drei – Fanny Wolte, Sarah Schober und Marina Kotnik – aus der Steiermark kommen und so doppelten Heimvorteil genießen. Allerdings, so viel sei vorweggenommen: Bislang war der 8. Platz bei diesem Bewerb das höchste der Gefühle aus rot-weiß-roter Sicht. Die Latte, die sich die Verantwortlichen, ­allen voran National-Coach Fred Jendelid, legen, ist also richtig hoch. „Gold ist nicht planbar, aber ein Platz am Stockerl ist am Murhof ganz klar unser Ziel“, so Jendelid mit breiter Brust. Um den Spielerinnen aber den Druck ein wenig zu nehmen, wäre der Schwede mit dem besten EM-Resultat auch noch zufrieden. Schließlich müssen die ­Österreicherinnen bei der EM eine ­ihrer Top-Spielerinnen vorgeben, wiewohl der Anlass ein höchst erfreulicher ist: Die ­Tirolerin Christine Wolf löste Ende Mai als Dritte bei der Quali für die US Women’s Open als erste heimische Amateurgolferin das Ticket zu diesem Major, das zeitgleich zur EM in Colorado über die ­Bühne geht. Somit komplettieren neben den drei ­Steirerinnen noch Marina Stütz, die Nummer 1 bei den Damen, Nina Mühl und Marlies Krenn das Team Österreich, das auch abseits des Golfplatzes eine prächtige Figur machen wird: Star­designerin Lena Hoschek hat dem Nationalteam Dirndln aus der „Manfred“-Kollektion zur Verfügung gestellt, und damit werden die Mädels bei den offiziellen Veranstaltungen ganz besonders im Rampenlicht stehen.

Was den Platz, die Organisation und die Side-Events betrifft, dürfen sich neben den heimischen Spielerinnen auch jene der restlichen 19 Nationen sowie alle Golfsport­interessierten freuen: Mit der Erfahrung von zig internationalen Top-Events – Austrian Open der Damen und Herren, zuletzt waren die European Young Masters am Murhof

drei Jahre in Folge zu Gast – überlässt ­OK-Chef Gary Stangl auch bei der EM nichts dem Zufall: „Wir haben dank zahlreicher hervorragender Sponsoren und Partner ein Vollprogramm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen kann“, fiebert der Ex-Junior-­Ryder-Cup-Captain dem Turnier schon ­entgegen.

Ein eigener Sporthilfe Sport & Business Circle eröffnet am 1. Juli sozusagen inoffiziell die Turnierwoche. Tags darauf dürfen sich noch einmal Sponsoren und Partner beim „Ladies First“-Turnier von der Qualität des Platzes überzeugen, ehe es dann ab 5. Juli (nach zwei offiziellen Trainingstagen) ans Eingemachte geht – auch für das rot-weiß-rote Sextett und seine Medaillenträume.

Und falls Sie an diesen Tagen noch nichts vorhaben, legen wir Ihnen einen Besuch bei der EM am Murhof ans Herz. Schließlich soll das Heimspiel auch ein solches werden.

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