British Open Geschichte [0]

ÜBER 150 JAHRE TRADITION – In etwas weniger als zwei Woche ist es soweit: von 18. bis 21. Juli geht im schottischen Muirfield Golf Links das wohl legendärste Golftrunier der Welt in seine 142. Auflage.

 

Typisch Open-Kurs: extrem tiefe Bunker und allerschnellste Grüns. Das Turnier rotiert zwischen neun britishen Top-Clubs.

British Open Geschichte: Kult und Tradition

Das traditionsreiche Muirfield, als Golfclub immerhin bereits im Jahre 1744 gegründet, ist dabei zum 16. Mal Gastgeber beim Wettstreit um den nicht minder traditionsreichen Claret Jug. Charakteristisch für die Open ist die Rotation der Austragungsplätze, die derzeit neun Kurse umfasst – einer ruhmreicher als der andere. Vom Klassiker St. Andrews Old Course über Royal St. Georges bis nach Muirfield: Die Open Championship finden immer auf Links-Kursen statt, als Reminiszenz an die britischen Wurzeln des Spiels. Nicht von ungefähr stammt das Platzdesign in Muirfield von Old Tom Morris, der Platz misst 7.192 Yards bei Par 71.

 

Ernie Els: Champion der letzten Open in Muirfield 2002 (l.) und Titelverteidiger nach seinem Vorjahres-Sieg in Lytham & St. Anne’s (r.)

Ernie Els im Fokus der British Open

Hier, etwas östlich von Edinburgh, finden heuer die Profis der Weltelite ihre typisch schottische Herausforderung aus fiesem Wind und tiefem Rough. Und einer von ihnen jagt sich in jeder Hinsicht selbst: Ernie Els. Der Südafrikaner ist als Sieger 2012 nicht nur Titelverteidiger, sondern auch der Gewinner der letzten Open in Muirfield 2002.

 

 

 

The Open – über 150 Jahre Golfgeschichte

 

– Erstmalige Austragung der Open Championship: 1860, Prestwick Golf Club (drei Runden á 12 Loch an einem Tag. Sieger mit 174 Schlägen: Willie Park Sr.).

– Erstmalige Austragung in Muirfield: 1892.

– Neun Plätze dienen derzeit als abwechselnde Austragungsorte: Muirfield (2013), Royal Liverpool Hoylake (2014), St. Andrews Old Course (2015), Royal Troon Golf Club (2016), Royal St. Georges, Carnoustie, Royal Lytham & St. Annes, Royal Birkdale, Turnberry.

– Offizielle Trophäe: Claret Jug. Verliehen seit 1873. Bis 1871 wurde dem Gewinner der Championship Belt verliehen. Dieser ging allerdings nach drei Siegen in Folge an Young Tom Morris.

– Weitere Trophäen: Golden Medal (Sieger, seit 1872), Silver Medal (bester Amateur, seit 1949), Bronze Medal (alle Amateure in den Finalrunden, seit 1972)

– 2013: 156 Starter, 945.000 Pfund für den Sieger. 1860: Acht Starter, kein Preisgeld. Bis einschließlich 1862 gab es kein Preisgeld, 1863 teilten sich die Plätze zwei bis vier ein Gesamtpreisgeld von 10 Pfund. Erste Entlohnung für den Sieger: Sechs Pfund (1864, Old Tom Morris).

– 1892 wurde die Turnierdistanz von 36 auf 72 Löcher verdoppelt, seit 1898 wird mit Cut gespielt.

– Rekordsieger: Harry Vardon (6), ältester Sieger: Old Tom Morris (1867 im Alter von 46 Jahren und 99 Tagen), jüngster Sieger: Young Tom Morris (im Jahr darauf im Alter von 17 Jahren und 156 Tagen)

– Niedrigster Score aller Zeiten (72 Loch): 267, Greg Norman 1993.

– Größter Vorsprung bei Turnierschluss: Old Tom Morris, 13 Schläge 1862. Dieser Rekord hatte bis ins Jahr 2000 für alle Majors Bestand. Bei den U.S. Open 2000 in Pebble Beach siegte Tiger Woods mit 15 Schlägen Vorsprung. Es bleibt anzumerken: Morris holte seinen Vorsprung auf nur 36 Loch heraus.

 

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