Donnerstag 4. Oktober 2012, 21:40 Uhr

Rang 22 bei der WM [0]

Das ÖGV-Team mit Lukas und Tobias Nemecz und Manuel Trappel kann sich am Finaltag der Eisenhower Trophy in Belek nicht mehr verbessern. Die USA werden überlegene Mannschafts-Weltmeister.

 

Selten schön: Die WM in Belek wird vom schlechten Wetter überschattet.

Nach den Wetterkapriolen der vergangenen Tage geht die ÖGV-Mannschaft am Sonntag von Rang 16 in die letzten 9 Löcher der Finalrunde. Wegen zahlreicher Verzögerungen wurde das Turnier auf 54 Löcher verkürzt und die Österreicher haben keine Chance mehr, in den Titelkampf einzugreifen. Mit dem 22. Platz im Endklassement bleiben die hochgesteckten Erwartungen unerfüllt. Eine Verbesserung des 21. Ranges bei der WM 2010 in Argentinien war als Minimalziel angepeilt worden.

Ohne Glück im Finish
Bei par in den Tag gegangen, müssen die Österreicher am engen Sultan Course des Antalya GC einmal mehr Schlagverluste hinnehmen. Tobias Nemecz kontert drei frühe Bogeys mit einem Birdie und einem Eagle und bringt mit der Parrunde (71 Schläge) das beste Ergebnis ins Clubhaus.

Tobias Nemecz

Auch sein Bruder Lukas Nemecz hadert mit dem Scoring – vor allem die Leistung auf den Grüns entspricht das ganze Turnier über nicht der Weltspitze. Mit einem Doppelbogey erreicht der Grazer mit Profi-Ambitionen am Schlusstag 73 (+2). Wie erwartet, kann sich der leicht verkühlte Manuel Trappel nicht mehr verbessern und sorgt mit 75 (+4) für das Streichresultat in der Finalrunde.

Manuel Trappel

Es siegen die US-Amerikaner mit dem Weltranglisten-Ersten Chris Williams, mit vier Schlägen Vorsprung auf Mexiko. Eine starke Finalrunde hievt das deutsche Team noch auf Rang 3.

In der Einzelwertung ist Lukas Nemecz als 33. bestplatzierter Österreicher. Er sorgt mit seiner 68 (-4) in der Auftaktrunde für das einzige Ergebnis der Österreicher unter Par.
ÖGV-Sportdirektor findet zum Abschluss tröstende Worte: „Ich bin sehr stolz darauf, wie sich die Burschen hier präsentiert und gekämpft haben. Leider haben sie zu wenig gelocht, auch weil sie oft nicht nah genug zu den Fahnen gekommen sind. Wir haben aber nie das so wichtige Momentum bekommen, wie es ein Chip-In oder ähnliches im Team bewirkt hätte.“

Lukas Nemecz wird als 33. bestplatzierter Österreicher in der Einzelwertung.

Nicht ohne Diskussion ist der späte Start der Österreicher in die beiden Finalrunden geblieben. Die ÖGV-Amateure haben nach ihrer erfolgreichen Auftaktrunde den Rhythmus nicht mehr gefunden und mussten einige kritische Löcher im Regen spielen. (Bilder: gepa, 3)

 

Interview mit Nationaltrainer Fred Jendelid

 

GR: Wie waren die Wetterverhältnisse in den vergangenen Tagen.
Wenn die Burschen am Platz waren, war es die meiste zeit sehr heiss und schwül. Ständiges Trinken während der Runde und gute Nahrung sind dann besonders wichtig.

GR: Der späte Start am Freitag hat für Diskussionen gesorgt. Hattet ihr Pech?
Ja, wir mussten den ganzen Tag auf den Start in die zweite Runde warten und dann, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, noch drei Löcher spielen. Wir waren die einzigen. Die Mannschaft hinter uns hat man nach Hause geschickt.

GR: Hat sich das auf die Moral im Team ausgewirkt?
Nein, die Burschen waren alle vier Tage lang sehr motiviert – das hat mir gut gefallen.

GR: Ihr habt zwei Runden am Antalya GC gespielt, was macht den Kurs aus?
Es gibt einige wirklich harte Löcher und nur wenig echte Birdie-Chancen. Vor allem auf den engen Par 5 muss man einerseits aufpassen, andererseits mit Druck spielen.

GR: Die Vorgabe für die Finalrunde war, mehr Risiko zu nehmen. Wie sieht das genau aus?
Da geht es zum Großteil um die Tee-Schüsse. Auf vielen Löchern kannst du mit einer aggressiveren Linie, zum Beispiel über einen Bunker, einen echten Vorteil herausarbeiten. Wenn es gut geht, spielt man nur mehr ein Wedge statt einem 7er-Eisen ins Grün.

GR: Welche Position war vor der Finalrunde noch möglich?
Ich denke, die Top-15 wären drinnen gewesen.

GR: Wie scort Steve Williams so tief?
Er bekommt den Ball schneller ins Loch 😉

 

zum Scoreboard

Eisenhower Trophy
4. bis 7. Oktober 2013
Cornelia GC, Antalya GC, Belek
Titelverteidiger: Frankreich

 

 

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