Freitag 17. Mai 2013, 20:37 Uhr

McCarroll setzt sich durch [0]

Brendan McCaroll verteidigt seinen Titel bei den Gösser Open in Maria Lankowitz. Turnier-Presenter Martin Wiegele wird 2. mit einem Schlag Rückstand.

 

Er gibt die Trophäe nicht her: Titelverteidiger Brendan McCaroll (re.) mit Martin Wiegele auf Rang 2.

Er gibt die Trophäe nicht her: Titelverteidiger Brendan McCaroll (re.) mit Martin Wiegele auf Rang 2.

Der große Triumphator der Gösser Open presented by Martin Wiegele 2013 heißt Brendan McCarroll. Der 27-jährige Ire verteidigte bei dem mit 40.000 Euro dotierten Alps-Tour-Turnier im Golfclub Erzherzog Johann in Maria Lankowitz in einem dramatischen Duell mit Lokalmatador Martin Wiegele seinen Titel mit Erfolg und wurde dafür mit einem Siegerscheck in Höhe von 5.800 Euro belohnt. McCarroll spielte am Schlusstag eine 68er-Runde (-4) und lag am Ende bei gesamt 14 unter Par einen Schlag vor Wiegele (69/-3) und dem Waliser Rhys Enoch (65/-7), die sich mit 203 Schlägen (-13) Platz zwei teilten und jeweils ein Preisgeld von 3.250 Euro kassierten.

Finalrunde unter Hochspannung
Wiegele und McCarroll waren vor der Rekordkulisse von mehr als 500 Zuschauern im Schluss-Flight auf die Finalrunde gegangen und lieferten einander einen erbitterten Schlagabtausch. Mit einem Eagle-Chip auf dem Par 5 der neunten Bahn holte McCarroll einen Schlag Vorsprung heraus. Auf Loch 13 (Par 5) hätte der Steirer kontern können, doch aus einer guten Eagle-Chance wurde letztlich nur das Par. Nach einem Bogey von Wiegele auf der 14 (Par 4) schien das Pendel zugunsten des Vorjahressiegers auszuschlagen, doch McCarroll leistete sich postwendend auf Hole 15 (Par 3) ein Doppelbogey, womit der Gleichstand wieder hergestellt war. Die Entscheidung fiel auf dem Schlussloch (Par 4), auf dem Wiegele den Abschlag rechts in das Wasserhindernis beförderte, dafür einen Strafschlag aufgebrummt bekam und deshalb ein Bogey notieren musste, während sein Kontrahent souverän das siegbringende Par spielte.

„Ich habe auf dem letzten Loch den Wind leider falsch eingeschätzt und deshalb den Drive ins Wasser geschossen. Entscheidend war heute, dass ich am Beginn einige Chancen liegengelassen habe, um mich etwas abzusetzen. So eine Möglichkeit hätte sich noch einmal auf der 13 ergeben, wo ich den Eagle zu sehr erzwingen wollte. Danach hat er Oberwasser bekommen, obwohl er sich auf der 15 noch einen Schnitzer geleistet hat. Es ist natürlich schade, dass es nicht zum Sieg gereicht hat, aber in Summe war es ein packender Kampf vor einem begeisterten Publikum. Für mich haben die Gösser Open zu 100 Prozent ihren Zweck erfüllt. Ich wollte vor den nächsten Turnieren auf der European Tour Selbstvertrauen tanken, und das habe ich mit diesem Resultat auch getan“, sagte Wiegele.

Titelverteidiger behält die Nerven
Brendan McCarroll vereitelte den ersten österreichischen Erfolg bei den Gösser Open seit 2008, als Martin Wiegele gewonnen hatte, und ist der erste Spieler seit Gordon Manson (1998, 1999), der zwei Siege in Serie bei Österreichs traditionsreichstem Golf-Turnier feiern konnte. „Ich war zu Beginn beim Putten ein wenig nervös, aber das hat sich zum Glück im Laufe der Runde gelegt. Das lange Spiel war bis auf einen schlechten Schlag auf der 15 perfekt. Ein Sieg gegen einen so starken und erfahrenen Spieler wie Martin Wiegele zu holen, ist natürlich besonders viel wert“, freute sich der sympathische Ire über seinen insgesamt dritten Triumph auf der Alps Tour nach den Gösser Open 2012 und den San Remo Open 2012.

Starke Leistung der Österreicher

Johannes Steiner zeigt als zweitbester Österreicher ein weiteres Mal auf.

Johannes Steiner zeigt als zweitbester Österreicher ein weiteres Mal auf.

Zweitbester Österreicher wurde der Salzburger Johannes Steiner, der sich mit einer sensationellen 64er-Runde (-8) und 207 Schlägen (-9) von Platz 39 noch an die sechste Stelle nach vorne katapultierte. „Vom ersten bis zum letzten Schlag hat heute einfach alles gepasst. Eine 64 habe ich auf einem Par-72-Platz noch nie gespielt. Diese Runde gibt mir viel Selbstvertrauen für die kommenden Turniere“, freute sich Steiner.
Lukas Nemecz platzierte sich mit einer 70er-Runde bei gesamt 7 unter Par als 13. als dritter rot-weiß-roter Akteur in den Top 15. Der in den USA studierende Sepp Straka (211/-5) gewann mit einem Schlag Vorsprung auf Timon Baltl (212/-4) die Amateurwertung.

 

Der GC Erzherzog Johann als zweiter Sieger: zahlreiches, fachkundiges Publikum am Finaltag in Maria Lankowitz.

zum Scoreboard

Gösser Open pres. by Martin Wiegele
17. bis 19. Mai
GC Erzherzog Johann, Maria Lankowitz

 

 

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