4Ball-Challenge

4Ball-Reporter: Taktik ist alles [0]

Den Schlendrian links liegen lassen, aber bei aller Konkurrenz die Fairness hochhalten. Das machen Größling/Schwegel in Gastein und sichern sich mit starkem Finale in grandioser Kulisse den Aufstieg.

 

von Nikolaus Größing & Peter Schwegel

Viele kurze Par 4 locken zur Attcke – der GC Bad Gastein ist eine Ideale Wiese zum Vierball-Spielen

Um es vorweg zu nehmen, es war wieder einer dieser Tage, die unsere Admiral 4-Ball Challenge so spielenswert machen. Nachdem wir mit unseren Spielpartnern vereinbart hatten, am Freitag, den 11.Mai unser Match zu spielen, machten wir uns bei herrlichem Wetter auf den Weg nach Bad Gastein.
Den ganzen Weg von Salzburg, diskutierten wir über unsere Spieltaktik, denn vor einigen Jahren hatten wir auf diesem Platz eine bittere Niederlage in der Admiral 4-Ball Challenge einstecken müssen. Und das, obwohl wir vorher eine Proberunde gespielt hatten und unsere Taktik genau festgelegt hatten. Eine Taktik, die wir dann natürlich in der Turniersituation völlig über den Haufen geworfen haben. Dies sollte uns diesmal nicht passieren und vor allem das Loch 14, der Abschlag Adlerhorst sollte kein Fiasko werden.

Unsere Gegner Wolfgang Steinlechner und Bernhard Lindner stellten sich als äußerst nette und freundliche Spieler vor und so ging es los. Durch gutes Spiel (unter anderem mit Birdie auf der 2) lagen wir bald 3 Schläge vorn und wie es so geht im Golf: Freund Schlendrian stellte sich ein und nach einem sensationellen Birdie von Bernhard Lindner auf der 8 (immerhin HCP 1 Loch) stand es A/S.
Als dann Wolfgang Steinlechner auf der 9 den Ball zur realistischen Par Chance aufs Grün verlegte und wir eigentlich nur eine Bogey Chance hatte, wurden bei Peter Schwegel und mir die Gesichter lang. Wir retteten mit Par gegen Par das A/S zur 10. Wer den GC Gastein kennt, weiß, daß der Weg von der 9 zur 10 ein kleines Stück ist (Shuttle gab es an diesem Tag nicht mehr) und es war so faszinierend, daß auf diesem Weg nicht Team mit Team gegangen ist, sondern sich unter uns wieder ein nettes Gespräch entwickelt hat. Das ist oftmals auch das Schöne an dieser Turnierserie, das Kennenlernen von neuen Golfpartnern, das Austauschen, das gemeinsame Genießen (bei aller gebotenen Rivalität) einer schönen Golfrunde.

Auf der 10, einem nicht sehr schweren Loch, ließen wir uns fast schon einlullen von dieser harmonischen Stimmung und flugs waren wir 1 down. Nun beschlossen wir, daß es so nicht weiter gehen könne, bei aller Freundschaft, aber einfach abschenken wollten wir die heurige Serie auch nicht. Par gegen Doppelbogey auf der 11, Bogey gegen Bogey auf der 12 und Birdie gegen Par auf der 13 brachten uns wieder in Front. Und dann kam die 14, der Adlerhorst. Zu unserer großen Erleichterung war dieser Abschlag aber noch gesperrt und so konnten wir neben dem herrlichen Panorama von Bad Gastein auch noch eine wesentliche Erleichterung bei diesem Loch genießen.
Als Wolfgang Steinlechner dann seinen Abschlag verhaute und Bernhard Lindner seinen 2. Schlag rechts neben das Grün unter einen Baum platzierte, trat eine gewissen Erleichterung auf. Zwar retteten die Beiden das Par durch einen unglaublichen Chip von Wolfgang Steinlechner (Mickelson hätte seine Freude daran gehabt), aber das Momentum war auf unserer Seite. Par auf der 15, Birdie auf der 16 und Par auf der 17 brachten uns einen komfortablen Vorsprung, den wir auf der 18 auch nicht mehr aus der Hand gaben.

So beendeten zwei Pars eine wunderschöne Golfrunde in Bad Gastein, die noch lange auf Loch 19 diskutiert wurde. Spät machten wir uns auf den Heimweg nach Salzburg, nicht ohne vorher vereinbart zu haben, daß wir uns in unserem Heimatclub Eugendorf zu einem Retourmatch treffen wollten – das ist für mich der Sinn der Admiral 4-Ball Challenge.

 

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