McIlroy: Nike winkt mit 250 Mio Dollar [0]

Time for change: Rory McIlroy wechselt das Management, die Tour und nun den Ausrüster: Mit 250 Millionen Dollar wedeldete Nike erfolgreich vor der Nase der Nummer 1 der Golfwelt.

McIlroy geht im Bereich Ausrüstung ab 2013 neue Wege

Erst kürzlich lässt Acushnet – Hersteller von Titleist und Footjoy, verlautbaren – dass man sich per 31. Dezember 2012 von Rory McIlroy trennen werde und den Vertrag nicht verlängert. Damit endet eine fünfjährige Zusammenarbeit, von der beide Seiten enorm profitiert haben.

Doch nun muss Titleist seine Nummer Eins der Konkurrenz überlassen und versucht zumindest in den Medien durch Lobeshymnen das Pokerface zu wahren. „Rory war zu jeder Zeit ein überragender Botschafter unserer Marken Titleist und FootJoy und wir sind im Gegenzug stolz darauf, wie sehr unsere Produkte Anteil an seinen Erfolgen gehabt haben. Wir wünschen Rory alles Gute, sowohl für seinen weiteren persönlichen Werdegang, als auch den als Golf Professional“ lässt etwa Vorstandsvorsitzender Wally Uihlein verkünden und auch McIlroy geizt nicht mit Dank und Anerkennung. „Ich habe die letzten 5 Jahre mit Acuschnet sehr genossen, denn sie waren für mich sehr aufregend und erfolgreich und ich werde immer dankbar sein für den wertvollen Beitrag, den sie geleistet haben und der mich zu dem Golfer gemacht hat, der ich heute bin“.

Steht Nike vor dem Superdeal?

Seit dem Bekanntwerden wurde nur kurz über die weitere Zukunft McIlroys spekuliert. Der Deal mit Nike ist beschlossene Sache, zumal 250 Millionen Dollar für 10 Jahre eine ausreichend große Karotte für McIlroy ist. Damit stehen die akutelle Nummer 1 und 2, Tiger Woods, beim berühmtesten Swosh der Welt unter Vertrag .

Wenngleich lukrativ, birgt ein derartiger Wechsel jedoch auch Gefahren für die aktuelle Nummer Eins der Welt. Auswirkungen auf das Gefühl und Selbstvertrauen eines Tourspielers, die nicht zu unterschätzen sind und von denen besonders die alte Garde der PGA Tour ein Lied singen kann. So auch Sir Nick Faldo, der seinen Bedenken in einer Kolumne Ausdruck verlieh. „Ein Wechsel der Schläger kann sehr gefährlich werden. Ich habe auch Schläger und Ausrüstung gewechselt und jeder Hersteller sagt, dass er die alten Schläger kopieren kann, man können den Golfball so hin biegen, dass er zu einem passt. Aber es gibt da noch den Klang und das Gefühl. Beides ist ganz wichtig und unbezahlbar. Da muss man sehr, sehr vorsichtig sein, denn, wenn man rausgeht und nicht das Gefühl für die Schläge hat, kann der Schuss schnell nach hinten los gehen und man verdirbt sich alles“.

 

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