Blog von Klaus Nadizar

Weg mit dem Speck [0]

Was macht man, wenn ein alter Bekannter sich nach Jahren wieder meldet? Ganz plötzlich Dinge, die einen komisch ausschauen lassen.

Bernd Eckerstorfer, Präsident des GC Pfarrkirchen, hat in seinem Brotberuf schon einige interessante Sachen absolviert: Er war unter anderem bei GoreTex, ist immer noch im Fußball-Business und hat seit ein paar Jahren die Geschäftsführung von Hypoxi über.

Hypoxi? Ganz ehrlich: ich dachte zunächst an Pferde-Therapie, oder so.

Ein paar Stunden später war ich schlauer und hatte mich unvorsichtigerweise zu einem Selbstversuch überreden lassen. In nur vier Woche würde ich sichtbar schlanker sein, an meinen Problemzonen (ich bin stolzer Besitzer mehrerer solcher) zentimeterweise verlieren. Sagt Bernd. Und auch Petra, die Leiterin des Hypoxi-Studio-Standorts in Wien Hietzing.

Dort nämlich soll es meinen überflüssigen Kilos (auch in diesem Fall bin ich gut aufgestellt) in den nächsten Wochen schmelzen – und das im wahrsten Sinnen des Wortes. Denn das Probetraining macht mir klar, dass ich um zukünftig eine gute Figur zu machen, mich drei Mal pro Woche zum Kasperl machen muss.

Denn Hypoxi arbeitet mit Vakuum, wofür es einer speziellen Ausrüstung bedarf. Also werde ich in eine Art Tauchanzug gezwängt, luftdicht an allen Enden, und schon geht’s los: Drei Schläuche sorgen für den nötigen Luft-Entzug, ein Laufband für die entsprechende Unterfütterung der Fettverbrennungsvorgänge. Was komisch aussieht, klingt nach einer kurzen Erklärung einleuchtend: Der Anzug sorgt mit Hilfe des Vakuums, dass das Blut zirkuliert, wo Verbrennung stattfinden soll. In meinem Fall am Bäuchlein, das Frau Petra, nach einer leider all zu genauen Abmessung (Umfang der Redaktion bekannt) ein wenig anders tituliert. Egal. Er muss weg. Alles wird natürlich streng kontrolliert, gelaufen (ich muss gehen!) wird nur im Pulsbereich von 120.

Aber! Oh Wunder! Schon beim dritten Mal fühlt sich alles anders an: War ich anfangs auf Stufe 4 – Frust: stufe 2 ist die unterste – eingestellt, ist schon bei der dritten Hypoxi-Session meine (nicht vorhandene) Kondition im Vormarsch und ich darf mittlerweile 40 Minuten auf Stufe 6 traben. Dass mein Bauch noch sichtbar unter mir dahinwogt macht mich zwar ein wenig traurig, aber Petra muntert mich auf und versorgt mich mit zusätzlich Ernährungstipps. Damit sollte rechtzeitig zur Bikini-Saison mein Auftritt im Gänsehäufl für entsprechend Furore sorgen.

Was in solchen Momenten immer schlagend wird, ist die Preisfrage und Dauer der „Behandlung“. „Unter vier Wochen macht es keinen Sinn, weil sich der Körper erst nach einer gewissen Zeit auf das neue Programm, das er absolvieren muss, einstellt“, sagt Eckerstorfer. Und zum Thema „Preis“? Da fällt mir nur ein, dass einem die eigene Gesundheit doch etwas Wert sein sollte. Zumindest so viel, wie man gerne in Extras bei einem neuen Auto investiert, zum Beispiel.

Und dann machen sich rund 50 € für pro Session, inklusive perfekter Rundumbetreuung – Sie brauchen exakt nix mitnehmen, außer Sportschuhe – und die mehr als intime Atmosphäre (in Hietzing trainieren maximal 5 Personen gleichzeitig) als echtes Schnäppchen aus. Auch wenn es auf den ersten Blick teuer klingt.

Infos: www.hypoxi.com

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