Blog von Klaus Nadizar
RyderCup [0]
Spaghetti mit Pommes
Die Schlange vor Jamie Olivers Top-Restaurant in Cardiff ist lange genug, um eine halbe Packung Zigaretten zu rauchen, wäre man Raucher. Das Warten zahlt sich aber aus, von ein paar sonderbaren Tischsitten abgesehen…
Prächtige Pasta, al dente wie beim Top-Italiener, sensationelle Antipasti, feines Brot und tolle Weine: Jamie Oliver lässt in Cardiff groß aufkochen, vergisst aber, so scheints, bei der kulinarischen Erziehung: Wie sonst ist es zu erklären, dass meine Tischnachbaren – man sitzt ein wenig beengt, der Andrang ist riesig, der Umsatz garantiert auch – Pommes zu ihren Spaghetti bestellen. Zum Glück ohne Ketchup. Als kleine Krönung schaffen die beiden es dann auch nicht das Besteck so hinzulegen, um der Kellnerien zu signalisieren, sie seien fertig. Erst nach einer halben Stunde werden die Teller dann doch abserviert.
Bei uns schafft es die Kellnerin feinstes Olivenöl, das zum Dippen bestimmt war, mit grauslichem Essig zu verhunzen und anstandslos zu erklären, dass sei hier so Sitte.
Ryder Cup Quiz, Teil 4: Hektik und Terminverschiebung auch beim Quiz: Diesmal geht es um original Ryder Cup-Pitchgabel & Ballmarker…
Die Frage: Wie oft hat Lee Westwood in seinen bisherigen Ryder Cups mit einem Engländer gemeinsam eines der beiden Team-Formate gespielt?
Die Antwort bitte wie immer an redaktion@golfrevue.at
Ryder Cup 2010: Die Party kann beginnen
Mit einem schalen Beigeschmack geht’s nun langsam los: Die Hotellerie in Cardiff ist mau, die Bewerbung des Events in der Stadt noch mauer. Bei der Eröffnung im Millenium Stadium hing ein riesiges Rugby-Transparent vor dem Eingang…
Man hat den Eindruck, als wolle man möglichst wenige Einheimische auf den Platz in Celtic Manor bringen. Nur zart wird der Ryder Cup walesintern beworben, außer einem großen Monty-Plakat war am Flughafen Cardiff de facto nix zu sehen vom Ryder Cup 2010.
Auch die Stadt selbst ist kaum beflaggt, beschildert oder beplakatet. Den, nennen wir es ruhig so, negativen Höhepunkt durften die Besucher bei der großen Eröffnungszeremonie im Millenium-Stadium erleben. Wohl waren alle Größen aus Wales vertreten, Catherina Zeta-Jones und Shirley Bassey und Prinz Charles inklusive, auf dem Stadion prangte aber ein Rugy-Plakat…
Immerhin: Die Eröffnung samt Konzert war durchaus gelungen und stimmungsvoll, Ryder Cup-Stimmung mag aber keine aufkommen. Vielleicht auch, weil es noch nicht wirklich losgeht und derweil höfliche Floskeln vorherrscheren. Einzig Jungstar Rory McIlroy hat sich einen kleinen verbalen Ausrutscher geleistet und den Ryder Cup als eine Exhibition und nicht eine Competition bezeichnet. Um den Rüffel, den der junge Ire ausfasst, wieder vergessen zu machen, teen am Mittwoch die Spieler Europas mit einer Rory-Perücke auf…
Nicht einmal Tiger Woods bekommt sein Fett ab. Die einzige, einigermaßen originelle Idee hat ein Taxi-Unternehmen, das mit dem Tiger-Taxi um Fahrgäste wirbt. Aber selbst das scheint nur halbherzig durchgezogen zu sein.
Update zu unserem Devotionalenjäger.
Aktuelle Beute: Ein Leiberl und eine Regenjacke und ein Regenschirm des Junior Ryder Cup-Teams…
Nicht schlecht, Udo!
Ryder Cup Quiz, Teil 3: Mangels Internetzugang – ja, das gibt es noch in unseren Tagen – gibt es erst heute, Donnerstag wieder die Frage des Tages. Diesmal geht es um das original Ryder Cup-Mediabag…
Die Frage: Wie viele Ryder Cup-Punkte hat Tiger Woods bislang für die USA eingefahren?
Die Antwort bitte wie immer an redaktion@golfrevue.at
Europa: Toller Kampf bleibt unbelohnt
Hut ab vor der Leistung der europäischen NachuwchsgolferInnen, die sich in den Singles teuer verkauften. Viel hat schlussendlich auf die Sensation nicht gefehlt und Europa hätte den großen Rückstand von Tag 1 noch aufgeholt.
Sah es nach Tag 1 nach einem ähnlichem Debakel wie vor zwei Jahren in den USA aus, muss sich Europa nach dem Schlusstag des Junior Ryder Cups ein wenig den Vorwurf gefallen lassen, in den Vierern „ausgelassen" zu haben.
Denn was die europäischen JunggolferInnen in den Singles zeigten, war schlicht Golf vom Feinsten und am Ende haben nur zwei Punkte auf den Sieg gefehlt. „Ich bin wirklich stolz auf mein Team, dass Moral bewiesen hat", freut sich Junior Ryder Cup Captain Gary Stangl über die das 7,5 zu 4,5 in den Singles.
Tatsächlich durfte sein Team sogar noch hoffen, das Match umzudrehen, zwei „böse" Turns zugunsten der USA gaben schlussendlich den Ausschlag: Die Tschechin Klara Spilkova drehte das Match gegen Doris Chen (USA) nach 2 down auf den Back-nine noch um, musste sich aber am letzten Loch mit einem Dreiputt geschlagen geben.
Bei diesem Match wäre ebenso ein voller Punkt möglich gewesen wie beim Match von Kelly Tidy (WAL) gegen Kim Park (USA), bei dem die Europäerin ebenfalls am letzten Loch verliert.
Für tolle Atmosphäre sorgten busweise herbeigeführte Schulkinder, die auf einem eigenen Übeungsplatz selbst erste Kontakte mit Golf knüpfen konnten.
Achtung, Devotionalienjäger
Einen Namen im Team Europa hat sich bereits Udo Rienhoff gemacht: Der Hertz-Boss, ein begeisterter Devotionaienjäger (und Sammler) tritt recht unkonventionell in Erscheinung und ist stets auf der Suche nach Logo-Ware. Wobei einerseits der Pro-Shop in Gleneagles schon den roten Teppich ausrollt, andererseits aber vor allem auch nicht käuflich Erwerbbares zum Objekt der Begierde für Rienhoff wird. Und dabei macht sich Udo gerne ein paar „Freunde", indem er durchaus hartnäckig seiner „Jagdleidenschaft" fröhnt…
Allerdings: Der Erfolg gibt ihm Recht!

Eines seiner „Lieblingsspielzeuge" ist das Captains Car vom Team Europa, das er sich aber nur für einen „inoffiziellen Fototermin" unter den Nagel gerissen hat. Verwunderlich eigentlich: Rienhoff besitzt als Autovermieter jede Menge Cars, das, was er liebsten fahren würde, bekommt er aber nicht…
Mit Beginn Montag, 27. September verlosen wir hier auf Golfrevue.at täglich Ryder Cup-Devotionalen für echte Golffans! Daher gibt es hier auch richtig knifflige Fragen.
Diesmal geht es um ein original Ryder Cup Kapperl von 2014. Damit sind Sie Ihrer Zeit garantiert voraus.
Die Frage des Tages: Bereits zwei Mal spielten im Team Europa Schwager miteinander. Welche vier Spieler wurden quasi durch Hochzeiten miteinander verwandt?
Die hoffentlich richtige Antwort schicken Sie bitte an redaktion@golfrevue.at
Ryder Cup Amuse Geule in Schottland
Mit dem Junior Ryder Cup startet der Hype um das Spektakel in Wales. Als Gast von Captain Gary Stangl sind wir – Klaus Nadizar, Udo Rienhoff (Hertz) und Christian Lesjak (FlyNiki) – mitten drin satt nur dabei. Mit Ryder Cup-Quiz!
Gleneagles, Schottland. 40 Autominuten nördlich von Edinburgh. Hier wird es 2014 richtig rund gehen, wenn der Ryder Cup wieder in Europa Station macht. Als Vorspeise erleben die Junior Ryder Cup-Teams von Europa und den USA die Location, wo in vier Jahren die Stars aufteen werden. Große Augen und offene Münder allerorten.
Das Golfresort mit drei 18-Loch-Kursen und einem Pitch&Putt-Platz ist wohl das feinste Schottlands. Und wohl auch eines der teuersten. Kleines Beispiel gefällig: Eine 4-Gang-Whiskey-Degustation schlägt mit 800 Pfund zu Buche – in altem Geld 16.000 Schilling. Getrunken wird trotzdem, wenngeich in den wesentlich billigeren Pubs, wo trinkfeste Schottinnen über antialkohliische Bestellungen milde lächlen: Hertz-Boss Udo Rienhoff, ausgewiesener Nicht-Trinker bekommt nach seinem „A Sprite, please" ein fröhliches „It’s your lucky day, today?" zurück. Rienhoff und Christian Lesjak (FlyNiki) sind sozusagen die inoffiziellen Vice-Captains von Gary Stangl und sorgen für die gute Laune im Team Europa. Als Gastgeschenk gab es für die 12 SpielerInnen des Team Europa Mozartkugeln – Schokolade macht ja bekanntermaßen glücklich.
Captain Gary
Während Rienhoff, Lesjak und meine Wenigkeit noch ein wenig locker durch das mächtige Geläuf des Resorts schlendert – wir haben unter anderem den Ryder Cup-Kurs 2014 vorgekostet, und er ist uns nicht bekommen (-25 Bälle zu dritt) –, versucht Gary Stangl (Murhof), der nach Valhalla 2008 auch heuer wieder als Junior Ryder Cup Captain fungiert, sein Team auf das Match gegen die Amis einzuschwören. Wie bei den großen gibt’s Gala-Abende, eine stimmungsvolle, offizielle Eröffnung – Bravo Gary, tolle Rede! – und Team-Meetings.
Mit Tommy Horton steht Stangl eine echte Legende als Honorary Captain zur Seite und alles ist durchorganisiert, als wären schon die Großen vor Ort. Als Besucher tauchen Paul Lawrie (British Open-Sieger 1999 – Sie wissen schon: Das Van de Velde-Debakel), John O’Leary (Ryder Cupper in den 1970er-Jahren), oder auch Nicolas Colsaerts (belgischer European Tour-Spieler) in Gleneagles auf. Colsaerts, der zwei Mal (1997, 1999) im europäischen Junior Ryder Cup-Team gespielt hat: „Das ist das beste Turnier, das du als Amateur spielen kannst. Wir hatten bei der Premiere 1997 die Amis abgewatscht, und da waren Namen wie Hunter Mahan oder Dj Trahan dabei."
Schwacher Start
Nach den Vormittagspartien – es wurde ein Klassischer Vierer gegeben – liegt Europa mit 1 zu 5 zurück. Dabei standen die Partien, ausgenommen Match 1, lange auf des Messer Schneide. Am Montag-Nachmittag gingen die Vierball-Matches über die Bühne, bei feinstem schottischern Wetter: Nieselregen, leichter Nebel und Wind…
Und wieder hatten die AmerikanerInnen das bessere Ende für sich: 4 Punkte aus 6 Matches, womit das Team USA seinen Vorsprung vor den Singles auf 9 zu 3 aus baut. Europa-Captain Gary Stangl: „Ein paar schlechte Entscheidungen unserer SpielerInnen am Platz sowie eine unfassbare Puttleistung der Amerikaner haben sich zu einem kleinen Fiasko für Europa summiert. In den Singles wollen wir nun den Rückstand verringern, an einen Sieg zu glauben, wäre bei diesem Zwischenstand vermessen."
Ryder Cup-Quiz #1 – Preis: Eine original Junior-Ryder-Cup-Kappe

Mit Beginn Montag, 27. September verlosen wir hier auf Golfrevue.at täglich Ryder Cup-Devotionalen für echte Golffans! Daher gibt es hier auch richtig knifflige Fragen. Die erste, zum aufwärmen, ist noch leicht zu recherchieren:
Bei wie vielen Ryder Cups und in welchen Jahren war Tommy Horton (ENG) als Spieler dabei?
Die richtige Antwort schicken Sie bitte – mit Adresse und Kennwort „Ryder Cup 2010" an redaktion@golfrevue.at





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