Blog von Klaus Nadizar

Golf muss schneller werden! [19]

Ich erlaube mir mit ein paar Vorschlägen das Jahr 2012 unter das Thema „speed up your game“ zu stellen. Wir haben ein paar schlaue Tipps parat – und ja! Weitere Anregungen sind erwünscht!

Unser Wunsch für 2012: Keine 6-Stunden-Runden mehr!

Da wir in unseren Breiten immer öfter mit dem Problem von 6-Stunden-Runden konfrontiert sind, werfe ich mich für schnelleres Spiel in die Bresche! Aber nicht einfach so! Ich habe ein paar Ideen in petto, die einfach umzusetzen wären und die niemanden weh tun, der Golf ernst nimmt! Vor allem in so genannten „Spaßrunden!!!!“

1. Verzichten wir doch auf die 25 Probeschwünge! Einer sollte reichen!

2. IMMER Anschluss an den Flight davor halten!

3. Wenn ein ganz normaler Vierer-Flight je Mann/Frau 10 Sekunden pro Schlag einspart, bedeutet das rund EINE Stunde Zeitgewinn pro Runde!!!!!

4. Spätestens beim achten Schlag den Ball aufheben!

5. Es reicht, wenn der Spieler, der Ball ins Gemüse schießt, diesen auch sucht – und das nicht länger als 3 Minuten!

6. Geht ein Ball ins Out oder wird er verloren, einfach von dort weiterspielen, wo er verloren, oder ins Out geschossen wurde – natürlich mit einem Strafschlag!

7. Lassen wir doch Fahne im Loch – das ewige Bedienen kostet wertvolle Zeit!

8. Tee it forward – eine schnelle Runde Golf lässt sich von den Damen-Tees (für Herren/Senioren) ganz einfach bewerkstelligen. Es gibt ja das Course Rating!

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Kommentare

19 Kommentare zu “Golf muss schneller werden!”
  1. Clubhaus sagt:

    Diese Ausdünstungen von Herrn Nadizar können, wie Herr Rauter schon treffend angemerkt hat, nur aus der Feder
    eines Faschingsprinzen kommen. Anders kann ich mir diese Vorschläge nicht Vorstellen!

    Jeder hat das Recht auf eine angenehme und somit auch „hetzfreie“ Runde. Der mentale Stress reicht da schon aus.
    Man muss schließlich einen Unterschied machen zwischen Low- und High hcp. Und speziell bei den Anfängern ist
    es am Wichtigsten, dass diese korrekt und nach den regeln spielen um sich an das Turnierleben zu gewöhnen
    Viel wurde schon geschrieben und fast Alles richtet sich gegen das Speedgolfen.

    Und was das Putten ohne gezogenem Flaggenstock angeht – hier sieht man, dass ihnen die Arbeit der Greenkeeper
    wohl überhaupt nicht interessiert, denn sonst würden sie wissen, dass es hier sehr rasch zu Schäden an der Lochkante
    kommen kann. Aber dann dafür beschweren wenn der Ball auslippt….

    Ich finde diese Ideen einfach unnötig – viel wichtiger wäre es auf gut ausgebildete „Vollzeitmarshalls“ zu setzen die die
    Regel- und Etikettenkunde beherrschen und sich auch durchsetzen können.
    Dies würde am Ehesten das Spiel beschleunigen.

    Schönes Spiel!

    PS: nicht alles was über den großen Teich herüber schwappt ist auch gut!!!!!

    • peter stockinger sagt:

      servus klaus, leider wird manchmal golfsport mit spazieren übern golfplatz verwechselt. und was tony schreibt sollte
      sich halt jeder ein bisserl zu herzen nehmen! aus zell ( holleis) kommen die ideen von eigenen senioren golfplätzen – damit langsam über den golfplatz spaziert werden kann – wäre vielleicht eine idee….
      lg
      ps

      • Rupert sagt:

        Stelle man sich doch einmal die Frage, weshalb denn die Runden schneller werden sollen – nein nicht um des guten Spielers Scores wegen … Damit man in einer Stunde einen Flight mehr über den Platz katapultieren kann – wozu?
        Na, des Ertrages wegen. 4 Greenfees sind rund 200,- Euronen. Und tiefgläubige Ertragsfetischisten multiplizieren diesen Stundenertrag gleich mal 10 pro Tag – zwischen 8:00 bis 16:00.
        Diese Golfrundenhetze geht mir ordentlich auf den Sack. Na klar spiele ich 18 Löcher ohne Auflaufen lieber, aber müssen es dann immer die Senioren, die Anfänger, die Ungeschickten, die „Schlechten“ potentielle Trödler sein?

        PS: Ich hätte da noch einen skurrilen Vorschlag:
        Wir Singels und Longhitter spielen ja gerne die Par 5 mit 2 Schlägen auf’s Grün.
        Wie wär’s, wenn man künftig, den Transportschlag auf den Par 5 einspart und nur mehr Drive, Pitch, Putt, Putt, und ein Schlag dazu – den Transporter 🙂 zählt?
        Den Quasi dritten Schlag droppt man bei der 100m Markierung, indem man nach dem Drive den Ball aufnimmt und bis zum 100er vorgeht.
        Kalkuliert sind das locker 40min Zeitersparnis pro Runde. Mit den bereits dokumentierten Vorschlägen schaffen wir dann eine 3 Stunden Runde, vielleicht sogar 2:40, und haben mehr Zeit, im Clubhaus zu feiern…..aber was feiern wir dann?

        Back to the roots, spielen wir doch bitte unser eigenes Golf, und nicht das der anderen….

    • Irene Huber sagt:

      Es geht hier weder um Turnier, noch Spassrunden. Das Golfspiel in Österreich ist generall so langsam, weil es bei uns ein HCP System gibt, das leider bis 45 raufgeht Meiner Meinung sollte es kein HCP über 36 geben – und jeder muss dann bei 2 über Par aufheben. Das würde das Problem sicher lösen! Der Rest ist sowieso klar – zügig spielen und durchspielen lassen!!! Schönes Spiel….

  2. Mario Sackl sagt:

    Ich persönlich teile die Ansichten von Tony Polta.
    Grundsätzlich wäre dem Thema schon Genüge getan, wenn man die bereits bei der PE gelernten Dinge einfordern würde. Dabei wird nämlich beim Thema Etikette auf diese Dinge eingegangen. Würde man bei der Ausbildung noch mehr Wert auf diese Sachverhalte legen, bzw. würde man dem jeweiligen Marshall mehr Rechte zur Einforderung dieser Vorgaben geben, hätte man das Problem nicht.

  3. Tony Polta sagt:

    …und da ist da noch der Flyer, den ich bereits 1999 im GC Ottenstein unter die Leut‘ brachte:

    Schönes zügiges Spiel

    Um an frequenzstarken Spieltagen einen zügigen und reibungslosen Spielverlauf zu gewährleisten und in Turnieren nicht spielverzögernd zu sein, ersuchen wir Sie folgende Punkte zu beachten:

    Markieren Sie vor dem Spiel Ihren Ball eindeutig und geben Sie die Merkmale Ihren Mitbewerbern bekannt.

    Bereiten Sie sich bereits während des Annäherns an Ihren Ball auf den folgenden Schlag vor. Bestimmen Sie die Entfernung, treffen Sie Ihre Schlägerwahl und stellen Sie Ihr Bag auf gleicher Höhe zum Ball ab.

    Gehen Sie bitte zügig und machen Sie nur wirklich notwendige Probeschwünge.

    Beginnen Sie Ihr Puttlinienstudium bereits während Ihre Mitbewerber putten.

    Die Flagge soll jeweils durch den als erster das Loch beendenden Spieler im Flight zurückgesteckt werden.

    Vermerken Sie die Scores erst beim nächsten Abschlag, wobei der Spieler mit der Ehre jedoch vorher abschlagen soll.

    Beobachten Sie bitte die Spieler hinter Ihnen und lassen Sie bitte vor spielverzögernden Aktionen durchspielen. Suchen Sie bitte im Out oder Hindernis keine unspielbaren Bälle.

    Verlassen Sie auch das letzte Grün zügig. Ein Shakehands in sicherer Entfernung kann genauso herzlich sein.

    Vergessen Sie bitte nicht die Etikette und beachten Sie die, teilweise leider nicht sehr bekannten, Platzregeln, die Sie auf der Scorekarte und am Schwarzen Brett vorfinden.

    Schönes zügiges Spiel
    Tony Polta

    GCO /TP 6/99

  4. Tony Polta sagt:

    Nichts leichter als das:

    1. Aktuelles Regelbuch und Decisions feierlich vorm Clubhouse verbrennen.

    2. Siehe http://www.ruleshistory.com/rules1744.html – einfach danach spielen.

  5. Rupert sagt:

    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass du einen leichten Fehler hast. Golf wird nach den Regeln gespielt und du schlägst vor, bei Spaßrunden diese zu ignorieren. Wie soll jemand die Regeln anwenden und beherrschen lernen, wenn Vorschläge dieser Art ausschließlich dem Speedgolf dienlich sind?
    Du greifst tatsächlich voll daneben – mindestens ab Vorschlag 6 – es ist unfasslich….

    Ja, das Faschingdienstag dürfte der Motor sein, der würde alles entschuldigen 🙂

    • Klaus Nadizar sagt:

      es geht ja nicht um spedgolf sondern um schnellere runden im spassgolfbetrieb – und die regeln sollte man kennen bevor man auf den platz gelassen wird!
      tee it forward ist zb eine idee, die seit den us open 2011 in den usa forciert wird und was bitte ist schlimm daran, einen 4.800 meter langen platz zu spielen, statt den 6.400 von den back tees? oder ist das ego dann beleidigt?
      und was die fahne betrifft: wer jemals einen scottish foursome in st.andrews (!!!!!) miterlebt hat, weiss, dass man eine runde golf ohne probleme in lockeren 3 stunden schafft – und ja, die herren haben die fahne auch stecken lassen…. in st. andrews

      • Rupert sagt:

        … Jeder hat seine Ansichten …

      • Weisz Fritz sagt:

        ich bin sehr dafuer, dass man auch Spassrunden nach Regeln spielt!! was ja kein Problem sein kann und dabei auch noch unter 4 Stunden (4-er flight) bleibt. Schnell gehen – langsam (konzentriert) spielen, vielleicht auch seines Mitspielers Ball nachsehen, um diesen leichter finden zu koennen, kein Handy, ehrliches suchen nach SEINEM Ball und Respekt anderen Spielern gegenueber, Verstaendnis gegenueber „schlechteren“ Spielern, die leider nur am Wochenende spielen koennen, da sie doch noch arbeiten muessen. Und mit dem Wissen, dass Golf sehr schoen, interessant, herausfordernd und doch auch meine Freizeit ist

  6. Andreas Agh sagt:

    Die Sucherei von verlorenen Bällen nervt leider wirklich. Denn da wird ewig lang gesucht, dann findet man den schlecht liegenden Ball hinter drei Bäumen, versucht angestrengt einen Schläger zu finden mit dem so ein Kunstschlag möglich ist, um dann nach dem 4 Probeschwung, den Ball noch tiefer ins Dickicht zu befördern (Schlagen kann man meist dazu nicht sagen).

    Mein Vorschlag dazu, wenn er nicht gut sichtbar liegt, weitergehen!

    • Erwin Gaida sagt:

      Die Jammereien wegen der verlorenen Bälle möchte ich dann aber nicht hören.
      … mein schöner rosa Ball; mein süsses Hundsi (ein Hundekopf war aufgemalt) … usw.

  7. wolfgang steinbach sagt:

    lieber klaus nadizar,

    ich kann ihre (wohl eher scherzhaft gemeinten) anmerkungen zum langsamen spiel grundsätzlich nur unterstützen. allerdings haben für mich manche ihrer vorschläge einen (minimalen) makel. sie lassen sich mit den golfregeln nicht in einklang bringen und können zu strafschlägen (anmerkung 7) oder gar zur disqualifikation (anmerkung 6) führen. und dass ein spieler freiwillig auf zwei minuten suchzeit verzichtet (anmerkung 5) halte ich für eher unwahrscheinlich.

    eine meiner anmerkungen zur beschleunigung des spiels lautet folgendermaßen:

    spieler, deren ball zwar auf dem grün liegt, die entfernung zur fahne aber noch beträchtlich ist, sollten ihr golfbag immer auf höhe der fahne abstellen und nicht dort, wo der ball am grün(anfang) liegt. so wird zeit gespart, dass nach zwei oder gar drei putts der spieler wiederum zu seinem bag zurückgehen muss und damit zeit vergeudet. diese „unsitte“ ist leider zum standard mancher golfer geworden.

    herzliche golfgrüße

    wolfgang steinbach

    • Klaus Nadizar sagt:

      Lieber Herr Steinbach! Es geht ja wie in der Einleitung bemerkt um SPASSRUNDEN – und in denen geht’s ja wohl kaum um Strafschläge und so…

  8. Herbert Rauter sagt:

    Man merkt, dass sich der Faschingsdienstag nähert…

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