Blog von Alex Kramel

Überraschungssieg am Murhof [0]

Joschi Kopp von der Kleinen Zeitung in Kärnten holte sich überraschend den Sieg bei den Journalisten-Golf-Meisterschaften im GC Murhof. Kopp gab allen Favoriten das Nachsehen und gewann das Zwei-Tagesturnier mit 175 Strokes vor Wolfgang Koczi (176) und Elgar Zelesner (178).

 

Die Österreichischen Journalisten Meisterschaften sollen sich vom üblichen Turnieralltag der Mediengolfer deutlich unterscheiden, das war und ist der Anspruch ihrer Organisatoren. Als sichtbarstes Zeichen dieses Sonderstatus wollte man den sportlichen Wert der Veranstaltung fördern und zwang daher alle teilnehmenden Journalisten das Gefühl der Profis und Spitzenamateure einmal nach zu empfinden, indem zwei Tage Zählwettspiel von den weißen Champion tees gespielt werden muss.
Die Erkenntnis war Jahr für Jahr dieselbe – dafür sind aber selbst die besten der schreibenden, moderierenden oder fotografierenden Zunft nicht gut genug und so gab und gibt es regelmäßig Ergebnisse rund um 100 und nur die wirklich stabilsten Spieler schaffen die raren Runden unter 90. So geschehen auch heuer, als dieses Championat zum dritten Mal hintereinander bei prächtigem Herbstwetter im Steiermärkischen GC Murhof ausgetragen wurde.

Somit darf sich ein Außenseiter über den letzten Meistertitel unter diesen archaisch schwierigen Bedingungen, sprich „Weiße Abschläge – Meisterschaft“, freuen. Was seine Haarfarbe anlangt, passt das ja ohnehin perfekt, denn weißer als seine volle Haarpracht sich präsentiert, geht´s gar nicht. So schaffte also das Kärntner Original, „Kleine Zeitung“-Sportredakteur Joschi Kopp, das schier Unglaubliche. Er gewann mit Runden von 90 (18 über Par) und 85 (13 über Par) mehr als verdient Pokal und Titel, denn die Favoriten versagten teils dramatisch.
Zwar hätte ORF-Golf-Experte Wolfgang Koczi den Kärntner noch in ein Stechen zwingen können, hätte er nicht auf den letzten beiden Löchern zwei Putts verschoben, die nicht länger als 30, 40 Zentimeter waren. Und hätte M.G.A.-Kassier Elgar Zelesner einmal seine Nerven im Zaum gehalten und nicht wieder die Führung nach dem ersten Tag (wie ehedem einmal schon) verspielt oder hätte „Honorarkonsul“ Dietmar Pichler nicht eine desaströse erste Runde gespielt, hätte es anders kommen können. Aber das war ja nicht die Schuld des neuen Meisters, der in seiner Siegerrede diesen Umstand launig kommentierte…

Dass da einige weitere „Kaliber“, die sich Hoffnungen auf den Titel machten, nicht einmal die Top-Ten erreichten, sei gnädig verschwiegen. Die Bruttowertung der Damen sicherte sich Constanze Wagner-Weiss. Sie war zwar die einzige Dame, die im Zählwettspiel mit machte, aber unter all den männlichen Kollegen konnte sich ihr Ergebnis (187 strokes) durchaus sehen lassen. Die Nettosiege gingen an Elgar Zelesner (154/A), Volker Höferl (146/B) und Brigitte Vallazza (78 Stablefordpunkte/C).

Was auch noch statistischen Wert besitzt: Niemand schaffte eine Single-Runde, so blieb Didi Pichlers 82 am zweiten Tag das Score. Und absolut den Vogel schoss Harald Schume ab, der mit 142 (!) Schlägen am ersten Tag einen bösen Absturz erlebte. Diesen gab´s beim krönenden Abschluss der Siegerfeierlichkeiten Gott sei Dank nicht – denn da vollführte Kunstflugweltmeister Hannes Arch mit seinem „Red Bull“-Flugzeug derart atemberaubende Kunststücke über der Murhofer Anlage, dass einem wahrlich der Atem stockte.

 

 

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