Heimspiel hoch 3 [0]

Die Kärnten Golf Open präsentieren sich 2011 – in ihrer dritten ­Auflage – mit einem neuen Presenting Sponsor (Mazda), viel touristischem Rückenwind dank der neuen Kärnten Golf Card, und die Fans hoffen auf den zweiten Heimsieg in Serie.

Zwei Monate vor dem ersten großen Tour-Event in Österreich ist bei den Kärnten Golf Open alles auf Schiene: Mit ­Mazda hat ein Sponsor der ersten ­Stunde seinen Status sozusagen upgegradet und tritt nun als Presenter des Challenge-Tour-Events auf, und auch was die touristischen Anliegen hinter dem Top-Turnier betrifft, zeigt man sich bei den Verantwort­lichen guten Mutes.
Christian Kresse, Boss der Kärnten Werbung, und Tourismuslandesrat Dr. Josef Martinz wollen die Kärnten Golf Open nutzen, um das neue Produkt „Kärnten Golf Card“ in die Auslage zu stellen. „Die Kärnten Golf Open stellen eine perfekte Plattform dar, die neue Kärnten Golf Card direkt am Puls der Zielgruppe zu bewerben. Wir haben das große Potenzial der Kärnten Golf Open als Marketinginstrument für die Golfdestination sofort erkannt. Mit der Kärnten Golf Card können wir nun auch ein tolles Produkt einer internationalen Golf-­Öffentlichkeit präsentieren. Natürlich ist auch die European Tour ein großes Thema“, so die beiden Tourismus-Experten. (www.golflust.at)

Für Peter Hofstätter, den ­Orga­nisator der Kärnten Golf Open, ein positives Signal, dass in Kärnten nun an einem Strang gezogen wird: „Unser Ziel als ­Veranstalter dieses Challenge-Tour-Events war es auch immer, die Golfdestination Kärnten ins internationale Rampenlicht zu rücken. Wenn man weiß, dass der Aufbau einer Marke einige Jahre braucht, sind solche Events umso hilfreicher, um bestimmte Produkte rascher zu etablieren.“

Landesrat Dr. Josef Martinz (li.) und Turnier-Organisator Peter Hofstätter (r.)

Zusätzlich zur breiten Phalanx aus dem Tourismusbereich ist auch die Kärntner Wirtschaftskammer auf den Golf-Zug auf­gesprungen und wird das Turnier als Plattform für ein kleines aber feines Symposium nutzen. Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher: „Dieses internationale Turnier bietet als klassische Win-Win-Situation die Möglichkeit, Golf als Wirtschaftsmotor in ­seiner ganze Bandbreite darzustellen.“

„Der Kärntner Tourismus hat das große ­Potenzial der Kärnten Golf Open als Mark-etinginstrument für die Golfdestination erkannt. Mit der Kärnten Golf Card können wir nun auch tolles Produkt einer internationalen Golf-Öffentlichkeit präsentieren.“ – Landesrat für Tourismus Dr. Josef Martinz

Rückblende
Geht man nach dem Gesetz der Serie, müsste auch 2011 wieder ein deutschsprachiger Spieler ganz oben am Stockerl stehen, nach Christoph Günther (D), dem Premierensieger, und Martin Wiegele 2010. Sein Sieg, mehr noch aber der rekordverdächtige Schlag am Finaltag auf Loch 8 wird wohl noch jedem Golffan in Erinnerung sein: Der Steirer locht auf der 8. Spielbahn (Par 3) nach seinem Ass im Jahr 2009 auch im Vorjahr seinen Ball ­„volley“ ein und kassiert dafür seinen zweiten Mazda CX-7 in Serie. Eine Weltpremiere, die den Steirer sogar auf das Titelblatt der „Kleinen Zeitung“ bringt, als ersten Profigolfer überhaupt.

Was bei Mazda-Österreich-Boss Günther Kerle für graue Haare sorgt, lässt den Veranstalter jubeln. „Was Besseres hätte dem Turnier gar nicht passieren können“, grinst Peter Hofstätter. „Schade nur, dass wir in Österreich mit Golf noch nicht wirklich gut medial vertreten sind. Wäre das in den USA oder ­England passiert, wäre Martin Wiegele wohl auf allen Titel­seiten und bei CNN in der Primetime zu sehen gewesen.“

Um für das große Ziel European Tour entsprechend Vorarbeit zu leisten – geplant ist, 2013 den Event auf das nächste Level zu heben –, wird heuer in Zusammenarbeit mit der Kärnten Werbung eine ausgewählte Riege an Journalisten nach Kärnten eingeladen. Hofstätter: „Wir wissen, dass noch viel Arbeit auf uns wartet, wir haben aber auch noch zwei Jahre Zeit, um uns seriös auf diese schwierige Aufgabe vorzubereiten. Der Anlage und der Organisation attestieren die Verantwortlichen der Tour jedenfalls schon jetzt die Tour-Reife; jetzt geht es darum, weiter Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Verhandlungen mit etlichen Partnern sind dahin gehend aber schon sehr weit gediehen“

Die große Unbekannte
Nachdem die Challenge Tour in dieser Saison erst drei Events (zu Redaktionsschluss) absolviert hat, fehlt es allen Spielern noch an der Standortbestimmung. Der Heimvorteil dürfte aber den ­Österreichern einmal mehr zugute kommen: Im Vorjahr etwa führte Thomas Feyrsinger vor dem Finaltag, ehe er mit einer schwachen 74er-Runde (+2) am Schlusstag noch aus den Top 10 fiel. Dass der Tiroler bereits in Form ist, beweist sein 9. Platz beim Challenger in Kenia Mitte März. Auch Roland Steiner ist in Seltenheim immer für eine Überraschung gut: Sein 5. Platz im Vorjahr mit zwei ­starken und nur einer mittel­mäßigen Runde gibt Auskunft über das Potenzial, das im Steirer schlummert.

Die größten Hoffnungen aus Kärntner Sicht ruhen aber natürlich auf dem Local Hero Florian Prägant, der wie Feyrsinger stark in die Saison gestartet ist und in Indien Mitte Februar gleich eine Top-10-Platzierung einfahren konnte. Zusätzlich motivieren dürfte Prägant, dass sein Manager Peter Hofstätter für 2011 etliche Sponsoren an Land gezogen hat. Neben Mazda repräsentiert

Prägant auch den GC Klagenfurt-Seltenheim und seine Heimat Kärnten: „Das neue Kärnten-Motto ,Lust am Leben‘ passt perfekt zu meiner neuen Einstellung. Ich will heuer mehr Spaß am Platz haben und in Seltenheim natürlich gewinnen.“ Das Gesetz der Serie eben.

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