Westwoods Trainer [0]

22 Turniersiege, 25 Mio. Preisgeld. Der Engländer Lee Westwood kennt sie, die Höhen und Tiefen des ­Tourlebens. Und er hat, wie jeder Tour-Pro, schon etliche Coaches verkostet. Am Ende der Reise steht sein erster Trainer Pete Cowen, holt ihn aus der Versenkung und führt Westwood an die Spitze der Weltrangliste.

Phoenix aus der Asche

Es ist der 22. November 2009: Lee John Westwood puttet auf dem 18. Grün des Emirates GC zum Platzrekord von 64 Schlägen (-8) und holt sich mit sechs Schlägen Vorsprung auf Landsmann Ross McGowan den Sieg der Dubai World Championships. Es ist mehr als ein Sieg für den Briten, der über lange Jahre durch ein Tal der Tränen gewandert ist und von den Fans bei seinem erneuten Aufstieg zur Nummer eins Europas in einem Meer aus Emotionen über den Platz ­getragen wird.

Denn „Westy“, wie seine Fans ihn liebevoll nennen, gelingt der Sprung an die Spitze der europäischen Elite schon im Jahr 2000. Doch von da weg sollte es lange Zeit keinen weiteren Höhenflug geben. Sechs gemisste Cuts bei 18 Events im Folgejahr und ein Abrutschen auf den 46. Rang der Order of Merit lassen den Briten an seiner bisherigen Strategie zweifeln. Rückschritte, an denen der bis dahin erfolgsverwöhnte Brite hart zu knabbern hat. Die Lösung scheint einfach: 2001 trennt sich Westwood von Langzeit-Coach Pete Cowen und hofft auf neue Höhen an der Seite von Butch Harmon, dessen Musterschüler Tiger Woods in diesem Jahr alle Rekorde bricht. Nach einem kurzen Intermezzo mit Harmon begibt sich Westwood in die Hände von David Leadbetter, an dessen Seite 2003 der Sieg bei der BMW International Open in Deutschland und der Dunhill Links Championship gelingt. Doch der Knopf will nicht richtig aufgehen, und der ehemalige Sieger der European Tour Order of Merit verliert immer mehr an Boden, bis er mit Platz 266 in der Weltrangliste im Jahr 2003 seinen persönlichen Tiefpunkt erreicht. Er wechselt zu Bob Torrance und verlässt sich danach kurzzeitig gar nur auf den Rat seines Vaters, mit der Begründung, keiner kenne seinen Schwung so gut. Kaum einer will zu diesem Zeitpunkt noch an einen Wendepunkt in der Karriere des ehemaligen Sterns am Tourhimmel glauben, und der Siegesdruck des Profisports scheint mit dem Familienmenschen Westwood, der nach der Geburt seines ersten Sohnes eine längere Pause einlegt, ein weiteres Opfer zu fordern.

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