Wie Golfplätze schlafen [0]

Bevor die Golfplätze in den Winterschlaf entlassen werden, haben die Greenkeeper noch alle Hände voll zu tun, die wertvollen Wiesen wetterfest zu machen. Christian Wolf war dabei.

Dichte Nebelschwaden hängen über den Fairways, und man kann die Feuchtigkeit in der Luft sogar sehen. „White Out“ ist unter Bergsportlern ein gefürchtetes Wetterphänomen: die Bodenoberfläche verschwimmt mit dem Himmel und der Horizont ist nicht mehr erkennbar, die Orientierung im endlos grauen Raum wird schwierig.

Dieses Phänomen kann man auch als Golfer erleben – und genießen; schließlich wurde schon auf der Mondoberfläche abgeschlagen. Platzkenntnis und gute Kleidung ist allerdings notwendig, wenn die Drives ins nebelige Grau davonziehen. Im Herbst beträgt die Sicht manchmal weniger als 150 Meter. Doch ist der Schwung zu Saisonende meist gut in Schuss und wenn sich die Vegetation langsam zurückzieht, sind die Roughs niedriger und harmlos.

Dieses Golf-Idyll, die Stille im Nebel akustisch wie visuell, wird plötzlich durch Motorengeräusch durchbrochen – mit einem seltsamen Gefährt sind die Greenkeeper zum Spritzen aufgefahren. Kurz bevor die Bodentemperatur unter 5 Grad Celsius fällt werden kritische Stellen „versiegelt“, was die Halme vor dem Schneeschimmel schützt. Der gefürchtete Pilz haust in Symbiose das ganze Jahr über im Rasen. Erst wenn die Gräser in den Winterschlaf verfallen, kann er sich breit machen; von der Schneehöhe ist der zu befürchtende Schaden nicht abhängig.

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