Reportage: Hochwasser 2013 [0]

Die Flutkatastrophe Anfang Juni hat auch die heimischen Golfplätze nicht verschont. Die Golfrevue hat sich umgehört und zeigt exemplarisch an einigen Beispielen, mit welcher Kraft die Wassermassen auf Fairways und Grüns gewütet haben. Eine Bestandsaufnahme.

 

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Als wenn nichts gewesen wäre, strahlt die Sonne über dem Brandlhof nahe Saalfelden. Oben auf den Gipfeln des Steinernen Meeres schimmert weiß der Schnee. Unten murmelt die Saalach durch ihr Bett. Graubraun und etwas wilder als sonst, aber in geordneten Bahnen. Eine knappe Woche vorher sah es hier noch ganz anders aus. Tagelang regnete es Anfang Juni im Alpenraum und über dem östlichen Mitteleuropa wie aus Kübeln.
Binnen weniger Stunden trat die Saalach dann in der Nacht von Samstag, dem 1. auf Sonntag, den 2. Juni meterhoch über die Ufer und setzte das komplette Tal zwischen Saalfelden und Lofer unter Wasser. Und damit auch die 18 Loch des GC Brandlhof, dessen Markenzeichen die Saalach ist – weil sie eigentlich als Hindernis ins Spiel einbezogen wird. Heuer allerdings hat sie das Spiel nachhaltig gestört.

VorschauHochwasser2„Bis Samstag Mittag sah es eigentlich ganz okay aus“, erzählt Alexander Strobl, Präsident des GC Brandlhof. „Die Prognose lautete, dass weder Salzach noch Saalach über die Ufer treten.“ Im späteren Tagesverlauf allerdings setzte massiver Dauerregen ein, zudem stieg in den Höhenlagen die Temperatur. Regen- und Schmelzwasser verwandelten schließlich in der Nacht das an sich harmlose Flüsschen in einen reißenden Strom: „Normalerweise führt die Saalach hier um die 60 cm Wasser. Zwischen 22 und zwei Uhr stieg der Pegel auf über drei Meter“, berichtet Strobl.
Welche Folgen das für den Golfplatz hatte, ist auch Tage später noch zu besichtigen. Dezimeterhoch klebt der Schlamm auf Fairways und Grüns, meterdicke Baumstämme liegen über den Platz verteilt, Bunker sind weggespült, eine Brücke eingerissen worden. Sogar einen 800 Kilogramm schweren Stein an Tee 10 hat der tosende Fluss umgeworfen, als sei er aus Pappmaché. Allein den 6-Loch-Kurzplatz hat das Wasser verschont, er ist nach wie vor in Betrieb.

Neugierig geworden? Den gesamten Artikel finden Sie in der aktuellen Golfrevue!

 

 

 

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