Hedwalls Sieg [0]

Quasi aus der zweiten Reihe erobert Schwedens 22-jähriger Shootingstar Caroline Hedwall den Titel in Föhrenwald – ihr dritter in diesem Jahr. Superstar Laura Davies hat heuer nichts mit dem Titelrennen zu tun, Österreichs Damen noch weniger – sie scheitern kollektiv am Cut.

Manche Stars werden als solche geboren, durchlaufen im Kindesalter, von den Eltern vor sich her getrieben, Talkshows und andere Blödheiten, andere tauchen plötzlich auf und sind da. Ohne Vorwarnung. Ein solcher ist die 22-jährige Schwedin ­Caroline Hedwall, die aus dem Nirvana heraus die UNIQA ­Ladies Open 2011 gewinnt. Dass es der bereits dritte Titel in ihrer Rookie-Saison auf der LET ist, macht die junge Schwedin fast schon unheimlich, und
wie sie sich am Finaltag von Platz 10 aus an der Konkurrenz vorbeispielt, ist Weltklasse: Sechs Schläge Rückstand verwandelt Hedwall auf 18 Loch in einen 4-Schläge-Vorsprung. So was gibt der Konkurrenz zu denken.

Dabei hätten sich die Damen von der Tour ausrechnen können, was für ein Kapazunder Hedwall ist. Ein Blick in ihre Biografie spricht Bände: Nach zwei Jahren Amerika von 2008 bis 2010, wo Hedwall an der Oklahoma State University studierte, beschließt sie, das Studium zugunsten des Profifachs im Damengolf aufzugeben. „Ich fühlte, dass ich bereit dafür bin“, so Hedwall. Kein Wunder: Die junge Dame hat eine vorzügliche Amateurkarriere hinter sich: Weltmeistertitel, College-Spielerin des Jahres 2010, zweifacher Europameistertitel, Top-Amateurin bei den British Open 2010 und so weiter. Aber im Gegensatz zur vor allem in Europa gehypten Spanierin Carlota Ciganda – die 19-Jährige absolviert ebenfalls ihr Rookie-Jahr auf der LET und wird 12. – löst Hedwall gleich in ihrer Premierensaison sämtliche Versprechen, die eine derartige Amateurkarriere erwarten lässt, mit einem Paukenschlag ein: erster Start als Pro – erster Sieg. Bei den New South Wales Open auf der australischen Damentour gewinnt sie gegen die erst 13-jährige Neuseeländerin Lydia Ko, wohl auch ein Name, den man sich wird merken müssen.

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