Golf & the City: Valencia [0]

Willkommen in Paella-City

Valencia. Einst als Party-Hauptstadt Spaniens bekannt, orientiert sich die drittgrößte Stadt des Landes deutlich Richtung Entspannung, was nicht heißt, dass nicht auch hier die Post abgehen kann. Klaus Nadizar hat sich jedenfalls zwischen Paella & Agua de Valencia sagenhaft wohl gefühlt.

 

 

Zum Zungenschnalzen unter Golffans reicht ein Name: El Saler, und schon sind wir in Valencia angekommen. Wiewohl die Stadt ein wenig im Schatten steht, vergleicht man sie mit Destinationen wie Palma, Málaga oder Barcelona, die sich im Laufe der Zeit einen Namen in der reisenden Golf-Community gemacht haben. Aber weil wir gerade dabei sind und weil’s zum Schnalzen passt: Auch die Gourmets unter den GolferInnen kommen in Valencia auf ihre Rechnung, wurde doch die Paella hier erfunden. Angeblich. Hört man auf die Einheimischen, sollte man diese aber jedenfalls tagsüber genießen und am besten in einem der unzähligen Restaurants am Paseo Maritimo, also an der Hafenpromenade, die man idealerweise per U-Bahn und die letzten paar Stationen per Bim erreicht. De facto liegen die netten, wenn auch etwas vertouristizierten Restaurants Schulter an Schulter am prächtigen Sandstrand, etwa im La Pepica (www.lapepica.com). Wer Reis nicht, aber Paella trotzdem mag, schwenkt zur nicht minder attraktiven Fideuà, der Pasta-Variante dieser höchst traditionellen Speise, die übrigens äußert selten für nur eine Person serviert wird.

Und weil wir gerade so prächtig das schöne Leben genießen: Auch die Innenstadt bietet ausreichend Abwechslung für jedweden Müßiggang: Etwa auf der Plaza de la Reina, also dem Platz der Königin, wo man gemütlich einen lauen Nachmittag bei Tapas und Agua de Valencia durchbringt, ohne dabei Zeit fürs Shoppen zu verlieren. Die meisten Geschäfte haben nämlich bis 21 Uhr geöffnet, so auch jene in der Fußgängerzone von Don Juan de Austria, die wir zur größten Zufriedenheit ausgekundschaftet haben. Falls der Name der FuZo verwundert: Wir Österreicher haben eine enge historische Verbindung zur Stadt aufgebaut, anno dazumal, im spanischen Erbfolgekrieg, währenddessen sich Valencia als Freund von Karl von Österreich outete. Das Pech: Die Habsburger bekamen von den Bourbonen eine auf die Schnauze, der Thron war weg, und Valencia verlor als Stadt alle ­Privilegien. Zurück in die Gegenwart: In der erwähnten Fußgängerzone gibt’s jedenfalls feinstes Schuhwerk (für jede Brieftasche, keine Sorge!) und im Shoppingcenter „Galería Comercial Don Juan de Austria“ sowieso fast alles. Ein kleiner Nachtrag für Souvenirjäger: Die sind in den kleinen Gassen, die von der Plaza de la Reina wegführen, bestens aufgehoben.

 

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