Donnerskirchen neu [0]

Nach schweren Überschwemmungen ist dem Klassiker am Neusiedler See, dem GC Donnerskirchen, eine Verjüngungskur widerfahren. Der Links-Charakter wurde mit artgerechten Wasserhindernissen aufgewertet, die Substanz von Designer Kurt Rossknecht ist (un-)wetterfester denn je, und durch die neuen strategischen Herausforderungen und – bei Bedarf – mehr Länge können auch Elite-Turniere wieder kommen.

Pimp my Links

Einem reißenden Wildbach gleich haben sich die Wassermassen nach dem Dammbruch über den Golfplatz ergossen, und bis zu einem Meter hoch ist die erstickende Brühe wochenlang über den Fairways gestanden, als der GC Donnerskirchen vergangenes Jahr ein Opfer der katastrophalen Regenfälle wurde.

„Es war nicht klar, ob wir überhaupt noch einmal von vorne beginnen sollen. Wir haben auch einige Mitglieder verloren – die haben gesagt, das wird nie mehr was“, schildert Günter Nemeth, der seit einem knappen Jahrzehnt Manager am Platz ist und nun hauptverantwortlich für die Neuinterpretation des Links-Klassikers. Im Clubraum stehen wir tiefgebeugt über Kopien der Originalpläne, die durch bunte Linien quer über den Platz ergänzt sind. „Wir haben uns die alten Pläne von Architekt Rossknecht genau angeschaut und uns überlegt: Was hat er machen wollen? Bei allen Umbauten war es uns wichtig, behutsam mit dem Charakter der Anlage umzugehen“, erläutert Nemeth.

Nachdem die Verantwortlichen schon vor einigen Jahren korrigierend über den Platz gegangen waren und damals vor allem verwachsene Hindernisgrenzen vom Schilf befreiten, war der Neubeginn nach der Überschwemmung Anlass, intensiver in das Layout einzugreifen. Fest stand, dass man umfassend neu drainagieren wollte. Dazu bedurfte es entsprechender Entlastungsgerinne, die das auf den Fairways gesammelte Wasser Richtung See abführen sollten. Indem sie die rund zwei Meter breiten „swales“ an manchen Stellen bewusst ins Spiel bringen, haben Nemeth und die Golfplatzbauer von Pittel & Brausewetter die Not zur Tugend gemacht. „Unsere Vorbilder waren die großen schottischen Linkskurse wie Carnoustie oder St. Andrews“, schildert der in -Sachen Golf weit gereiste und erfahrene Clubmanager.

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