Austrian Open 2011 [0]

Diamond Country Club. Eine Woche Golf, sieben Österreicher im Cut, sexy Aufputz am Super-Tuesday, fünf Tage Traumwetter, vier Runden Spitzengolf, drei Superstars, zwei Play-off-Kontrahenten, ein Sieger: Kenneth Ferrie. Und mich quält die Frage: Wo sind die ganzen Golffans, die dieser Event verdient?

Prolog. Für ein paar Hunderttausend Fernsehzuschauer reichen ein Sido, ein paar Michael Jeannées, die sich öffentlich zum Kasperl machen, und halb Österreich ist begeistert. In Atzenbrugg teet bei den Austrian GolfOpen presented by Lyoness das wohl stärkste Feld aller Zeiten auf, wir haben junge, vielversprechende Talente, eine Batzensaison, die der heimische Golfsport in dieser Form noch nicht erlebt hat, und man muss trotz Kaiserwetter um jeden Golffan kämpfen. Irgendwie ist die Welt nicht gerecht, und auch nach fast 20 Jahren im Golfbusiness will ich mir nicht eingestehen, dass solche Events unsere Golfkultur widerspiegeln. Offiziell waren es knapp 20.000 Zuschauer. Eine Zählung, die mir eine Spur zu freundlich erscheint, und trotzdem ist es eine Zahl, die sich der Event nicht verdient hat. Eindeutig hat sich die ­Zuschauerzahl gegenüber 2010 drastisch erhöht, aber was machen die BMW Open besser, dass dort Jahr für Jahr doppelt so viele Zuschauer antanzen? München hat weniger Einwohner als Wien, aber ­Bayern an sich ganz offensichtlich mehr wahre Golffans als Österreich. Und sollte jemand eine Antwort darauf haben: Ich freue mich über jede Mail an nadizar.klaus@golfrevue.at.

Jetzt aber zum Sportlichen, damit wir uns wieder in freudigere Gefilde begeben. Die dramatische Entwicklung des Finaltags verlangt nämlich nach einem Abweichen von meinen täglichen Auf­zeichnungen aus Atzenbrugg, und daher kommt das dicke Ende am Anfang: Während sich die gut 6.000 ­Zuschauer schon mit dem Engländer Kenneth Ferrie als Sieger ­abfinden, nachdem seine ärgsten Widersacher patzen – Simon Wakefield (ENG) verpfistert Loch 17, Joost Luiten (NL) entsorgt sich auf Loch 18 mit einem Dreiputt –, gönnt sich auch Ferrie einen „Lapsus“ und spielt das 72. und vermeintlich letzte Loch „nur“ Par – sein Birdieputt aus drei Metern zum Sieg will nicht fallen.

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