Dienstag 6. Mai 2008, 13:05 Uhr

Italian Open [0]

Bogeyfreies Finale

Martin Wiegele spielt sich mit einer fehlerfreien 68 (-4) am Schlusstag der Italian Open auf Platz 51 und kassiert rund 6000 Euro. Hennie Otto feiert Premierensieg.

Finalrunde Zum Leaderbord

Auch wenn die 68 (-4) am Finaltag der Italian Open ohne Fehler, also Bogey frei verläuft, ganz zufrieden kann Martin Wiegele dennoch nicht sein: Mit 17 getroffenen Grüns gab es ausreichend Birdie-Chancen, nur vier davon konnte der Steirer nutzen.
Wiegele: „Der längste Putt der Woche ist heute gefallen, auf Loch 6, aus rund 10 Meter. Ich bin aber zufrieden, dass mein langes Spiel wieder in Ordnung ist"

Für den 51. Platz kassiert der Steirer etwas mehr 6100 Euro. Damit liegt er derzeit mit knapp 70.000 Euro Preisgeld gesamt auf Rang 128.

Für die in zwei Wochen stattfindende top dotierte BWM Championship in Wentworth hofft der Steirer auf die erste Einladung – mit seiner Kategorie wäre er nämlich nicht im Feld. Und nach dem Skandal in China – Wiegele bekam als 1. Reserve keinen Startplatz, wohl aber zum x-ten Mal in der Saison der Deutsche Marcel Siem – sollte die European Tour diesmal Gerechtigkeit walten lassen. Immerhin ist Martin Wiegele der Sieger der Tourschool…

Der Südafrikaner Hennie Otto rettet einen von vier Schlägen Vorsprung auf das 72. Loch und feiert bei den Italian Open seinen Premierensieg auf der European Tour. Einen Schlag dahinter holt sich Oliver Wilson (ENG) seinen vierten zweiten Platz der Saison.

Methorios Capital Italian Open, Castello di Tolcinasco G & CC
Milan, 08. bis 11. Mai 2008
Preisgeld: 1,7 Millionen Euro


3. Runde Zum Live-Scoring

Nach wie vor kann Martin Wiegele den Birdie-Turbo nicht zünden, um bei der fröhlichen Birdie-Jagd in Tolcinasco mitzuhalten: Fehlerhafte Front-nine mit vier Bogeys und einen Doppelbogey machen eine tiefe Runde der Steirers unmöglich.
Unter anderem bockt auch am dritten Tag der Putter – mit 32 Putts (ein Dreiputt) und gesamt bereits 95 in drei Runden zählt Wiegele zu den schwächsten am Grün.
Dennoch sind es auch immer wieder schwache Tee-Shots, die Schläge kosten, wie Wiegele analysiert: „Ich habe auf den Front-nine nur zwei Faiirways getroffen, ab Loch 10 war aber plötzlich alles anderes."
Mit vier Birdies auf neun Loch reißt Wiegele das Ruder noch einmal herum: „Ich bin froh, dass es nicht eine ganz katastrophale Runde wurde, was nach dem Start durchaus möglich gewesen wäre."

An der Spitze des Leaderbords erspielt sich der Südafrikaner Hennie Otto dank einer 63 (-9) vier Schläge Vorsprung auf Robert Karlsson (SWE), Christian Nilson (SWE) und Alvaro Velasco (SPA) für die Finalrunde. Otto: „Ich denke noch nicht an den Schlusstag, jetzt werde ich mich ein wenig entspannen."
Der 32-Jährige hat bislang einen zweiten Platz als bestes European Tour-Ergebnis auf der Habenseite.

Methorios Capital Italian Open, Castello di Tolcinasco G & CC
Milan, 08. bis 11. Mai 2008
Preisgeld: 1,7 Millionen Euro


2. Runde Zum Live-Scoring

Einzig Martin Wiegele kann beim Bestschießen in Italien mithalten: Robert Karlsson etwa spielt die 61 (-11) und übernimmt die Führung mit gesamt 15 unter Par, dazu kamen etliche 64er- und 65er-Runde.
So sinkt der Cut auf 4 unter Par, exakt jene Gesamtschlagzahl, die Martin Wiegele (69, -3 in Runde 2) nach 36 Loch notieren durfte. Obwohl es am Ende doch recht knapp wurde für den Steirer:
Doch auf dem vorletzten Loch fiel das erlösende Birdie für den Cut. Wiegele: „Vom Tee passt es leider gar nicht, aber ich habe mich mit guten Eisen immer wieder aus der Not gerettet." Sprach’s und ließ sich von Telekom-Coach Anders Forsbrand nach der Runde erneut „verarzten".

Arbeit hat auch Florian Prägant vor sich, der mit einer 73 (+1) schlussendlich drei Schläge zuviel auf der Scorekarte der 2. Runde hatte. Erneut erwischt es den Kärntner mit einer kleinen Socket-Krise, diesmal aus dem Bunker. Prägant: „Nach dem schwachen Start in die zweite Runde war ich gleich unter Druck. Das war für mein Spiel nicht wirklich förderlich."

Auch Markus Brier kann sich in Runde 2 nicht wie erhofft steigern: Zwar spielt er sich mit einer 70 – mit späten Birdies – noch in die roten Zahlen, für die für den Cut nötige 64 hat es aber nicht gereicht. „Deutlich besser als in Runde 1, und mit den vielen Grüntreffern wäre auch eine tiefe Runde möglich gewesen. Aber ich bin nie in einen Birdielauf gekommen," so Brier, der heuer ausgesprochen unkonstant agiert.

Methorios Capital Italian Open, Castello di Tolcinasco G & CC
Milan, 08. bis 11. Mai 2008
Preisgeld: 1,7 Millionen Euro


1. Runde

Sowohl Martin Wiegele als auch Florian Prägant können sich bei den Italian Open zwischenzeitlich toll in Szene setzen: Prägant etwa eröffnet mit drei Birdies am Stück, kann in der Folge das Tempo aber nicht ganz halten. Ein kurzer Schock dann das Doppelbogey auf seinem elften Loch. Prägant grantig: „Wieder mal ein Socket."
Doch der Kärntner fängt sich rasch und spielt sich gegen Ende der Runde noch auf 2 unter Par (70 Schläge), womit er wie Martin Wiegele auf Cut-Kurs ist.

Der Steirer Wiegele startet ebenfalls fulminant mit vier Birdies auf den ersten sechs Loch, ehe auch ihn ein Doppelbogey (Loch 18) aus dem Tritt bringt: Die deutlich schwierigeren Front-Nine absolviert der frisch gebackene Gösser Open-Sieger mit zwei Birdies und zwei Bogeys ausgegelichen in Level Par. Trotz der 71 (-1) liegt Wiegele einen Schlag aus dem Cut, da in Italien tief geschossen wird.

Das dürfte Markus Brier schon nach Runde 1 den Cut gekostet haben: Nach starkem Start – zwei Birdies auf den ersten vier Loch – verliert der Wiener ab Loch 6 völlig den Faden und fängt sich ein Bogey nach dem anderen ein.
Brier: „Ich war plötzlich völlig verunsichert und habe die Bälle links und rechts weg geschossen, selbst mit dem Holz 3. Dann versuchst du automatisch am Schwung zu Basteln, das war’s dann."
Die 76 (+4) bedeutet, dass Österreichs Nummer 1 in Runde 2 wohl eine ähnlich tiefe Runde braucht, wie sie ihm im Vorjahr beim 2. Platz gelungen war: Damals scorte Brier in Runde 1 die 63.

Die Führung halten das große irische Talent Ross McGowan und Marco Ruiz (PAR) bei je 8 unter Par (64 Schläge) –  Runden, die die perfekten Bedingungen am ersten Tag der Italian Open widerspiegeln.

Zum Live-Scoring

Methorios Capital Italian Open, Castello di Tolcinasco G & CC
Milan, 08. bis 11. Mai 2008
Preisgeld: 1,7 Millionen Euro



Schlag auf Schlag „Einen Platz besser als im Vorjahr", wünscht sich Markus Brier schelmisch von den diesjährigen Italian Open. Der Kurs bei Mailand liegt Österreichs Nummer 1, weshalb er wieder mit einem Top-Ergebnis liebäugelt.
Mit Erfolgserlebnissen reisen auch Martin Wiegele und Florian Prägant an: Wiegele strotz nach seinem Play-off-Thriller bei den Gösser Open vor Ehrgeiz, Florian Prägant hat nach dem dritten Cut der Saison in Italien das erste Top-Reslutat im Visier.

Methorios Capital Italian Open, Castello di Tolcinasco G & CC
Milan, 08. bis 11. Mai 2008
Preisgeld: 1,7 Millionen Euro



Bei den Damen geht es für das steirische Kleeblat in dieser Woche um 250.000 Euro: Bei den Garanti American Express Turkish Open hofft Natascha Fink auf den ersten Scheck des Jahres, während sich Nicole Gergely neue, höhere Ziele setzen muss: nach ihrem 3. Platz in Schottland hofft sie, die Form auch in Belek, am traditionsreichen Natioanl GC ausspielen zu können.
Um den anschluss nach vorne in der Order of Merit geht es für Eva Steinberger und Stefanie Michl.

Zum Live-Scoring

Garanti American Express Turkish Open, National Golf Club, Antalya
08. bis 11. Mai 2008
Preisgeld: 250.000 Euro



Der Alps-Tour-Tross ist von Maria Lankowitz nach Murstätten weitergezogen, wo von kommenden Donnerstag bis Samstag der Par-72-Championship-Course Schauplatz der mit 45.000 Euro dotierten UNIQA FinanceLife Open ist. Neben dem Preisgeld geht es bei dem auch zur Telekom-Austria-Tour zählenden Turnier einerseits um einen Startplatz bei den BA GolfOpen, andererseits um einen exklusiven Hole-in-One-Preis. Der Professional, dem auf dem 206 Meter langen Par 3 der 18. Spielbahn das Kunststück gelingen sollte, gleich mit dem Abschlag einzulochen, tritt mit einem Audi A3 Cabrio im Wert von 35.000 Euro die Heimreise an.

Zu den Favoriten aus österreichischer Sicht zählen Lokalmatador Michi Moser, der sich in der Vorwoche bei den Gösser Open mit Platz 4 seinen Startplatz bei den BA GolfOpen gesichert hat und Peter Lepitschnik, der seit Wochen in Top-Form agiert.

Veranstalter Helmut Konrad ist es zudem gelungen, einen aufstrebenden Amateur aus Dubai zum Turnier einzuladen. Matthew Turner ist 17 Jahre alt, hat Handicap +2 und gilt als eines der größten Talente des Arabischen Emirates. Turner war in diesem Jahr bereits bei der zur European Tour zählenden Dubai Desert Classic am Start. Insgesamt stehen 132 Pros und Amateure aus 14 Nationen in Murstätten am Abschlag.

Zum Live-Scoring

UNIQA FinanceLife Open presented by Weekend Magazin
GC Gut Murstätten
8. bis 10. Mai 2008
Preisgeld: 45.000 Euro

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