Mittwoch 8. April 2009, 06:54 Uhr

USMasters09 [0]

Cabrera: Der Meister der Effizienz

Im Hype um die gemeinsame Finalrunde von Tiger Woods und Phil Mickelson blieb der letzte Flight des Tages mit Kenny Perry und Angel Cabrera beinahe unbemerkt von den Medien. Ebenso unbehelligt begeht Chad Campbell seinen Schlusstag. Erst am Ende kommt Spannung auf: die drei finden sich plötzlich einem Stechen wieder und Cabrera bleibt am Ende der Glücklichste.

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Am Anfang der Finalrunde stand ganz Augusta im Bann des Matches, das sich Phil Mickelson und Tiger Woods geliefert haben: Der Lefty zaubert auf den Front-nine, schließt nach 8 Loch bis auf einen Schlag zu Perry & Cabrera auf, ehe der Amen-Corner zum Stolperstein wird und das Radl zum stottern bringt. Auch Woods, der auf den Back-Nine noch einmal aufs Gas drückt, scheitert am Ende klar – wieder nix!

Vom ganzen Brimbori rund um Woods & Phil unbeeindruckt, spult Perry Par umd Par herunter und ist den ganzen lieben Schlusstag lang immer in Front. Tiger hin, Phil her – auch Angel Cabrera wird ihm nicht gefährlich. Im Gegenteil: Mit einem Socket auf Loch 8 sorgt der Agentinier unfreiwillig für etwas Amusement.

Plötzlich macht sich Nervosität bei Perry breit, auf Loch 17, wo sich der Amerikaner das erste Bogey des Tages leistet – während der ganzen Masters-Woche verzeichnet Perry nur insgesamt 5 – und auf Tee 18, dem 72. Loch der Woche:
Der Schuss in den Firways-Bunker kostet noch einmal Adrenalin extra! Der Schlag ins Grüns misslingt, nach Pitch und Zwei-Putt ist auch der letzte Schlag Vorsprung dahin.

Damit lebt unerwartet die Chance auch für Chad Campbell, der ebenfalls bei 12 unter Par gesamt die vier Tage hinter sich gebracht hat. Gemeinsam mit Cabrera, der den ganzen Tag nicht weiters aufgefallen war, geht’s ganz plötzlich für drei Spieler um den Masters Titel.

Das Stechen der Katastrophen:
Loch 18: Cabrera vom Tee ins Gemüse, Perry und Campbell von Mitte Bahn rechts, einmal kurz 20 Meter links von der Fahne (Perry), einmal im Bunker (Campbell) – unfassbar.
Cabrera rettet sich nach einem Baumtreffer mit Schlag 2, dank Pitch & Putt zum Par in die zweite Runde, nachdem Perry seinem Chip beinahe zu Drei gelocht hätte.
Campbell muss sich verabschieden! Er schafft den Up-And-Down aus dem Grünbunker nicht, verschiebt einen Putt aus weniger als 2 Meter…

Loch 10.: Beide im Stechen verbliebenen Spieler treffen die Spielbahn, doch Perry hookt seinen Schlag ins Grün 25 Meter links ins Gemüse. Der Pitch retour misslingt ebenso, wie der Putt zum Par aus gut 8 Metern.
Kurze Faust von Cabrera, zwei Putts zum Par, danke und ab ins Grüne Sakko.
Der Sieg in Augusta ist erst der zweite Sieg von Angel Cabrera auf der US Tour, den ersten feierte er 2007 bei den US Open – das nennen wir Effizienz.

Was sonst noch geschah?
*Kein Amateur schaffte den Cut!
*Lee Wetswood verabschiedete sich mit drei Doppelbogeys und einem Bogey vom Masters `09 und fällt von Platz 10 zurück auf Rang 43.
*2009 blieben 30 Spieler gesamt unter Par, um 12 mehr als im Vorjahr.
*Gary Player & Fuzzy Zoeller spielten 2009 ihr letztes Masters.

US Masters
, Endstand (Par 72)
9. bis 12. April, Augusta National, GA
Preisgeld: 6,3 Millionen Euro

1. Angel Cabrera, ARG -12/276 (68/68/69/71)*
T2. Kenny Perry, USA -12/276(68/67/70/71)
T2. Chad Campbell, USA -12/276 (65/70/72/69)
4. Shingo Katayama, JPN -10/278 (67/73/70/68)
5. Phil Mickelson, USA -9/279 (73/68/71/67)
T6. Steve Stricker, USA -8/280 (72/69/68/70)
T6. Tiger Woods, USA -8/280 (70/72/70/68)
T6. Jim Merrick, USA -8/280 /68/74/72/66)

Weiters:
T10. Jim Furyk, USA -7/281 (66/74/68/73)

T20. Anthony Kim, USA -2/286 (75/65/72/74)
T20. Rory McIlroy; IRE -2/286 (72/73/71/70)

T30. Larry Mize, USA -1/287 (67/76/72/72)

T35. Padraig Harrington, IRE 0/288 (69/73/73/73)

T43. Lee Westwood, ENG +3/291 (70/72/70/79)

* Sieg am zweiten Extra-Loch


Das Masters beginnt auf den finalen Back-nine

Das besagt eine alte Weisheit, und wir werden ganz genau beobachten, ob diese auch heuer wieder ihre Gültigkeit hat. Momentan sieht es nach einem Zweikampf zwischen zwei Laissez-Faire-Golfern aus: Der Argentinier Angel Cabrera spielt sich genussvoll an die Spitze, die er sich mit dem 47-Jährigen US-Amerikaner Kenny Perry teilt – und nicht nur das teilen sich die beiden.

Zum Leaderbord & den Tee-Times
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Der eine – Angel Cabrera, 40 Jahre – hat 2007 die US Open gewonnen und dann zum Rauchen aufgehört, der andere – Kenny Perry, 47 – freute sich, im fortgeschrittenen Profi-Alter 208 erstmals in einem Ryder Cup Team zu stehen:
Die beiden Führenden beim US Masters nach 54 Loch sind ganz spezielle Charaktere, ein Umstand, der reichen könnte, dass einer von den beiden das Grüne Sakko überstreifen wird.
Perry: „Ich genieße einfach jeden Tag hier in Augusta und mache mir keinen Druck“.
Ob’s dann auch noch so locker geht, wenn’s das Clubhaus vor Augen tatsächlich um den Titel geht?
Vermutlich, denn Perry und Cabrera sind Typen der Marke „Hau-Drauf-Weil’s-Wurscht-ist“.
Cabrera auf dei Frage, ob er die mentale Kraft habe, das Turnier zu gewinnen:
„Ich habe zum Rauchen aufgehört und keinen Sport-Psychologen, das beantwortet wohl Ihre Frage.“

Dem ersten Verfolger, Chad Campbell, fehlt es an Entspanntheit, was auch im Resultat zu sehen ist: Wieder vergeigt er die Schlussholes, eine denkbar ungünstige Ausgangspostion für den Finaltag.

Bis zum neunten (Tim Clark), vielleicht zehnten Platz (ein Armada von 9 Spielern, Tiger inklusive), reicht der Reigen der möglichen Titelanwärter, wenngleich Woods & seine schlaggleichen Kollegen bereits 7 Schläge Rückstand haben.

Für Woods wird’s ohnedies ein heißer Nachmittag: Noch nie hat er ein Major gewonnen, wenn er am Schlusstag hinten lag und zudem hat ihn das Schicksal ausgrechnet seinen Intim-Feind Phil Mickelson als Flightpartner beschert.
Wenn das nicht für ausreichend Zündstoff am Finaltag des Masters sorgt….

73. US Masters, Stand nach 3 von 4 Runden (Par 72)
9. bis 12. April, Augusta National, GA
Preisgeld: 6,3 Millionen Euro

T1. Angel Cabrera, ARG -11/205 (68/68/69)
T1. Kenny Perry, USA -11/205(68/67/70)
3. Chad Campbell, USA -9/207 (65/70/72)
4. Jim Furyk, USA -8/208 (66/74/68)
5. Steve Stricker, USA -7/209 (72/69/68)
T6. Shingo Katayama, JPN -6/210 (67/73/70)
T6. Todd Hamilton, USA -6/210 (68/70/72)
T6. Rory Sabbatini, RSA -6/210 (73/67/70)
9. Tim Clarke, SA -5/211 (68/71/72)

Weiters:
T10. Phil Mickelson, USA -4/212 (73/68/71)
T10. Tiger Woods, USA -4/212 (70/72/70)
T10. Lee Westwood, ENG -4/212 (70/72/70)
T10 Anthony Kim, USA -4/212 (75/65/72)

T25. Padraig Harrington, IRE -1/215 (68/74/73)
T25. Larry Mize, USA -1/215 (67/76/72)

T37. Trevor Immelman, SA +1/217 (71/74/72) (Titelverteidiger)


2. Runde … Der Cut fällt bei +1

Der Start für Campbell in die 2. Runde war verheißungsvoll, das Ende ebenso mäßig wie schon in Runde 1: 4 unter nach 10 Loch und alleiniger Führender passieren am Weg zurück ins Clubhaus einige Schnitzer. Am Ende wird es eine 70er-Runde und der geteilte erste Platz mit Kenny Perry, der sich still und heimlich mit einer bogeyfreien 67er-Runde an die Spitze geschlichen hat.

Tiger Woods dagegen tapst weiterhin recht unbeholfen auf den Grüns von Augusta herum: Nach seiner Par-Runde am 2. Tag liegt er nun 7 Schläge hinter den Führenden. Wenn ihm am Samstag nicht eine Wunder-Runde gelingt, wirds wohl nix mit dem Grünen Sakko, sagt zumindest die Statistik:
Woods konnte noch kein Masters gewinnen, wenn er mit Rückstand in den Finaltag gegangen war…

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Kim kommt
In Runde 1 noch ohne Verve, gelingt dem Youngster Anthony Kim in Runde 2 eine grandiose 65 (-7) mit nicht weniger als elf Birdies! Natürlich ein neuer Rekord in Augusta, und dass es nicht auch gleich ein neuer Platzrekord wurde, liegt an einem Dreiputt auf Loch 4 zum Bogey und zwei weiteren Holes mit Schlagverlusten.
Auf die Frage, was ihn an Augusta am meisten gefalle, antwortet der US-Ryder-Cupper nur cool: „Dass es keine Handys am Platz gibt.“

Bye bye Schwarzer Ritter
Standing Ovations begleiten Gary Player auf seiner letzten Masters-Runde: Der schwarze Ritter, der nun mit 53 Starts die meisten Masters-Teilnahmen für sich beanspruchen darf, meinte: „Es ist echt hart, aufzuhören, aber ich werde es genießen. So wie Augusta stell‘ ich mir den Himmel vor.“

Das große Scheitern
Echte Big-Names müssen heuer frühzeitig aus Georgia abreisen: Ernie Els, Retief Goosen, Martin Kaymer, Robert Karlsson – vor allem die Jungs von der European Tour kommen in Augusta nicht in die Gänge. 

73. US Masters, Stand nach 2 von 4 Runden (Par 72)

9. bis 12. April, Augusta National, GA
Preisgeld: 6,3 Millionen Euro

T1. Chad Campbell, USA -9/135 (65/70)
T1. Kenny Perry, USA -9/135 (68/67)
3. Angel Cabrera, ARG -8/136 (68/68)
4. Todd Hamilton, USA -7/137 (68/70)
5. Tim Clarke, SA -6/138 (68/71)

Weiters:
T6. Jim Furyk, USA -4/140 (66/74)
T6. Sergio Garcia, SPA -4/140 (73/67)
T6. Shingo Katayama, JPN -4/140 (67/73)

T11. Geoff Ogilvy, AUS -3/141 (71/70)
T11. Vijah Singh, FJI -3/141 (71/70)
T11. Phil Mickelson, USA -3/141 (73/68)

T19. Tiger Woods, USA -2/142 (70/72)
T19. Lee Westwood, ENG -2/142 (70/72)
T19. Padraig Harrington, IRE -2/142 (68/74)

T28. Larry Mize, USA -1/143 (67/76)

T33. Paul Casey, ENG 0/72

T42. Trevor Immelman, SA +1/145 (71/74) (Titelverteidiger)
T42. Rory McIlroy, IRE +1/145 (72/73)

Am Cut (+1) gescheitert:
Fred Couples (gesamt +2), Jose Maria Olazabal (+2), Adam Scott (+2), Retief Goosen (+2), Ernie Els (+2), Martin Kaymer (+3), Greg Norman (+3)

Fotos: www.golfsupport.nl


Tag 1 ist geschlagen, Campbell führt

Zum Live-Scoring

Noch ist viel Golf zu spielen, aber zumindest zarte Trends lassen sich nach Tag 1 feststellen: Es ist der Moment der älteren Generation: Larry Mize, Masters-Sieger 1987, liegt auf Platz 4, mit Langer und Norman liegen zwei weitere „Oldies, but goldies“ in den Top 20. Campbell führt trotz finaler Schwächephase und vergibt damit die Chance auf einen neuen Platzrekord, Woods vergibt am Schluss eine historische Chance.

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Viele getroffene Grüns und zwei echte Birdie-Runs sind der Grundstein für die Erst-Runden-Führung von Chad Campbell: Gleich vom Start weg legt der 35-Jährige mit fünf Birdies am Stück einmal mächtig vor, mit weiteren vier in Serie von Loch 12 bis 15 liegt er drei Holes vor Schluss schon 9 unter Par.
Die bisherige Bestmarke einer Birdie-Serie von Loch 1 weg hielt bis zum heutigen Tag Ken Venturi, der 1956 die ersten vier Loch in Birdie gespielt hat.

Mit zwei Bogeys auf den Schlussholes ist dann aber Schluss mit lustig: Am Ende ist es nur ein Schlag Vorsprung auf seine Landsleute Jim Furyk und Hunter Mahan, die jeweils 66er-Runde ins Clubhaus bringen. Und die Chance mit einer 62er-Runde einen neuen Platzrekord aufzustellen ist auch dahin.

altWoods stark, aber doch nicht.
14 in regulation getroffene Grüns, für ihn beeindruckende 10 von 14 Fairways: Tiger Woods war drauf und dran einen eigenen Rekord zu brechen. Noch nie hat er in einer ersten Runde in Augusta mit einem Score in den 60igern gespielt. Am Donnerstag war er knapp dran:
Nach drei unter auf Loch 16 – Birdie-Runde auf den Holes 13, 14, 15 –, wo er eine gute Birdie-Chance vergibt, lippt sein Putt zum Birdie auf Loch 17 aus knapp 2 Meter böse aus.
Beim Schlag ins 18. Grün von mitte Fairway verschätzt sich Woods komplett und pfeffert den Schlag ins Publikum. Der Chip zurück misslingt ebenfalls gigantisch und nach einem Zwei-Putt aus gut 20 Metern ist es wieder „nur“ eine 70er-Runde (-2) zum Start – immerhin die erste Auftakt-Runde in den roten Zahlen seit 2002.

altGeneration Golf
Die großen Überraschungen am ersten Tag liefern die „Oldies“ ab: Larry Mize, vor 22 Jahren Masters-Sieger (im Stechen gegen Greg Norman, bei dem Mize aus 120 Meter am zweiten Extra-Loch zum Sieg einlocht), zeigt in Runde 1 unfassbares Golf: Dank teils genialer Saves und einer starken Putt-Leistung (im Schnitt 1,3 Putts pro Loch!) teilt sich der Amerikaner Platz 4. „Es war heute einfach zu spielen, weil die Tees allesamt eher weiter vorne gesteckt waren,“ erklärt sich Mize seine tolle Runde.

Ebenso respektabel schlagen sich Greg Norman und Bernhard Langer, die mit einer 70er-Runde schlaggleich mit Tiger Woods auf Rang 20 liegen.
Langer und Norman spielen dabei wie Mize ihre unfassbare Routine aus und scoren trotz jeder Menge verfehlter Grüns…

Und sonst?
*Austrian Open Sieger Jeev Milkha Singh hält sich im Flight mit Tiger Woods tapfer und liegt nach einer 71 (-1) auf dem tollen 28. Platz.
*Beste Europeäer sind Padraig Harrington, Ross Fisher und Graeme McDowell.
*Phil Mickelson enttäuscht mit einer 73 (+1)
*Gary Player eröffnet sein 53. und letztes Masters mit einer 78 (+6)

73. US Masters, Stand nach 1 von 4 Runden (Par 72)

9. bis 12. April, Augusta National, GA

1. Chad Campbell, USA -7/65
T2. Jim Furyk, USA -6/66
T2. Hunter Mahan, USA -6/66
T4. Larry Mize, USA -5/67
T4. Shingo Katayama, JPN -5/67

weiters:
T14. Padraig Harrington, IRE -4/68
T14. Ross Fisher, ENG -4/67

T20. Tiger Woods, USA -2/70
T20. Greg Norman, AUS -2/70
T20. Bernhard Langer, D -2/70
T20. Lee Westwood, ENG -2/70

T28. Vijah Singh, FJI -1/71
T28. Geoff Ogilvy, AUS -1/71
T28. Martin Kaymer, D -1/71
T28. Trevor Immelman, SA -1/71 (Titelverteidiger)

T39. Paul Casey, ENG 0/72

Fotos: ww.golfsupport.nl

Vorschau: Auf der Jagd nach dem grünen Sakko

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Tim Clark (SA) darf sich geistig von einem Masters-Titel verabschieden: Clark gewann mit 5 unter Par den tradtionellen Par-3-Contest am Mittwoch und nimmt sich mit der alten Regel „Wer diesen Contest gewinnt, hat noch das grüne Sakko übergestreift“ selbst aus dem Rennen. Letzter wurde übrigens Yong-Eun Yang (KOR) mit 6 über Par. Seine Siegchancen sind damit noch intakt.
Es ist soweit, endlich: Wir machen es uns auf der Couch gemütlich und freuen uns über das erste Major des Jahres: Das Masters, reich an Legenden, anachronistisch und auch ein wenig frauenfeindlich. Kurzum, genau das Richtige, um die junge Golf-Saison mit dem nötigen Prickeln zu eröffnen. Und am Ende gewinnt sicher Tiger Woods, glaubt zumindest Klaus Nadizar.

Ein Blumenmeer, der Azaleea Drive, der Amen Corner, Crows Nest – Das Masters ist eines von drei Turnieren weltweit, dessen Flair und Historie die Golf-Fans in ihren Bann ziehen. Der autoritär geführe Augusta National Club mit seinen betuchten Mitgliedern trägt zu einem Großteil der Faszination bei.
Belüftete Grüns, mit Eiswürfel bis zur Masters-Woche am Blühen gehinderte Blumen-Meere, eine grünes Sakko und jede Menge weitere Schnurren haben den Event und den Club über die Jahre zu seinem einzigartigen Status in der Golfwelt verholfen.

Das grüne Sakko, farbgeschmacklich zweifelhaft, aber als Trophäe der große Traum eines jeden Golfers, gehört derzeit Trevor Immelman. Noch, denn der Südafrikaner – er darf traditionell das Menü für den Gala-Abend bestimmen – gurkt derzeit recht erfolglos auf US Tour herum: Noch ohne Top-10-Platzierung wird’s schwierig werden mit der Titelverteidigung.
Das sieht auch www.interwetten.com so: Mit einer Quote von 1 zu 70 zählt der Südafrikaner zu den Außenseitern.

Trotz Verletzungspause bleiben die Quoten für Tiger Woods stabil: Mit der Nummer 1 der Golfwelt gibt es einfach nichts zu gewinnen, auch nicht beim Masters: 1 zu 2,8 lautet der magere Auschüttungsschlüssel.
Verständlich auf der anderen Seite, ist Woods doch bei jedem Turnier, an dem er teilnimmt immer der Favorit.
Der Tiger im Interview zur Vorschau.

Überraschend wenig gibt es auch für all jene zu gewinnen, die auf Phil Mickelson (1 zu 9,8) setzen: Der Lefty – heuer trotz zweier Siege eher formlos, letzte Woche scheitert er bei den Shell Houston Open klar am Cut – ist aber, seit er 2004 den Bann gebrochen und endlich sein erstes Major (Augusta) gewinnen konnte, immer für eine Überraschung gut. Ich würde mein Geld heuer aber nicht auf ihn setzen.

Die Altersfrage.
Mal schauen, wie sich die Young Guns Anthony Kim, Rory McIlroy, Danny Lee oder Ryo Ishikawa schlagen. Die Nesthäkchen sind gemeinsam so alt wie Fred Couples und Greg Norman!
Letzterer ist gleich mit der gesamten Entourage in Augusta angereist und träumt wohl, seinen größten Major-Kollaps (1996 mit einer 78 am Finaltag) auszubügeln.
Dass der weiße Hai trotz künstlicher Hüfte seinen Biss nicht verloren hat, beweist sein Vorjahres-Auftritt bei den British Open.

Apropos: Was dürfen wir von Padraig Harrington erwarten? Der Ire (Quote 1 zu 15) gehört wohl zu den heißen Außenseitern, aber ist das genug?

Die Amateure
Der Holländer Reinier Saxton ist einer von insgesamt 5 Amateuren, die sich für das Masters 2009 qualifzieren konnte. Die übrigen sind Danny Lee (NZL, Sieger der Johnnie Walker Classic 2009) sowie die Amerikaner Jack Newman, Steve Wilson und Drew Kittleson. Sie dürfen im Clubhaus von Augusta, im sogenannten Crows Nest wohnen.

History
Das erste Masters wurde als Augusta Invitational 1934 ausgetragen, erst seit 1939 heißt es Masters.
Der Sieger? Horton Smith.
Seit 1937 tragen die Mitglieder das berühmte Green Jacket, um den Spielern zu signalisieren, dass sie zum Club gehören.
Mit insgesamt sechs Siegen ist Arnold Palmer nach wie vor der Spieler mit den meisten Green Jackets, schon auf Platz 2 liegt Tiger Woods, der bislang vier Mal gewinnen konnte, zuletzt 2005.
Zu den wichtigsten geschichtlichen Daten.

Tee-times
Eröffnen wird das diesjährige Masters der Sieger von 1991, Ian Woosnam.
Lange warten müssen die Fans von Tiger Woods, der erst im vorletzten Flight um 13 Uhr 52 Ortszeit mit dem Austrian Open-Sieger von 2008, Jeev Milkha Singh und Stewart Cink auf die Runde geht.
Den Schlussflight bilden die Youngsters McIlroy, Kim und Ishikawa.

Masters am I-Phone
Für alle Besitzer von Smart-Phones gibt es natürlich das US Masters als wunderbares Mobile-Setting. Noch einen draufgesetzt hat das iPhone: Mit einer eigenen Application gibt’s neben den üblichen Geschichten wie Live-Scoring & Co auch ein Live-Streaming vom Amen Corner – Golferherz, was willst du mehr…

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Von Klaus Nadizar – Anmerkungen, Kommentare? Gerne!

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