Sonntag 4. März 2012, 23:40 Uhr

Rory Superstar [0]

Der 22jährige Nordire krönt sich mit dem Sieg der Honda Classic zur neuen Nummer Eins der Welt. Auszüge einer golferischen Bilderbuchkarriere.

Europameister

Februar 2007 erklimmt Rory McIlroy erstmals die Spitze der Weltrangliste. Als Teil des siegreichen Junior Ryder Cup Teams 2004, der siegreichen irischen Mannschaft bei den Team Amateur World Team Championships 2005 und im gleichen Jahr Europameister erobert der Nordire die Golfwelt früh im Sturm. Damals bester Amateur und kurz vor dem Sprung ins Profilager, dauert es nur fünf Jahre bis sich der heute 22 Jährige zur neuen Nummer eins der Profigolfer krönt. Dazwischen liegt ein raketenhafter Aufstieg von der ersten Saison auf der Tour, in der sich McIlroy über Sponsoreinladungen die Spielberechtigung für das kommende Jahr sichert, dem ersten Turniersieg bei der Dubai Desert Classic 2009. Der Saisonabschluss als zweiter des Race to Dubai katapultiert ihn erstmals in die Top Ten der Weltrangliste.

Major Sieger

Dem Sprung auf die US PGA Tour 2010  folgt im gleichen Jahr der erste Sieg über dem großen Teich bei der Quail Hollow Championship. Ein Jahr später fiebern Millionen Golffans vor den Fernsehern mit und müssen live mit ansehen, wie der Nordire einen nahezu sicher geglaubten Masters Sieg im Finale verspielt, nur um ihn kurz darauf mit dem tiefsten Score der Geschichte die US Open, das erste Major gewinnen zu sehen. Erst im Jänner mit dem Laureus Sport Award für den „World Breakthrough of the Year“ ausgezeichnet, krönt McIlroy seine Saison mit dem Sieg der Honda Classic.

Nummer Eins der Welt

Genau fünf Jahre nach der Führung der Weltrangliste der Amateure übernimmt Rors, wie seine Fans ihn nennen die Spitze der World Golf Rankings. Ein Sieg den sich der 22Jährige hart erkämpfen muss. An den ersten Spieltagen solide, bekommt er es im Finale mit einer Herausforderung nach der anderen zu tun. Und das mit dem Tiger im Nacken, der nach einer langen Zeit die Massen mit der 62er Runde (-8), der tiefsten Finalrunde seiner Karriere, begeistert. Doch die bittere Masters-Erfahrung liegt weit hinter dem Jungstar. Egal ob Up&Down aus dem dichten Rough oder Bunker, McIlroys Wedge und Putter arbeiten im Finale reibungslos. Mit der vierten Runde in den 60ern und gesamt -12 bezwingt er Tiger Woods und Tom Gillis (USA) um zwei Schläge und löst damit Luke Donald (ENG) als Nummer Eins der Welt ab.
Eine Entwicklung, die sich abzeichnet, bringt es das Ausnahmetalent in den letzten elf Antritten doch auf zehn Mal auf eine Platzierung unter den Top 5. Ein Beweis der herausragenden Entwicklung eines jungen Spielers, der trotz aller Erfolge immer noch auf seinen Schwung Coach, Club Professional Michael Bannon vertraut und sich bisher vom Ruhm und Glanz des Golfbusiness nicht hat mitreissen lassen.


Zu den Ergebnissen der Honda Classic

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